Das richtige Weinglas

Welches Glas zu welchem Wein

Es ist immer die große Frage welches Glas wähle ich zu welchem Wein. Um Fruchtwein zu genießen wählen Sie am besten ein 23cl Degustationsglas.

  • Standard-Degustationsglas

Dieses sieht in der bekannten Tulpenform aus wie ein kleines Weißweinglas. Es verfügt über einen Inhalt zwischen 21cl und 23cl. Das sind die Gläser, die einem Weintrinker zu klein sind. Er greift beim Einkauf lieber zu voluminöseren Gläsern. Diese sehen besser aus und wirken fülliger. Neben der weiterhin ungelösten Frage: Welches Glas nun zu welchem Wein?

Gläser Schoppenglas Grappaglas Degustationsglas Rotweinglas

(Bild links nach rechts: Schoppen, Grappaglas, Degustationsglas, Rotweinglas)

Jeder Wein kann bekanntlich in jedem Glas anders schmecken. Das ist abhänig von Luftvolumen und Oberfläche des Glases. Es ist zu empfehlen alle Weine, egal ob Weißwein, Rotwein oder Portwein in einem Degustationsglas zu verkosten.

Es wird nur ca. 1/3 befüllt. Das entspricht ca. 1/16L Wein also ein halbes Achterl voll. So kann sich das Aroma am besten entfalten. Also quasi nur ein Glas für alle Weine. Dieses Glas muss gar nicht so teuer und pompös sein wie ihre riesigen Rotweingläser für festliche Tafeln. Aber Bitte verwenden sie für Verkostungen niemals Römergläser! Diese sind für den Genuss von Wein und Weinaromen gänzlich ungeeignet.

Kein Weißweinglas und auch kein Rotweinglas bei Fruchtdessertwein

Besonders die vollaromatischen Fruchtdessertweine mit ihrem hohen Alkholgehalt sind für Gläser mit großem Volumen eher ungeeignet. Fruchtweine verfügen über kräftigere Aromen als die meisten Traubenweine. Hier sind geringe Verkostungsmengen die richtige Wahl. Wir wählen ca. 1/16L und 23cl Degustationsgläser. Die nächstbessere Wahl sind Likör- oder Grappagläser.

Sehr gereifte Fruchtdessertweine sind auch für einen Cognacschwenker geeignet. Wählen Sie bei Fruchtdessertweinen eher Gläser, die sie auch für Eiswein, Likör, Sherry oder Portwein wählen würden. Lassen Sie die anderen Weingläser im Schrank.

Welches Glas verwende ich für Fruchtwein?

Eine schwierige Frage, denn Fruchtwein ist nicht Fruchtwein.

Wenn wir von Most und Apfelwein reden, schwören die Deutschen auf das Gerippte. Es eignet sich für trinkanimierende, fruchtige, leichte Obstweine meist immer ein Schoppenglas. Jedes Wasserglas das bis zu 0,5L misst, kann hierfür gute Dienste leisten. Einfache Apfel- und Birnenweine sind eher in der Kategorie „Durstlöscher“ angesiedelt.

Entsprechend dem oben Erwähnten, lassen sich sehr viele Weine auch ganz gut in Wassergläsern mit großem Inhalt verkosten. Vorausgesetzt man füllt nur wenige Milliliter bis zu 1/16L hinein. Man schwenkt großzügig damit sich der Wein an der Glaswand verteilt und sein Aroma freigibt. Eine entsprechende Höhe der Glaswand wird hier vorausgesetzt. Das ist eine brachiale Methode wenn gerade kein passendes Weinglas zur Hand ist, erfüllt aber seine Dienste.

Klassische Fruchtweine mit bis zu 10%Vol. versprechen unkomplizierten Trinkgenuss. Handelsüblich sind sie meist halbtrocken oder süss ausgebaut. Sie lassen sich wahlweise aus jedem beliebigen Glas trinken.

Gut gekühlt aus einem Weinglas oder auch aus einem Schoppen bei einer Gartenparty. Pur oder gespritzt, mit Kohlensäure oder ohne. Cider wird ohnehin gerne aus der Flasche getrunken, ganz ohne einem Glas.

Für Frizzante und Frucht-Schaumweine sind Sektgläser immer die erste Wahl, niemals eine Champagnerschale.

Haben Sie die seltene Möglichkeit trockene Fruchtweine zu verkosten, greifen sie zuerst zum Degustationsglas. Wahlweise bei hellen Fruchtweinen zum Weißwein- und bei dunklen zum Rotweinglas. Dies aber nur mit Vorbehalt.

Fruchtweine sind nicht so einfach zu klassifizieren wie Weißwein und Rotwein. Sie fallen mehr in die Kategorie Rotwein und Orangewine (Weißweintrauben an der Maische wie Rotwein vergoren). Generelle Empfehlungen sind bei Fruchtwein schwierig. Es kommt auf die Obstart und die Verarbeitung an.

Mit einem Schoppen für leichte Getränke, mit einem Sektglas für Sprudelndes, einem Degustationsglas für Tischweine und einem Grappaglas für Dessertweine, Liköre und Spirituosen sind sie meist immer auf der richtigen Seite.