Morello Fruchtdessertwein

Morello – Fruchtaromatik wie Großmutters Rumtopf

Unser feiner Fruchtdessertwein aus Schlehen, Zwetschken und Weichseln erinnert mit seiner konzentrierten Fruchtaromatik an Großmutters Rumtopf und bietet eine herzhafte Versuchung zu Kirschtorte und Blauschimmelkäse.

Erlesenes Steinobst überzeugt durch ein elegantes Frucht-Säure-Spiel und ausdrucksvolle Restsüße.

14,5%Vol.     süss     250ml

Fruchtdessertwein aus Schlehen, Zwetschken und Weichseln Himberg Pellendorf

11,95€/250ml (47,80€/l)

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Tipp:

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Morello Fruchtdessertwein Bild Kirschblüte gegen SonnenuntergangSchlehenlikör (Sloe Gin), Schlehenwein, Kirschenwein, Sauerkirschwein, Zwetschkenwein oder Pflaumenwein. Sie alle werden aus vollreifem Steinobst hergestellt.

Das Wort Morello – übersetzt „von dunkler Hautfarbe“ – kennt man etwa von der Morello Cherry. Darunter sind sehr dunkle Sauerkirsch Arten zu verstehen, die fast schwarz gefärbt sind und tiefroten Saft abgeben. Die Schattenmorelle ist sehr bekannt und eignet sich vorzüglich zur Kelterung von Weichselsaft und zur Kischweinherstellung. Aber auch Sortennamen wie Morellenfeuer oder Schwäbische Weinweichsel erinnern noch an ihren Verwendungszweck.

Das volle, kräftige Aroma von Steinfrüchten verlangt geradezu nach einem gehaltvollen Körper. Kirsch- und Weichselwein kann im Sommer noch eine köstliche Erfrischung sein, wenn er leicht und trocken gekeltert wird. Wenn im Herbst aber Zwetschgen und Schlehen reifen, ist es ratsam sie zu Likör oder Dessertwein zu verarbeiten.

Generell profitieren Steinfrüchte, und besonders der Steinobstwein, vom Dessertweinausbau. Wer Schlehen kennt, weiß von ihrer herben Art und ihrem marmeladigen Aroma nach eingekochtem Obst. Der Geschmack erinnert an eine Mischung aus Weichselmarmelade und Powidl mit einem Hauch von Marzipan.

Kirschwein, Zwetschgenwein und Schlehenwein sind sich geschmacklich relativ ähnlich. Es war also naheliegend diese drei Steinfrüchte gemeinsam zu einem Fruchtdessertwein zu verarbeiten. Prinzipiell würde sich für dieses Produkt auch eine Vinifikation in Richtung Portwein oder Likörwein anbieten. Ich habe mich aber für einen Dessertwein mit 14,5%Vol. entschieden, der sich ebenso gut zu Torte oder Blaumschimmelkäse servieren lässt.

Was bittesehr sind denn Schlehen?

Bei Verkostungen werde ich oft ratlos angeschaut, denn unser Morello (Fruchtdessertwein aus Schlehen, Zwetschken und Weichseln) enthält vorrangig Schlehen.

Die Schlehe ist neben Holunder und Hagebutte der wohl bekannteste Wildobststrauch, den man an Waldrändern und Windschutzgürteln in Europa finden kann. Die Schlehe ist die europäische Urform der Zwetschke und zeichnet sich durch einen herben gerbstoffreichen und marmeladigen Geschmack aus. Geerntet wird sie im Oktober/November nachdem sie den ersten Frost abbekommen hat. Sie erinnert an eine Mischung aus Pflaumensaft und Kirschsaft.

Um noch mehr von diesen Steinfrüchten und Aromen in unserem Steinobstwein einzufangen wurde gemeinsam mit Zwetschge und Sauerkirsche vergoren. Mir war es besonders wichtig die Adstringenz der Schlehe herauszuarbeiten damit der Fruchtdessertwein ein herbes Rückgrat bekommt wie man es von Rotweinen kennt. Die Restsüße wurde nur soweit angehoben dass die Säure nicht Überhand nimmt.

Obwohl am Etikett süss draufsteht, besitzt der Fruchtwein nur etwa die Hälfte an Zucker im Vergleich zu frischem Obstsaft ohne aber dessen Säure einzubüßen. Bei meinen Hindberry Fruchtweinen wird geschmacklich oft nur eine geringe Restsüße wahrgenommen, die in erster Linie dazu dient das Aroma besser im Mund zu verteilen und die Säure zu dämpfen.

Morello grenzt sich geschmacklich sowohl von chinesischem Pflaumenwein ab aber auch von Kirschweinen, die nur nach Fruchtsaft mit Alkohol schmecken.

Warum Morello und nicht Pflaumenwein und Kirschwein?

Ich habe verschiedenste Fruchtweine getestet und eine Assemblage (=Mischung, Cuvee) verschiedener Früchte als geschmacklich besser empfunden als sortenreine Fruchtweine. Diese wirken für mich sehr eindimensional und beeindrucken mich meist geschmacklich wenig. Auch das Mischungsverhältnis der Obstsorten zueinander hat großen Einfluss auf den Weingeschmack. Als Weintrinker sprechen mich alkoholische Getränke an, die verschiedene Sinneseindrücke vermitteln: herb-säuerlich-süss-gehaltvoll-vollmundig. Meine Fruchtweine werden daher vorrangig als Fruchtdessertweine ausgebaut mit etwa 14,5%Vol. Die Gärung dauert mitunter ein halbes Jahr und anschließend erfolgt eine Lagerung, die mehrere Monate bis zu mehreren Jahren reichen kann.

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