Shrub – Sauer macht lustig

Shrub – essiggesäutere Fruchtsirupe

Hast du schon mal Shrub probiert? Shrub ist eine Mischung aus Früchten, Zucker und Essig. Sauer macht lustig! Shrubs passen auf Salat und können wie klassische Fruchtsirupe mit Wasser oder Soda verdünnt getrunken werden. Ursprünglich wurde der Shrub im 19. Jahrhundert in den USA zu Zeiten der Prohibition „erfunden“. Als es noch keinen Kühlschrank gab, legte man Obst in Essig ein um es haltbar zu machen.

Die Essigsäure und der zugesetzte Zucker konservieren hervorragend. Der essiggesäuerte Shrub eignet sich besonders als Limonade und Erfrischungsgetränk im Sommer oder als Dressing auf Salaten.

Bist du neugierig das essiggesäuerte Getränk zu kosten oder ist es so überhaupt nichts für dich? Teil mir deine Meinung mit: hindberryfruchtwein@aon.at

Das Wort „Essig“ macht mich ja eher skeptisch. Vom Großvater weiß ich, dass in der Nachkriegszeit Essig mit Zucker gesüßt und mit Wasser verdünnt getrunken wurde. Quasi als preiswerter Limonaden-Ersatz. Man hatte damals ja nichts anderes. Kann man heutzutage machen, muss man aber nicht.

Es ist tatsächlich so: Essig verwenden wir vorwiegend zum Würzen von Salat, als Marinade (Extrawurst in Essig und Öl, Fisch-Halbkonserven, Feinkost) oder zum Kochen. Und ja zum Reinigen eignet sich Essig auch wunderbar!

In früheren Zeiten jedoch war Essig schon immer ein hochgeschätztes Getränk. Im römischen Reich wurde den Soldaten ein Gemisch aus Weinessig und Wasser gereicht. Neben verdünntem Wein war Essig der Durstlöscher für Legionäre. Essig war, genauso wie alkoholische Getränke, frei von schädlichen Organismen und konnte bedenkenlos konsumiert werden. Früher wurde Wein mit der Zeit oftmals automatisch von Bakterien zu Essig fermentiert. Wein wurde zudem fast immer verdünnt getrunken.

Essig diente in der amerikanischen Pionierzeit als Konservierungsmittel genauso wurde er zur Wundversorgung verwendet, da er desinfizierend wirkt. Als es noch keine Kühlung, also genauer gesagt Kühlschränke im Haushalt, gab, musste man Früchte und Gemüse auf andere Weise haltbar machen. In Europa kochte man sie zu Marmelade oder Konfitüre ein. In Amerika setzte man im Haushalt Shrubs an.

Mit Wasser verdünnt wird dann aus dem Shrub ein fruchtig-erfrischender Drink. Heutzutage gewinnt dieses alte Erfrischungsgetränk wieder an Popularität und findet sich mittlerweile auch in gut sortierten Bars und Restaurants. Neben dem Einsatz von Shrub als Cocktail Zutat wird Essig gerne als Ersatz für Zitrusfrüchte verwendet. In der richtigen Dosis kann dies sogar milder als Zitronensaft ausfallen und vereinnahmt den Drink nicht so sehr wie die scharfe Zitronensäure.

Ananas, Quitte, Himbeere, Mandarine, Apfel, Zitrone, Erdbeere – ja sogar Spargel und Bärlauch kommen neben Holler-Blüte, Lavendel, Tee oder Honig in den Ansatzessig. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Switchel
Switchel ist Apfelessig und Wasser, vermischt mit Ingwer. Weiteren Geschmack geben zudem Honig und andere Süßungsmittel wie Ahornsirup, brauner Zucker oder Melasse. Ein Schuss frisch gepresster Zitronensaft rundet das Getränk ab. Switchel sorgte schon bei amerikanischen Farmern ab dem späten 17. Jahrhundert für Abkühlung. Deswegen wurde das Getränk auch Haymaker’s Punch genannt, angelehnt an die Heuernte im Sommer.

 

Have you ever tried shrub?


Shrub is a mixture of fruits, sugar and vinegar. Fits salad and can be drunk diluted with water or soda like classic fruit syrups. Originally Shrub was „invented“ in the 19th century in the United States during the time of Prohibition. When there was no fridge, you put fruit in vinegar to make it last. The acetic acid and the added sugar are excellent preservatives. Shrub is particularly suitable as a lemonade and soft drink in the summer or as a dressing on salads.

Are you curious about tasting the acidified beverage or is it not for you at all? Give me your opinion with: hindberryfruchtwein@aon.at

The word „vinegar“ makes me rather skeptical. I know from grandfather that in the postwar period vinegar was sweetened with sugar and diluted with water. Like a cheap replacement for Lemonade. There was nothing else in the time after World War 2 then. You can do it today, but you do not have to.

In fact, we use vinegar mainly for seasoning salad, as a marinade (sausage in vinegar and oil, fish preserves, delicatessen) or for cooking. And yes – vinegar is also wonderful for cleaning measures!

In earlier times, however, vinegar had always been a cherished drink. In the Roman Empire the soldiers were given a mixture of wine vinegar and water. In addition to diluted wine, vinegar was the thirst quencher for legionnaires. Vinegar, like alcoholic beverages, was free of harmful organisms and could be consumed without hesitation. In the past, wine was often fermented automatically from bacteria to vinegar over time. Wine was drunk almost always diluted.

Vinegar served as a preservative in the American pioneer era as well as it was used for wound care because it has a disinfecting effect. When there was no cooling, more specifically, refrigerators in the home, you had to preverse fruits and vegetables in other ways. In Europe, they were cooked for jam. In America, Shrubs were used in the household.

Diluted with water, the shrub becomes a fruity-refreshing drink. Nowadays, this old refreshment drink is gaining in popularity and can now be found in well-stocked bars and restaurants. In addition to the use of Shrub as a cocktail ingredient, vinegar is often used as a substitute for citrus fruits. In the right dose, this may even be milder than lemon juice and does not soak up the drink as much as the spicy citric acid.

Pineapple, quince, raspberry, tangerine, apple, lemon, strawberry – yes even asparagus and wild garlic in addition to elderberry-bloom, lavender, tea or honey are mixed with vinegar and sugar. The imagination knows no limits.

Switchel

Switchel is apple cider vinegar and water mixed with ginger. Other tastes include honey and other sweeteners such as maple syrup, brown sugar or molasses. A dash of freshly squeezed lemon juice completes the drink. Switchel has already given American farmers from the late 17th century for cooling. That’s why the drink was also called Haymaker’s Punch, based on the hay harvest in the summer.