Aperitif

Man kennt eigentlich nur Sekt und Sekt Orange als Umtrunk vor einem Essen. Doch ein Aperitif ist weit mehr als das.

Der Aperitif wird üblicherweise mindestens 1 Stunde vor dem eigentlichen Essen gereicht. Man nimmt sich ausreichend Zeit für ihn. Das ist die oberste Regel, denn der Appetit soll dadurch erst so richtig angeregt werden.

Aperitif BitterlikörMan wählt den Aperitif immer mit Bedacht aus und stimmt die Speisenfolge, die Auswahl der Gänge und die Weinbegleitung aufeinander ab. Zu einer deftigen Jause wählt man einen anderen Aperitif als zu einem Delikatessenbuffet oder einem 4-Gänge Dinner. Ein Aperitif ist kein Getränk, das man vor dem ersten Gang schnell runterschüttet und es dient keineswegs dazu sich schon vor dem Essen betrunken zu machen. Halten Sie deshalb ausreichend Zeit bis zum ersten Gang ein und genießen Sie den Aperitif.

Es gibt vier Aperitif Grundarten:

Bittergetränke – Weine und Schaumweine – Cocktails – mit Wasser oder Eis verdünnte harte Drinks


Ein Aperitif ist eher trocken und nicht allzu süß. Hat wenig Säure aber dafür relativ hohen Alkoholgehalt zwischen 15% und 20%Vol. Typisches Beispiel für einen Aperitif ist ein nussiger, oxidierter Sherry. Dazu lassen sich natürlich bereits kleine Snacks wie Oliven und Nüsse reichen. Auch Amuse gueule sind als Gaumenschmeichler geeignet. Aber Vorsicht: Die Gäste sollen Appetit bekommen aber nicht schon vom Naschen der Appetithäppchen satt werden.

Ein Champagner eignet sich ebenfalls gut als Aperitif. Denken Sie an einen Kir Royal. Es eignet sich hierzu jeder Schaumwein mit Cassis, dem Likör aus schwarzen Johannisbeeren.

Citrusliköre, Anisliköre und Bitterliköre sind ideale Aperitifs. Da durch die Bitterstoffe die Verdauung angeregt wird. Mit Bitterlikören kann man eigentlich nichts falsch machen und sie eignen sich hervorragend als Aperitif. Man denke auch an Wermut bzw. Vermouth, ebenfalls ein gutes Beispiel als Getränk vor dem Essen. Wählt man Cocktails als Aperitif sollte man bei Klassikern bleiben. Martini oder Manhattan seien hier erwähnt.

Mexikanischer Tequila eignet sich ebenso. Aber es sollte anschließend kein Dinner mit edlen Weinen geplant sein. Wählen Sie diese Art von Getränk eher für einen rustikalen Anlass. Dieser Liste lassen sich natürlich noch andere Beispiele hinzufügen. Im Sommer darf es auch ein Caipirinha sein.

Heutzutage ist man von der Aperitif-Kultur eher abgekommen. Die Zeit hat sich geändert und kaum wer möchte schon eine Stunde vor dem Essen zu trinken beginnen. Gerade bei festlicheren Gelegenheiten sollte man sich aber wieder darauf zurückbesinnen. Die appetitanregende Wirkung kann sich bei mehrgängigen Menüs durchaus lohnen. Den Aperitif in stilvoller Art zu präsentieren ist eine zusätzliche Bereicherung für ein gelungenes Menü.

 

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