Sparkling Wine – von Cider bis Champagner

Vom Federweißen über Cider bis hin zu Champagner – Sparkling Wine

Der Begriff Sparkling bezeichnet üblicherweise nur Schaumweine und Champagner. Doch unter dem Begriff Sparkling habe ich alle Getränke zusammengefasst, wie den Federweißen, die mit Kohlendioxid angereichert sind.

  • Sekt Schaumwein Sparkling Frizzante Perlwein SektglasSturm, Sauser, Brauser, Federweißer – in Gärung befindlicher Jungwein.
  • Cider – Obst/Fruchtweine mit wenig Alkohol – typisches Beispiel Apfelcider.
  • aromatisierte (obst)weinhältige Getränke mit Kohlensäure. Typisches Beispiel mit Holunder, Minze oder Früchten „aromatisierte“ Getränke.
  • Perlwein,Frizzante, Schaumwein. Die Kohlensäurezugabe erfolgt dosiert bei der Abfüllung.
  • Schaumwein, Sekt, Champagner. Die Kohlensäure entsteht bei der Flaschengärung. Ein teures, aufwändiges Verfahren.
  • Sparkling Ice Wine. Nur in den USA und Kanada erhältlich. Eiswein dient als Basis für Schaumwein.

Die einfachsten Getränke dieser Kategorie sind stürmende Moste und junge Weine wie der Federweiße. Die Kohlensäure, die im Getränk gelöst ist, entsteht durch die Gärung. Sie entweicht laufend aus dem Getränk bis das Stadium des Jungweines erreicht wird.

Die meisten perlenden Weine erhalten ihre Kohlensäure nachträglich. So werden die aromatisierten (obst)weinhältigen Getränke, der Cider und auch Frizzante erzeugt. Bei ihrer Abfüllung wird wie bei Bier, Mineralwasser und Limonade Kohlensäure zugesetzt.

Schaumwein, Sekt und Champagner entstehen in der Regel mittels zweiter Gärung. Dem Stillwein wird Sekthefe und eine Dosage aus gelöstem Zucker zugesetzt. Diese soll für eine Flaschengärung sorgen. Durch mehrmaliges Drehen und Lagerung am Rüttelpult wird die Hefe, die sich in der Flasche befindet, über mehrere Monate in Richtung Flaschenhals befördert. Anschließend wird die Sektflasche am Hals gekühlt und der Hefepfropfen abgeknallt. Das Verfahren ist zeitaufwändig und arbeitsintensiv.

Rechtlich wird bei kohlensäurehältigen Getränken wie Frizzante und Schaumweinen noch zwischen dem Kohlensäureüberdruck in bar unterschieden. Die Schaumweinsteuer fällt nur für Getränke an, die bei 20°C über 3 bar aufweisen. Sie sind mit einem typischen Sektkorken mit Agraffe (Drahtbügel) verschlossen.

Sehr kritisch ist zu sehen, dass seit Einführung der Steuer (etwa 1 Euro/Flasche) ein Ausweichen auf Frizzante und Perlweine begonnen hat. Diese Getränke werden wegen des geringeren Kohlensäuregehalts steuerlich nicht erfasst.

Honigwein – Met

Met – Honigwein und Hochzeiten

The Honeymoon Wine – früher wurde zu Hochzeiten stets Met getrunken, daher auch der Ausdruck Honeymoon.

Klassischer Honigwein besteht aus Honig und Wasser, genaugenommen 1 Teil Honig auf 2 Teile Wasser. Weitere geschmacksgebende oder färbende Zutaten dürfen hinzukommen, seien es Kräuter, Gewürze oder Fruchtsäfte solange das Mischungsverhältnis beibehalten wird.

Im Gegensatz zu anderen Weinen und weinähnlichen Getränken fällt Honigwein in Österreich nicht ins Wein- sondern ins Lebensmittelgesetz. Honigweine müssen einen Alkoholgehalt von zumindest 12%Vol. aufweisen. Selbst unter Verwendung von Honigtauhonigen ist es unter Einhaltung der Gesetzesvorgabe schwer bis unmöglich einen trockenen Met zu erhalten. Die einzige Möglichkeit wäre, dass dieser über einen sehr hohen Alkoholgehalt von ca. 16%Vol. verfügt.

Honigwein Met HonigHonigwein oder auch Met genannt, ist eines der ältesten alkoholischen Getränke. Was die Herstellung so kompliziert macht ist der langsame Gärverlauf. Aufgelöster Honig bietet wenig Trübstoffe woran sich Hefezellen anheften können. In der Konzentration von 1 Teil Honig zu 2 Teilen Wasser ist die Gärung durch den hohen osmotischen Stress verzögert. Dadurch gärt Met lange, über mehrere Monate. Das zweite Problem sind meist fehlende Spurenelemente, Phosphor und Stickstoff um die Gärung in Gang zu halten. Man verringert das Problem durch Zugabe von Apfelabrieb oder Fruchtsaft um die Trübstoffe zu erhöhen und fügt Hefenährsalze hinzu. Auch die Zugabe von Genusssäuren zur Erhöhung der Gesamtsäure ist ratsam. Ein weiterer Faktor ist, dass Honig in der Regel teuer ist was die gewerbliche Herstellung zusätzlich erschwert.

Laut Lebensmittelkodex darf nur Honig, welcher laut Definition der Honigverordnung hinsichtlich Zucker- und Wassergehalt entspricht, zur Weiterverarbeitung zu Met verwendet werden. Problemhonige, Melizitosehonig oder bereits zu gären begonnener Honig sowie Reste aus der Imkerei wie Auskochen von Deckelwachs dürften nicht zur gewerblichen Herstellung von Met herangezogen werden, weil es sich genaugenommen nicht um verkehrsfähigen Honig laut Verordnung handelt. Es darf lediglich Backhonig daraus hergestellt werden, welcher nicht als Honig laut VO gilt und nur zur industriellen Weiterverarbeitung „zum Kochen und Backen“ geeignet ist.

Wie verwendet man Honigwein in der Küche? Welche Speisen würde ich dazu empfehlen? Lest es nach: Honigwein als Speisenbegleitung.

HonigHeutzutage werden Honigweine nicht nur klassisch vergoren, sondern es kommen auch neuere Technologien zum Einsatz, zumindest in den USA.

Die Kontinuierliche Fermentation in einem Säulenreaktor sei hier erwähnt. Das pasteurisierte Substrat (Honig-Wasser-Gemisch) wird mittels Quetschpumpe durch eine Säule gepumpt. Die Hefe wahlweise auch Enzyme sind an einem Trägermaterial immobilisiert und die Stoffumwandlung vollzieht sich beim Durchfließen der Säule bzw. der Säulen.

Hier ein Beispiel bei Maine Mead Works wie dies im Small Batch Betrieb umgesetzt wurde. Die Produktionsdauer wird dadurch im Vergleich zur klassischen Batch oder Fed Batch Herstellung deutlich verkürzt.

Der englische Artikel aus der Rubrik Around the World: Mead

Aperitif

Der Umtrunk der vor dem Essen gereicht wird – ein kleiner Aperitif

Man kennt eigentlich nur Sekt und Sekt Orange als Umtrunk vor dem Essen. Doch ein Aperitif ist weit mehr als das.

Ein kleiner Aperitif wird üblicherweise mindestens 1 Stunde vor dem eigentlichen Essen gereicht. Man nimmt sich ausreichend Zeit für ihn. Das ist die oberste Regel. Denn der Appetit soll dadurch erst so richtig angeregt werden.

Aperitif BitterlikörMan wählt den Aperitif immer mit Bedacht aus. Man stimmt die Speisenfolge, die Auswahl der Gänge und die Weinbegleitung aufeinander ab.

Zu einer deftigen Jause wählt man einen anderen Aperitif als zu einem Delikatessenbuffet oder einem 4-Gänge Dinner. Ein Aperitif ist kein Getränk, das man vor dem ersten Gang schnell runterschüttet. Der Umtrunk dient keineswegs dazu sich schon vor dem Essen betrunken zu machen. Halten Sie deshalb ausreichend Zeit bis zum ersten Gang ein und genießen Sie den Aperitif.

Es gibt vier Aperitif Grundarten:

  • Bittergetränke
  • Weine und Schaumweine
  • Cocktails
  • mit Wasser oder Eis verdünnte harte Drinks

Ein klassischer Aperitif ist:

  1. eher trocken und nicht allzu süß
  2. hat wenig Säure aber dafür relativ hohen Alkoholgehalt zwischen 15% und 20%Vol.

Typisches Beispiel für einen Aperitif ist ein nussiger, oxidierter Sherry. Dazu lassen sich natürlich bereits kleine Snacks wie Oliven und Nüsse reichen. Auch Amuse gueule sind als Gaumenschmeichler geeignet.

Aber Vorsicht: Die Gäste sollen Appetit bekommen! Keineswegs sollen sie schon vom Naschen der Appetithäppchen satt werden.

Ein Champagner eignet sich ebenfalls gut als Aperitif. Denken Sie an einen Kir Royal. Es eignet sich hierzu jeder Schaumwein mit Cassis, dem Likör aus schwarzen Johannisbeeren.

Citrusliköre, Anisliköre und Bitterliköre sind ideale Aperitifs. Durch die Bitterstoffe wird die Verdauung angeregt. Mit Bitterlikören kann man eigentlich nichts falsch machen. Sie eignen sich hervorragend als Aperitif.

Man denke auch an Wermut bzw. Vermouth. Ebenfalls ein gutes Beispiel als Getränk vor dem Essen. Wählt man Cocktails als Aperitif sollte man bei Klassikern bleiben. Martini oder Manhattan seien hier erwähnt.

Mexikanischer Tequila eignet sich ebenso. Aber es sollte anschließend kein Dinner mit edlen Weinen geplant sein. Wählen Sie diese Art von Getränk eher für einen rustikalen Anlass. Dieser Liste lassen sich natürlich noch andere Beispiele hinzufügen. Im Sommer darf es auch ein Caipirinha sein.

Heutzutage ist man von der Aperitif-Kultur eher abgekommen. Die Zeit hat sich geändert und kaum wer möchte schon eine Stunde vor dem Essen zu trinken beginnen. Gerade bei festlicheren Gelegenheiten sollte man sich aber wieder darauf zurückbesinnen. Die appetitanregende Wirkung kann sich bei mehrgängigen Menüs durchaus lohnen. Den Aperitif in stilvoller Art zu präsentieren ist eine zusätzliche Bereicherung für ein gelungenes Menü.

Lesen Sie mehr über Dessertweine zum Nachtisch und verstärkte Weine, wie Portwein, die nach dem Essen gereicht werden.

Verstärkte Weine: After Dinner Wines

Mit Alkohol verstärkte Dessertweine

Als After Dinner Wines werden alle Arten von verstärkten und mit Alkohol aufgespriteten Weine bezeichnet.

Diese Dessertweine werden auch Likörweine genannt, da diese aus Wein und Zugabe von Alkohol bestehen.

  • Sherry, Madeira, Malaga und Portwein.
  • Vin Santo, Marsala, Zibibbo.
  • Samos, Maphrodaphne.
  • Banyuls, Vin doux Naturel, Vin de Liqeur, Mistela.

Üblicherweise reichen die Alkoholgehalte von 15-22%Vol. Die Herstellung lässt sich auch mittels Weinhefe bewerkstelligen, da diese bis zu 17%Vol. Alkohol erzeugen kann. Von Spirituosen spricht man etwa ab 15,0%Vol.

Die Trauben müssen schon vor dem Gärungsbeginn den Zucker selbst mitbringen. Durch den hohen osmotischen Druck und den während der Gärung gebildeten Alkohol in Kombination mit meist höheren Temperaturen in südlichen Ländern werden diese Werte selten erreicht. Manche Trauben werden vor der Verarbeitung sogar noch getrocknet und teilrosiniert.

Die Herstellung erfolgt durch Zugabe von Alkohol:

  • zum Saft (Mistela)
  • zum gärenden Most einer bestimmten Gradation (Portwein)
  • zum fertigen, trockenen Wein (Sherry).

Der Ausbau erfolgt in Tanks, Fässern oder Glasballons. Bei manchen Produkten ist eine leichte Oxidation erwünscht (Madeira) und die Lagerung erfolgt bei höheren Temperaturen zwischen 40° und 70°C (Baking-Prozess). Bei der spanischen Rancio Methode werden Weine bestimmter Anbaugebiete bei höherer Temperatur und oxidativ gelagert.

Der Verschnitt mit älteren, gereifteren Jahrgängen ist ebenfalls üblich (Solera System).

Früher wurde das ALikörwein verstärkter Wein Schokoladepralinenufspriten aus Haltbarkeitsgründen gemacht. Diese Weine hatten lange Schiffsreisen zu überstehen und sollten vorwiegend in England heil ankommen. Daher auch die Sherry Tradition in Großbritannien.

Getränke über 15%Vol. gelten mikrobiologisch als stabil und sind mit Likören vergleichbar.

Das Aufspriten von Obst- und Fruchtweinen ist möglich als auch üblich. Der Übergang von Fruchtwein zu Fruchtlikör ist fließend.

In Europa sind vereinzelt Produkte dieser Herstellungsart zu finden. So trifft man etwa in der Normandie in Frankreich auf Pommeau. Ein Cider, der mit Apfelbrand verstärkt wird. In Skandinavien kennt man verstärkte Kirschweine. In den USA findet man ebenfalls Cherry Portwine, Blueberry und Elderberry Port wine.

Erfolgt das Aufspriten nach der alkoholischen Gärung, so sind auch trockene Dessertweine produzierbar. Wie etwa Sherry Fino, der gerne als Aperitif genutzt wird.

Auflösung der Umfrage: Worin unterscheiden sich Fruchtdessertweine von Fruchtweinen?

Sind Dessertweine so richtig süss oder zeichnen sie sich durch einen höheren Alkoholgehalt aus und erinnern mehr an Likör als an Wein?
Richtig ist: Fruchtdessertweine sind Fruchtweine mit zumindest 13%Vol. und höchstens 22%Vol.. Dessertweine können auch trocken sein. Also ohne Restzucker.
Dass Dessertwein süss sein muss ist ein absoluter Irrglaube. Man denke hier an Sherry, dieser ist oft ebenfalls trocken. Es stimmt aber, dass die meisten Dessertweine süss ausgebaut sind. Doch warum ist das so?
Dessertweine werden auch gerne als Likörweine, Süßweine oder Südweine bezeichnet. Die klassischen Hersteller sind Portugal (Portwein, Madeira), Spanien (Sherry, Malaga), Italien (Marsala, Zibibbo, Vin Santo), Frankreich (Banyuls), Ungarn (Tokaji), Griechenland (Samos, Maphrodaphne), Österreich/Deutschland (Trockenbeerenauslese, Eiswein, durch Gärung meistens nicht über 10%Vol.).
All diese Dessertweine sind aus Trauben. Die Traube verändert ihre Zusammensetzung und ihr Aroma während ihrer Reife immens. So etwa bildet sie sehr viel Zucker, der von Hefen irgendwann nicht mehr vergoren werden kann. Der Wein bleibt zwangsläufig süss.
Die Herstellung kann durch getrocknete Trauben, konzentrierten Most oder durch Zugabe von Alkohol zum Most oder zum fertigen Grundwein erfolgen. Letzteres ist etwa bei Sherry der Fall. Hier werden trocken ausgebaute Weine für die Dessertwein-Veredelung verwendet und zusätzlich mit Alkohol verstärkt. Manche Sorten erhalten zudem noch konzentrierten Most und bekommen dadurch Restüße und das Aroma nach sonnengereiften Rosinen.
Den meisten Dessertweinen ist außerdem eine besondere Lagerung gemein. Etwa Rancio Verfahren oder die Solera. Vintage Abfüllungen wie beim Portwein sind eher selten. Meistens handelt es sich um Verschnitte verschiedener Jahrgänge.
Aus Obstwein wird etwa Birnendessertwein erzeugt (trocken) oder in Frankreich Pommeau, also Apfelwein mit Calvados verstärkt. In den USA finden sich sogenannte Fruitports also aufgespritete Kirschweine oder Beerenweine. Bei uns findet man hingegen eher Fruchtsaftliköre. Die Produktion ist zwar ähnlich doch das Endprodukt besitzt einen anderen Charakter.
Ab 45g/l Restsüße müssen Weine als „süss“ bezeichnet werden. Aber durch die Fruchtsäure, die bei Fruchtweinen oft 2x-3x so hoch ist wie in Rotwein oder Weißwein, können solche Weine trotz der Angabe „süss“ meilenweit entfernt davon schmecken. Die Säure ist einfach zu dominant und lässt sich auch mit Restsüße nur bedingt zügeln.
Der Restzucker hilft aber dabei einen runderen Gesamteindruck zu erzeugen und das Aroma des Weines länger im Mund zu belassen. Es kann durchaus vorkommen, dass Fruchtweine mit 60-100g/l gerade erst rund und harmonisch schmecken ohne dass diese Restsüße zu stark in den Vordergrund tritt. Mancher mag es süßer, ein anderer möchte noch etwas pikante Säure wahrnehmen, hier hilft nur Verkosten.
Die Königsdisziplin ist es trockene Fruchtweine zu erzeugen. Niedrige Säure und viel Körper und Komplexität, dafür ist eigentlich nur die Traube bekannt. Es ist aber auch bei Fruchtweinen möglich. Die einfachsten trockenen Obstweine sind Apfelmost oder Birnenmost mit ihren 5-8%Vol..
Trockene Beerenweine sind schwer erhältlich. Die Erdbeere, Heidelbeere oder Holunderbeere würden sich dafür anbieten um nur einige zu nennen. Aber auch einige tropische Früchte ergeben ganz passable trockene Obstweine.

Dessertweine

Dessertweine sind nicht immer süße Weine, die zum Nachtisch gereicht werden

Wie der Name schon sagt werden süße Dessertweine zum Nachtisch eines Menüs gereicht und getrunken. Aber nicht alle Weine der Kategorie Dessertwein müssen immer süß sein.

Denken Sie an Sherry. Diesen reicht man neben dem Dessert auch gerne mal zum Aperitif. Dennoch möchte ich in diesem Beitrag näher auf klassische Dessertweine eingehen. Was sind Dessertweine im herkömmlichen Sinne? Steinobstwein Obstdessertwein, Weichselkuchen, SchwarzwälderkirschEs sind süße, saftige und vollmundige Weine. Üblicherweise mit animierender Säure. Die Säure verhindert, dass sie einseitig süß und pappig wirken. Der Alkohol entsteht aus Gärung und nicht durch Zusatz. Dies ist ein Unterscheidungsmerkmal zu Portwein oder Madeira. Dessertweine, die durch Alkoholzusatz hergestellt werden, nennt man Likörweine oder verstärkte Weine.

Zu den DesseDessertwein goldgelb mit weißen Pralinenrtweinen zählen auch botrytisierte Weine. Eisweine und spät gelesene Weine, in jeder erdenklichen Form. Wie eine Spätlese, Beerenauslese oder Trockenbeerenauslese sind dieser Kategorie zuzuordnen. Allen gemein ist, dass das Traubengut ein recht hohes Mostgewicht aufweist.

Der Alkoholgehalt erreicht in diesen Getränken rein rechnerisch an die 15-18%Vol. Allerdings wird dieser Wert in der Praxis durch den doch recht hohen Zuckergehalt nicht erreicht. Die Weinhefe wird bei der Gärung zunehmend durch den osmotischen Druck gehemmt.

Bei Eisweinen sind es meist nur 6-13%Vol. die entstehen können. Der restliche Fruchtzucker verbleibt als Restzucker im Wein. Bei Eisweinen sind Restzuckergehalte sogar bis 300g/l möglich.

Frucht- und Honigweine werden meistens als Dessertweine ausgebaut. Zumindest wenn es sich um die traditionelle Herstellung von Fruchtwein handelt. Gerade Honigweine werden mit entsprechend hohem Anteil an Blütenhonig vergoren. Sie sind wunderbar mit einer Spätlese oder Sauternes zu vergleichen. Im Menü sind sie genauso zu verwenden.

Hindberry Fruchtdessertweine fallen in die Kategorie Dessertwein. Dadurch eignen sie sich als Speisenbegleitung für Nachspeisen. Sie lassen sich mit Kuchen, Schokolade und Käse wunderbar kombinieren. Können aber auch als eigenständiges flüssiges Dessert genossen werden.

Dessertweine bieten sich etwa zum Tiramisu an. Wählen Sie einen Vin Santo, Moscato oder Vino Santo. Creme brulee oder mousse au chocolat sind ebenfalls gute Variationen. Mit Erdbeeren und Obst lässt sich Dessertwein ebenfalls gut kombinieren.

Dessertweine sind offen haltbar, zumindest haltbarer als Tischweine. Die meisten Empfehlungen lauten die Weine binnen 10 Tagen zu konsumieren. Im Kühlschrank sind sie gut lagerfähig, auch im Anbruch. Das Aroma wird aber mit der Zeit abflachen.

Social Wine – ein Glas Wein zwischendurch

Man trinkt Wein in guter Gesellschaft, aber was ist ein Social Wine?

Ananaswein Sonnenuntergang Ananas Social WineSocial Wines werden nicht wie sonst üblich als Essensbegleiter getrunken sondern ihrer selbst, zwischendurch.

Es gibt unzählige Tipps und Regeln welcher Wein zu welchem Essen passt, doch Social Wines kümmert das wenig.

Für mich sind das herrliche Picknickweine für den Sommer, die gut gekühlt in guter Gesellschaft getrunken werden sollten. Um einen Social Wine zu genießen, reichen kleine Snacks. Die Hauptattraktion ist schließlich der Wein.

Ein Social Wine

  • hat einen eher leichten Körper
  • ist in der Regel fruchtbetont
  • und verfügt über moderate Restsüße.

Anders ausgedrückt 9-11%Vol. Alkohol und zwischen 10g/l und 30g/l Restzucker. Es sind also halbtrockene bis liebliche Weine.

Die Süße reicht nichtErdbeerwein Social Wine Camembert Brie Marmelade aus um sie als Dessertweine einzustufen, ist aber deutlich höher als bei einem trockenen Tischwein.

Ihr Aroma sticht meist besonders hervor. Hinzu kommt in der Regel eine belebende Säure, die als Gegenpol der leichten Süße fungiert.

Social Wines sind also unkomplizierte Weine für zwischendurch oder in geselliger Runde, die man ihretwegen trinkt.

Wenn ich an Social Wines denke, denke ich an White Zinfandel, also Blush (Rose). Ich denke an halbtrockene deutsche Rieslinge mit moderatem Alkoholgehalt, die nach Aprikosen duften und an zart liebliche Gewürztraminer, die einen feinen Duft von Lychee verströmen.

Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Die Angabe, dass sich diese Weine nicht oder nur bedingt als Speisenbegleitung eignen ist nur bedingt richtig. Zu der feinen Süße und den zarten Aromen passen wunderbar pikante bis würzig-scharfe asiatische Gerichte.

Interessant am Thema Social Wine ist, dass die meisten Fruchtweine in dieser Kategorie vermarktet werden. Gelegenheiten Weine zu trinken nur des Weines wegen sind recht selten, doch es mag sie geben. In der Regel trinkt man sowieso was einem schmeckt und nicht was irgendwo empfohlen wird.

Welcher Wein zu welchem Essen passt, wird oft auch nur bedingt eingehalten weil sich die meisten Leute recht wenig darum kümmern. Es gibt auch gute trockene Rotweine und Weißweine, die als Abendbegleitung – ohne Speisen – wunderbar funktionieren. Es muss nicht unbedingt ein Social Wine sein.

Der Vorteil des Social Wines mag wohl seine Unkompliziertheit sein. Diese dürfte aber auch sein großer Nachteil sein. Er ist zwar mittendrin, gehört aber nirgends so wirklich dazu. Weder zum Hauptgang noch zur Nachspeise.

Hindberry Fruchtwein hat sich bislang bewusst dagegen entschieden dieses Segment zu bedienen. Wer es trocken mag ist damit recht unzufrieden und wer es vollmundig, süß und likörig mag, der auch.

Social Wine – der goldene Mittelweg? Oder doch nur ein Versuch es allen recht zu machen? Was ist Ihre Meinung?

In Deutschland hat man halbtrockene Weine perfektioniert. Bacchus oder Phönix sind zwei Rebsorten, die sich für diesen Stil besonders eignen. Eine frühe Reife, damit verbunden ein relativ hoher Säuregehalt und ein Aroma, das an Muskat, Maracuja und Passionsfrüchte erinnert.

Maracuja aufgeschnitten

Es ist quasi Pflicht eine gewisse Restsüße zu belassen sonst wäre der Weißwein zu sauer oder in manchen Fällen ganz einfach sehr flach und uninteressant. Hinzu kommt, dass das Aroma durch die Süße noch ein Stück weit mehr herausgekitzelt wird und länger am Gaumen des Genießers bleibt. Wer es fruchtig und mit einer Spur Restsüße mag, wird begeistert sein.

Weinkritiker sehen es wohl etwas anders. Als historisches Produkt dieser Entwicklung sei wohl die Liebfrauenmilch zu nennen. Es gibt im Bereich der Social Wines sicherlich auch erstklassige Qualitäten, doch der Nachteil an der Sache ist oft auch Image.

Ein Wein, der als unkompliziert gilt, weder Fisch noch Fleisch ist und sich idealerweise als Schoppen eignet, dürfte wenig Beachtung finden. Wer sich aber keine Gedanken darüber macht und gerne ein Glas fruchtigen, nicht zu süßen, spritzig pikanten Wein mag, hat sicherlich seine Freude daran.