Promille-Berechnung

Ich werde bei Verkostungen oft gefragt – Wieviel von deinem Fruchtwein darf ich trinken um noch Autofahren zu können?

Die erste Antwort dazu lautet immer – Don’t drink & drive!

Wer zu einer Verkostung kommt, dem sei empfohlen eine Person mitzunehmen, die das Fahren übernimmt. Alkohol hat nichts im Straßenverkehr verloren. In diesem Sinne seien Fahrgemeinschaften angeraten oder ein Taxi zu empfehlen.

Dennoch hab ich diese Frage genutzt um einen Post zu erstellen, der viele interessieren könnte. So pauschal lässt sich das nämlich nicht sagen. Aber sehen wir weiter

Promille = Alkohol [in gramm] : [kg in Körpergewicht * 0,7 (Faktor Knochen:Gewebe)]

ein Beispiel: Ein Mann mit 80kg Körpergewicht trinkt 1 Flasche Bier. Ein Bier enthält 500ml mit 5%Vol.

5%Vol entspricht 50ml reinen Alkohol pro Liter, ein halber Liter enthält damit 25ml Alkohol

Wir benötigen aber nicht ml sondern g – der Umrechnungsfaktor der Dichte von Alkohol beträgt 0,8 (genau 0,79…)

somit haben wir 25ml *0,8 = 20g Alkohol pro Flasche Bier mit 500ml und 5%Vol.

Promille = 20g: [80kg*0,7]

Promille = 0,357

Da diese Formel nur eine grobe Abschätzung darstellt, können die Promille-Werte mitunter stark abweichen. Weitere Faktoren die das Ergebnis beeinflussen sind Geschlecht, Alter, Größe, Mageninhalt, Körperfettgehalt und Konstitution. Der Verteilungsfaktor von 0,7 kann je nach Alter und Geschlecht zwischen 0,55 und 0,8 schwanken. Zudem wird der Alkohol nur zu 80-90% aufgenommen und nicht vollständig. Ein weiterer Faktor ist die Menge/Zeiteinheit, die getrunken wird. Man kann weiters mit einer stündlichen Abnahme von 0,1 Promille rechnen.

Die lethale Dosis von Alkohol wird allgemeinhin mit 3 Promille angegeben obwohl es auch hier offensichtlich Ausnahme nach oben zu geben scheint. Als grobe Abschätzung sind dies etwa 4 Liter Bier, 2 Liter Wein, 1 Liter Likör oder 0,5L Schnaps. Vergiftungserscheinungen treten schon viel früher auf. Sehr gefährlich sind demzufolge hochprozentige Getränke mit denen relativ wenig Volumen aber hohe Alkoholgehalte in kurzer Zeit aufgenommen werden können. Damit ist die Wirkung verzögert und Vergiftungen treten sehr schnell mit fatalen Folgen ein. Es ist dringend anzuraten Grenzwerte nicht auszureizen und Alkohol verantwortungsbewusst, nur als Genussmittel und in vernüftiger Dosis zu sich zu nehmen.

 

Wieviel Alkohol enthalten gängige Getränke?

Man sitzt beim Wirten oder im Restaurant und möchte wissen wieviel Alkohol in den Getränken drinnen ist. Da eine Umrechnung von %Vol auf ml und g aufwändig ist, hier eine Liste gängiger Getränke

4cl Schnaps, 38%Vol.  ~ 12g Alkohol

1/8L Wein, 12%Vol. ~ 12g Alkohol

0,33L Bier, 4,5%Vol. ~ 12g Alkohol

Es fällt auf, dass alle dieselbe Menge Alkohol enthalten obwohl oft angenommen wird, dass Schnaps oder Wein tendenziell mehr Alkohol enthalten würde als Bier. Eines dieser Getränke erhöht den Blutalkoholgehalt grob geschätzt um etwa 0,2 Promille. Die gängige Praxis – 1 kleines Bier im Restaurant wäre Ok. Mit einer Verweildauer von 2h könnte der Alkohol durchaus wieder abgebaut werden. Dennoch sollte man nie zu Alkohol greifen, wenn man sich wissentlich hinterher wieder ans Steuer eines Autos setzt.

Denkt man an gesellige Abende wo gerne mal 2-3 Flaschen Bier getrunken werden, kommt schon eine schöne Menge Alkohol zusammen. Das sind etwa 20g pro Flasche und Bier lässt sich leicht trinken. Hinzu kommen dann meist noch ein paar Schnapserln oder ein Likör wenn es mal wieder später wird und es summiert sich.

Übrigens kann am Morgen einer durchzechten Nacht, die zudem meist oft auch noch recht kurz sein kann, eine nicht unbeträchtliche Menge Restalkohol im Blut sein. Zwar nimmt der Promillegehalt pro Stunde um ca. 0,1 ab, allerdings kommen bei über 1 Promille schon mal gute 10 Stunden zusammen.

 

Daily Intake: Daily Maximum Drinks

Wieviel darf man täglich trinken? Da scheiden sich die Geister und die Angaben sind oft länderspezifisch unterschiedlich. In Österreich ist eine Standardportion mit 20g Alkohol angegeben und definiert. Täglich sollten nicht mehr als 2 Portionen konsumiert werden. Die Österreichische Empfehlung entspricht etwa der doppelten internationalen Dosis, die bei etwa 10g liegt.

Eine alte Faustregel besagte:

Frauen     20g – 40g Alkohol pro Tag

Männer   40g – 60g Alkohol pro Tag

sollten nicht überschritten werden. Neuere Erkenntnisse legen die Latte niedriger und beziffern die Menge für Männer mit 20g – 40g pro Tag. Üblicherweise sagt man, dass man 1 Glas Wein oder 2 Gläser Bier täglich nicht überschreiten und Tage ohne Alkoholkonsum einlegen sollte.

 

Wieviel Alkohol enthält Hindberry Fruchtwein?

250ml mit 14,5%Vol. enthalten etwa 30g Alkohol

Ich fülle aus verschiedenen Gründen nur in kleine Flaschen ab: Dies ist einer davon. Eine kleine Flasche, so klein sie auch wirken mag, ist ausreichend für 1-2 Personen, oft auch für 3-4 Personen wenn es sich wirklich nur um ein kleines Glas Fruchtwein zum Dessert handelt. Mit 30g ist eigentlich schon der Wert erreicht, den Frauen täglich nicht überschreiten sollten. Zudem habe ich durch langjährige Erfahrung herausgefunden, dass man mit größeren Flaschen weder dem Getränk noch den Konsumenten Gutes tut.

Befindet sich eine Standard 0,75L Flasche im Anbruch wird oft empfohlen diese binnen 3 Tagen oder binnen 10 Tagen auszutrinken, je nach Inhalt. Sogar Portweine, die man üblicherweise länger lagern kann und die relativ robust sind, sollten innerhalb von wenigen Wochen getrunken werden aber sicher nicht Monate oder Jahre herumstehen. Das Aroma kann durch längeres Lagern deutlich leiden. Wenn sie solche Flaschen nur zu Geburtstagen hervorholen und diese ständig im Anbruch sind und nie ausgetrunken werden, haben sie irgendwann keine Lust mehr darauf. Der Geschmack ist durch Oxidation einfach nicht mehr so frisch wie beim Öffnen. Trinken sie so eine Flasche zügig wie empfohlen, sind sie wahrscheinlich auch für längere Zeit davon geheilt.

So nun zur eigentlichen Frage

Wieviel von deinem Fruchtwein darf ich trinken um noch Autofahren zu können?

Bei einer gemütlichen Verkostung wo länger geplaudert wird und wo Leute 1-2 Stunden sitzen bleiben, werden üblicherweise 4 x 1/16L verschiedene Sorten gereicht. Das hängt immer davon ab wer kommt, wieviel die Verkoster probieren möchten und wie spendabel man gerade ist. Wenn es frischen stürmenden Fruchtwein gibt, kann durchaus schon mal mehr verkostet werden. Aber wir rechnen mal grob mit 1/4L und das entspricht einer Flasche

Promille = 30g/80kg*0,7 = 0,53

Hast du 80kg und verkostetst du, solltest du das Auto stehenlassen!

Selbst mit einem kleinen 1/16L Glas kann der Wert bereits 0,15 Promille betragen und ein Führerscheinneuling würde Probleme bekommen.

Bei Märkten mit viel Laufkundschaft biete ich üblicherweise Kostproben zu 20ml an. Nur um die Sorten unterscheiden zu können und einen kurzen geschmacklichen Eindruck zu vermitteln. So eine Kostprobe erhöht den Blutalkoholgehalt um etwa 0,05 und ist damit nicht weiter tragisch.

Weisst du, dass du etwas verkosten möchtest, dann nimm bitte eine weitere Person mit, die fährt!

aber ja ich kenne das Dilemma – oft hat ja auch der oder die Fahrerin das Problem kosten zu wollen oder zu müssen … „Da kost! Den musst du probieren!“ Da hilft dann wohl nur ein Sortiment mitzunehmen und gemütlich zu Hause zu verkosten. In diesem Sinne – Don’t drink & Drive!

  • Nutzen Sie das Himberger Gemeindetaxi (Haltestelle Feuerwehr Pellendorf, nur 2min. von uns weg)
  • Nutzen Sie normale Taxis, Uber etc.
  • Nutzen Sie Fahrgemeinschaften
  • Nutzen Sie das Hotel Radlinger für eine Übernachtung in Pellendorf (mal eine Nacht außer Haus ohne Kinder?) Oder sie sind bereits als Tourist oder Arbeiter im Hotel, dann schauen Sie vorbei, wenn Sie keine Pläne für den Abend haben
  • Nutzen Sie das Rad um vorbeizuschauen (ok – don’t drink & drive gilt leider auch für Räder!) auf der Strecke Himberg-Schwechat sollte ein Boxenstopp bei uns immer drin sein
  • Nutzen Sie Feuerwehrfeste oder den Kirtag in Pellendorf um auch bei uns reinzuschauen, wenn sie schon mal da sind
  • Nutzen Sie die Verkostung als Vorwand für einen ausgedehnten Spaziergang: Himberg-Lanzendorf-Zwölfaxing-Schwechat-Rauchenwarth alles ist in der Nähe und belohnen Sie sich bei uns mit einer Verkostung unserer Fruchtweine
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Pairing Wine & Cheese

A Quick and Easy Guide for your next cheese plate with family and friends

How many people will arrive?

Choose 5 different cheeses for up to 10 persons, 8 cheeses for up to 20 and 10 cheeses for up to 100 persons

Is your cheese plate a main dish (200g-250g/person) or a dessert (100-150g/person)?

Now you know how much cheese you need to purchase:

e.g. 4 Persons = ~1kg for a main dish or ~500g for a dessert


 What kind of Occasion – what kind of Beverage?

Sekt Schaumwein Sparkling Frizzante Perlwein SektglasIf you want to keep it simple – open a bottle of Sparkling Wine/Champagne – this one fits all!

Do you serve the cheese plate at breakfast – milk, tea and coffee is for you.

For a Ladies-Night choose lighter and fruitier wines, for a Smoker (social gathering for men) beer will be your choice.

For a Picknic use Wine Spritzer, Fruit Juice and Cider and for a Party you can consider Cocktails too.


What kind of cheese?

  • fresh cheese, cream cheese, cottage cheese, fresh goat cheese
  • mozzarella
  • soft white Cheese – Feta, goat cheese, white cheese
  • Soft Cheese – Camembert, Brie

Wine: use light and fruity White Wines and Rose Wines

dry Moscato or Sauvignon blanc and goat cheese; Pinot blanc or Chardonnay and Brie, Retsina or Grüner Veltliner and Feta; Riesling, Chenin Blanc, Pinot Grigio and Sparkling Wines work also very well with fresh and soft cheeses.


  • Red Smear – Muenster, Chaumes, Limburger, Reblochon, Romadur

Wine: use very fruity semi-sweet white Wines or a Late-Harvest but the better choice is Beer


  • Aged Cheese – Aged Cheddar, Mountain Cheese, Swiss Cheese, Gruyere, Havarti, Aurelia Stilleben Produktpräsentation Flasche Cheddar BirneAppenzeller

Wine: aged Cheeses are very versatile to pair with Wine. Medium bodied white Wines, Sparkling Wines and light to medium red Wines, try sweet Dessertwines like Port and Sherry


  • Hard Cheese – Parmesan, Pecorino

Wine: use aged white and red Wines but also Dessertwines like Port, Sherry or SauternesMorello Stilleben Produktpräsentation Blauschimmelkäse Schokolade Zwetschke Weichsel Dessertweinglasnd Flasche

  • Blue Cheese, Stilton, Gorgonzola

Wine: use Dessertwines like Port, Sherry, Banyuls, Tokaji, Ice Wine


add more sweet and salty side dishes:

Veggies (olives, peppers, onions, tomatoes, artichokes,…) but never use mixed pickles!

Fruits (can be fresh or dried: pears, figs, dates, grapes, cherries, apples, apricots….)

Nuts (fresh, roasted or candied: pistachios, pecans, walnuts, pumpkin seeds…)

or add some saltiness with salami and prosciutto.

Think about chutneys or mustards or sweet jams and jellies. I prever apricot or blueberry jam and quince jelly – these work well with Camembert and Brie. Or what about wine jelly? Be creative


How to arrange?

Käseplatte cheese plate Hindberry Fruchtwein

Start with the mildest Cheese (e.g. fresh cheese) at 6 o’clock on your plate and go clockwise from left to right. Starting with the mild cheeses and go on to harder and riper cheeses. Put triangles of cheese on the plate with the tip pointing outwards. Don’t cut or slice them too thin. Store at room temperature at least 1 hour before serving.

Serve different kinds of bread (white and brown) compatible to your cheese variety along sliced baguette, cheese sticks, and crackers.

You can also set out a separate knife for each cheese (which looks very nice and is smart too because you also should cut different cheeses with different knives to not contaminate them when you put them out of the fridge). Use a cheese harp for blue cheese, a pairing knife for firm cheese and a cheese plane for aged cheeses like Parmesan. They look great on your plate and make a nice Deko element. Last but not least you can also label each cheese. Toothpicks with Flags of origin (like France, Swiss or Italy e.g.) look nice too and your guests can read flavour descriptions or other informations about the cheese. You can also serve different Wines – think of a small wine tasting – with each cheese. Use small glasses and only put in a very small amount of wine just for enjoyment. Light fruity Whites to medium bodied White and Red wines to Port Wines – and make your Cheese Plate your Main Event at your next Party with Family and Friends!

But …. How-to-Fruitwines?

Deep Dark Stilleben Produktpräsentation Camembert Schokolade DessertweinglasOk Hindberry Fruchtwein is all about Fruitwine. As mentioned before fruit juice and apple cider work very well with a cheese plate. A dry crisp passionfruit wine is comparable to a Sauvignon blanc and works well with fresh cheese. A Kiwi or any other white non-grape wine is a good choice for Aged Cheeses and so are medium bodied Stone and Berry Wines. Many Fruitwines are on the semi-sweet to sweet side and work well with cheese and salty dishes. Fruitdessertwines work well with Aged, Hard and Blue Cheeses to keep it short and simple. You can find our own recommendation on the backlabel of our bottles and our Wines Site.

If you want to know more? Then read what Doninic Rivard wrote about this topic on his Blog dailyfruitwine.com

Let me tell you more about Pairing Wine & Chocolate?

Pairing Wine with Chocolate and Candy

Why are Wine & Chocolate not so good friends as you might think?

Himbeerwein mit Pralinen SchokoladeBecause chocolate is fat and fat numbs the taste buds. Remember chocolate kills subtile aromas so you need to pair it with a rubust and heavy wine. Wine and chocolate can be allies if you follow some easy rules:

  • The wine should be sweeter than the chocolate (or dessert without chocolate) otherwise the wine will taste bitter and sour. Sugar can overwhelm dry wines, so it’s wiser to use at least semisweet wines.

Erdbeerwein Social Wine Camembert Brie MarmeladeBut note (we’ve talked it over and it’s a suggestion from my brother-in-law): sometimes it’s not so bad to combine a sweet dessert with a dry wine. If you are not a sweet tooth and want to neutralize the sweetness (e.g. of a sticky strawberry jam) a light fizzy white or sparkling wine would do the trick. Otherwise the sweetness of the dessert and the sweetness of the wine add-up and the result will be too sweet for some people. Some people are looking for a counter-part and may not agree with the Sweet-dessert+Sweet-wine-Rule. Tastes are different and rules are only guidelines. Drink as you like and enjoy! Please comment and tell me your personal opinion on this topic!

  • The darker and/or full bodied the wine, the darker the chocolate. Pair white or milk chocolate with white dessert wines (Ice wines, Tokaji, Vin Santo, Late Harvest). Sparkling wines (Muscat, Asti, Champagne) are versatile and work well with nearly all kinds of chocolate and desserts. Heavy and fortified wines (Port, Sherry, Banyuls) work better with dark chocolate. Try caribbean rum and whiskey with dark chocolate too!

Some people don’t eat finest 70% Chocolate from Ecuador, Trinidad etc. They don’t like the bitter taste. They eat their chocolate in form of sweet candy bars and fancy chocolate beans without mentioning the well known brand names 😉 and of course gummi bears! I’ve found a nice and funny guide herehere and here.  There are people out there who like to pair their Halloween Candies with wine. Ok?! But let’s be fair, you can pair chocolate Easter Eggs with wine too! In case you need some suggestions….

Fruitwines pair well with fruit desserts and chocolate. You can find our own recommendation on the backlabel of our bottles and our Wines Site. Feel free to share favorite recipes with chocolate or fruit cakes, cupcakes, tartes and so on.

If you are from Austria and want some suggestions for tasty handmade chocolate and pralines:

Rohe Vegane Bio Schokolade

Sandras süße Konfektion

Please contact me if you produce chocolate in Austria too

Wine & Cheese pairing?  – follow my next post

Wie lagere ich meine Fruchtweine richtig?

  • Unsere Fruchtweine sind immer stehend zu lagern.
  • Ebenso ist eine kühle (10-15°C) und trockene Lagerung sinnvoll.

Haben Sie eine Geschenkbox bekommen, so sind die Flaschen alsbald zu entnehmen und stehend zu lagern, da die Geschenkbox lediglich zur unmittelbaren Übergabe an den zu Beschenkenden gedacht ist.

Wir werden erwägen in Zukunft weitere Hinweise dieser Art an unser Verpackungsmaterial anzubringen.

  • Unser Tipp: die Flaschen sofort aus der Box nehmen, gleich in den Kühlschrank stellen (sinnvoll wegen optimaler Trinktemperatur!) und konsumieren – denn aus den Augen aus dem Sinn!

Trinktemperatur

Ausschanktemperaturen diverser Getränke

Generell ist zu sagen, dass alkoholische Getränke immer unter Zimmertemperatur (im Idealfall unter 18°C) haben sollten. Wie sehr diese nun wirklich gekühlt sein sollten, kommt einerseits auf das Getränk selbst aber auch auf den persönlichen Geschmack an.

Die Trinktemperatur ganz genau einzuhalten wird oft schwierig sein und eine Kompromisslösung darstellen. Natürlich gibt es temperierte Weinschränke und Flaschenthermometer, aber wer misst schon genau nach oder trinkt ein Getränk nicht mehr nur weil es um 1-2°C nicht die optimale Trinktemperatur aufweist?

Eine grobe Richtlinie soll die nachfolgende Liste bieten:


Eiskalt – 0°C: Aquavit, Vodka, Kümmel, Korn, Citruslikör

4-6°C: Champagner

6-8°C: Branntwein (Arrak), Bowlen, Säfte

8-10°C: Bier

10-12°C: Sekt, Schaumwein, Dessertweine/Süßweine (z.b. Eiswein, Tokajer), Edelbrände, Weinbrand, Liköre

6-12°C: leichte, säurebetonte und feinherbe Weißweine; Roseweine

12-14°C: leichte Rotweine, Roseweine

14-16°C: kräftige, schwere Weißweine; Kräuterliköre, Magenbitter, Rotweine generell

16-18°C: Südweine (Port, Sherry, Marsala, Malaga, Madeira), schwere Rotweine

18-22°C: sehr alte Rotweine; Cognac; Spirituosen wie Rum, Whisky

(Ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit)


Wo sind nun Fruchtweine und Fruchtdessertweine anzusiedeln?

Ganz klar im Bereich von 8° bis 18°C wie die meisten Weine. Je nach Inhaltsstoffen wie Zucker, Säure, Gerbstoff und Alkoholgehalt und ihrer Herstellung – still, prickelnd oder aufgespritet – können diese wiederum in andere Kategorien eingeteilt werden, ganz ähnlich Weiß-, Rot- und Südwein.

Bei Apfelwein sind es ca. 10-14°C. Leichte süße Fruchtweine würde ich ebenfalls in diesem Bereich ansiedeln. Prickelnde Fruchtweine lehnt man an Sekt/Schaumwein an. Fruchtdessertweine vergleicht man entweder mit gut gekühlten Süßweinen und Likören oder nimmt sich Port, Sherry und Co. als Vorbild und serviert nur leicht unter Zimmertemperatur. Die Flaschenetikette gibt hier meist gute Empfehlungen ab.

Ist die richtige Trinktemperatur wichtig?

Ja und Nein. Nein, weil es unpraktikabel ist sich ganz genau an einen engen Bereich einer optimalen Trinktemperatur zu halten. Man sollte diese Empfehlung nicht zu eng sehen. Es gibt allerdings einige Faktoren, die durchaus für das Einhalten dieser Werte sprechen.

Zu kalt serviert können manche Getränke sehr verschlossen schmecken und duften. Zu warm können sie wiederum zu alkohollastig und unrund wirken. Bei filigranen Getränken mit zarten Aromen oder wenn diese sehr säurelastig sind, ist eine eher kühle Trinktemperatur zu empfehlen. Bei schwereren Getränken sind immer etwas höhere Serviertemperaturen angezeigt, allerdings sollten diese auch hier unter Raumtemperatur liegen.

Das richtige Glas spielt hier dann noch zusätzlich eine Rolle. Das falsche Glas und die falsche Trinktemperatur sind natürlich eine fatale Kombination. Diese können den Trinkgenuss komplett ruinieren. Können…. müssen nicht. Viele kleine Fehler werden oft toleriert und akzeptiert, am Ende bleibt der persönliche Eindruck und dieser zählt.

Aber bedenken Sie auch, dass die Körpertemperatur ein Glas, das man vollflächig in der Hand hält, sehr schnell anwärmen kann und damit auch den Inhalt. Daher immer am Stiel greifen oder falls der Wein zu kalt ist das Glas leicht mit den Händen anwärmen. Warme Temperaturen im Sommer oder in gut geheizten Räumen im Winter, lassen die optimale Trinktemperatur schnell schwinden und ein Schaumwein oder Weißwein, der länger am Tisch steht, verliert rasch seinen Charme.

Tipp: kälter servieren als die optimale Trinktemperatur, da sich das Getränk beim Einschenken ins Glas und einem kurzen Stehenlassen vor dem Genuss auch wieder erwärmt und die Flasche gleich wieder einkühlen und nicht zu lange ungekühlt stehenlassen

Heißgetränke

natürlich lassen sich viele Getränke auch erwärmt bis heiß gut trinken. Glühwein, Punsch, Kakao mit Rum oder auch mal ein Fruchtdessertwein, subtile Aromen brauchen Sie dann aber nicht mehr erwarten. Für Glühwein gilt: nicht kochen, sondern nur leicht erhitzen auf ca. 60°C, so bleibt der Alkohol und das Aroma erhalten und Gewürze nur kurz ziehen lassen und anschließend entfernen

 

 

Das richtige Glas

Um Fruchtwein zu genießen wählen Sie am besten ein 23cl Degustationsglas.

Standard-Degustationsglas

Dieses sieht in der bekannten Tulpenform aus wie ein kleines Weißweinglas und verfügt über einen Inhalt zwischen 21cl und 23cl. Das sind die Gläser, die einem Weintrinker zu klein sind und er beim Einkauf lieber zu voluminöseren Gläsern greift, die besser aussehen und fülliger wirken. Neben der weiterhin ungelösten Frage – welches Glas nun zu welchem Wein?

Gläser Schoppenglas Grappaglas Degustationsglas Rotweinglas

(Bild links nach rechts: Schoppen, Grappaglas, Degustationsglas, Rotweinglas)

Da bekanntlich jeder Wein in jedem Glas anders schmecken kann – abhänig von Luftvolumen und Oberfläche des Glases ist zu empfehlen alle Weine, egal ob Weißwein, Rotwein oder Portwein in einem Degustationsglas zu verkosten.

Es wird nur ca. 1/3 befüllt, das entspricht ca. 1/16L Wein also ein halbes Achterl voll. So kann sich das Aroma am besten entfalten. Also quasi nur ein Glas für alle Weine und dieses Glas muss gar nicht so teuer und pompös sein wie ihre riesigen Rotweingläser für festliche Tafeln. Aber Bitte verwenden sie für Verkostungen niemals Römergläser – diese sind für den Genuss von Wein und Weinaromen gänzlich ungeeignet.

Kein Weißwein und auch kein Rotweinglas bei Fruchtdessertwein

Besonders die vollaromatischen Fruchtdessertweine mit ihrem hohen Alkholgehalt sind für Gläser mit großem Volumen eher ungeeignet. Fruchtweine verfügen über kräftigere Aromen als die meisten Traubenweine. Hier sind geringe Verkostungsmengen also ca. 1/16L und 23cl Degustationsgläser die richtige Wahl. Die nächstbessere Wahl sind Likör- oder Grappagläser. Sehr gereifte Fruchtdessertweine sind auch für einen Cognacschwenker geeignet. Wählen Sie bei Fruchtdessertweinen eher Gläser, die sie auch für Eiswein, Likör, Sherry oder Port wählen würden und lassen Sie die anderen Weingläser im Schrank.

Welches Glas verwende ich für Fruchtwein generell

Eine schwierige Frage, denn Fruchtwein ist nicht Fruchtwein.

Wenn wir von Most und Apfelwein reden, schwören die Deutschen auf das Gerippte. Es eignet sich für trinkanimierende, fruchtige, leichte Obstweine meist immer ein Schoppenglas. Jedes Wasserglas das bis zu 0,5L misst, kann hierfür gute Dienste leisten. Einfache Apfel- und Birnenweine sind eher in der Kategorie „Durstlöscher“ angesiedelt.

Entsprechend dem oben Erwähnten, lassen sich sehr viele Weine auch ganz gut in Wassergläsern mit großem Inhalt verkosten, vorausgesetzt man füllt nur wenige Milliliter bis zu 1/16L hinein und schwenkt großzügig damit sich der Wein an der Glaswand verteilt und sein Aroma freigibt, entsprechende Höhe der Glaswand vorausgesetzt. Das ist eine brachiale Methode wenn gerade kein passendes Weinglas zur Hand ist, erfüllt aber seine Dienste.

Klassische Fruchtweine mit bis zu 10%Vol., die unkomplizierten Trinkgenuss versprechen, handelsüblich meist halbtrocken oder süss ausgebaut sind, lassen sich wahlweise aus jedem beliebigen Glas trinken.

Gut gekühlt aus einem Weinglas oder auch aus einem Schoppen bei einer Gartenparty. Pur oder gespritzt, mit Kohlensäure oder ohne. Cider wird ohnehin gerne aus der Flasche getrunken, ganz ohne Glas.

Für Frizzante und Frucht-Schaumweine sind Sektgläser immer die erste Wahl, niemals eine Champagnerschale.

Haben Sie die seltene Möglichkeit trockene Fruchtweine zu verkosten, greifen sie zuerst zum Degustationsglas. Wahlweise bei hellen Fruchtweinen zum Weißwein- und bei dunklen zum Rotweinglas. Dies aber nur mit Vorbehalt.

Da Fruchtweine nicht so einfach zu klassifizieren sind wie Weißwein und Rotwein, sondern mehr in die Kategorie Rotwein und Orangewine (Weißweintrauben an der Maische wie Rotwein vergoren) fallen, sind generelle Empfehlungen bei Fruchtwein schwierig. Es kommt auf die Obstart und die Verarbeitung an.

Mit einem Schoppen für leichte Getränke, mit einem Sektglas für Sprudelndes, einem Degustationsglas für Tischweine und einem Grappaglas für Dessertweine, Liköre und Spirituosen sind sie meist immer auf der richtigen Seite

 

 

 

 

Haltbarkeit von Wein und Fruchtwein

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Wie lange ist Wein oder Fruchtwein haltbar?

laut WKO:
Bei Lebensmitteln wie frischem Obst und Gemüse, Essig, Speisesalz, Zucker, Getränken mit einem Alkoholgehalt von 10 oder mehr Volumenprozent ist die Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums nicht erforderlich.

Es kommt darauf an….

Klassische, handelsübliche Weine mit ihren 12,5%Vol. sind bedingt haltbar. In der Regel geht die größte Gefahr für Weine von Bakterien aus. Diese lassen sich aber relativ gut mittels Zugabe von Sulfiten inaktivieren. Der Alkoholgehalt ist gerade noch in einem Bereich wo Essigsäurebakterien aktiv werden könnten, sofern der Wein Luftsauerstoff ausgesetzt ist. Diese sauerstoffliebenden Bakterien können noch Weine mit bis zu 13%Vol. befallen.

Ein niedriger Säuregehalt wie auch ein moderater Restzuckergehalt sind ebenfalls Risikofaktoren.

Ein Restrisiko, das dann noch bleibt, bezieht sich eher auf Produktfehler wie undichte Verschlüsse oder eingeschleppte Mikroorganismen bei der Abfüllung. Besonders restsüße Weine können hier zum Problem werden, wenn der Alkoholgehalt noch moderat ist und der Zuckerrest eine verspätete Hefeaktivität auf der Flasche anregen könnte. Ein leichtes Moussieren bis hin zum Glasbruch und Platzen von Flaschen wären die Folgen. Um dies zu verhindern wären Sterilfiltration, Zugabe von Kaliumsorbat/Kaliumbenzoat oder Pasteurisation/Heißfüllung Möglichkeiten halbtrockene Weine herzustellen.

Den Grenzbereich hin zur Haltbarkeit und mikrobiellen Stabilität beschreibt Wilhelm Flitsch in seinem Buch „Wein – verstehen und genießen“ als Delle Unit. Diese Formel beinhaltet Alkoholgehalt und Restzucker, die sich gegenseitig beeinflussen oder auch nur für sich alleine betrachtet zu haltbaren Lebensmitteln führen.

Beispiele für haltbare Lebensmittel wären Honig und Spirituosen. Ist der Wassergehalt im Honig zu hoch kann dieser ungewollt zu gären beginnen und ist durch Mikroorganismen wieder verwertbar.

Die Haltbarkeit von Wein ist erst beim Übergang zu Spirituosen, also Likören, gegeben. Dieser Zusammenhang von Alkoholgehalt und Restzucker wie er durch den Delle Unit beschrieben wird, geht in der rechtlichen Definition von Likören auf. Diese verfügen mindestens über 15%Vol. und über mindestens 100g/l Restzucker. Solche Produkte sind mikrobiologisch stabil. Produkte, die nur knapp an diese Werte heranreichen sind mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit stabil.

Man erinnere sich, dass Eierliköre sogar einen geforderten Alkoholgehalt von nur 14%Vol. aufweisen müssen. Persönlich sehe ich es aber gerade bei Eiern als tierisches, protein- und fetthaltiges Lebensmittel als relativ riskant an, den Alkoholgehalt im Likör so niedrig zu wählen.

Bei Weinen kommen zudem noch weitere Hürden hinzu. Diese betreffen vorallem einen hohen Säuregehalt und ein Fehlen von hefeverfügbaren Nährstoffen am Ende der Gärung. Sulfite, Filtrationen und optionale Zugabe von Konservierungsmitteln oder auch die Zugabe von Spirituosen können haltbarkeitsverlängernd wirken (Sherry, Portwein).

Generell kann man sagen, dass Getränke mit ca. 15%Vol. unbegrenzt haltbar sind, zumindest was die mikrobiellen Gefahren betrifft. Ein Produktverderb durch Essigsäurebakterien kann ausgeschlossen werden. Allerdings könnten sich als Restrisiko theoretisch noch osmophile und filmbildende Heferassen (Sherry) an der Oberfläche bilden. Ein Produktverderb kann aber weitgehend ausgeschlossen werden.

Haltbarkeit = Lagerfähigkeit?

Es gibt einige Faustregeln wie lange Weine lagerfähig sind. Mit „lagerfähig“ bezeichnet man eher den Genusswert. Auch wenn ein Getränk scheußlich schmeckt weil das Aroma total verändert ist und die Farbe bei dunklen Weinen plötzlich hell ist und bei hellen dunkel, wenn sich keinerlei mikrobielle Fehler wie ein Essigstich eingeschlichen haben, kann man noch von einer Haltbarkeit sprechen.

Allerdings spricht man dann eher von gereift bis zu überlagert oder tot. Es gibt Liebhaber von Weinen, die ihren Höhepunkt überschritten haben, ölig und stark oxidativ schmecken. Es ist wie vieles eine Geschmacksfrage und eine Philosophie.

Generell kann man sagen, dass Supermarktweine sofort trinkfähig sind und nicht mehr gelagert werden brauchen. Weißweine und Roseweine sind ab Füllung (bzw. Produktionsjahr) ca. 1-2 Jahre mit guter geschmacklicher Qualität genießbar. Es hängt natürlich von Herkunft, Jahrgang, Rebsorte und Vinifikation ab. Fruchtige Bukettsorten sollten alsbald konsumiert werden, lieber früher als später. Das Aroma ist sehr oxidationsanfällig.

Bei Rotweinen ist es ähnlich. Ganz besonders leichte und einfache sind 2-3 Jahre lagerfähig, schwere Weine gute 5 Jahre. Nur besondere Rebsorten und sehr tanninreiche Rotweine, die unbedingt längere Lagerung erfordern, sind erst nach einer gewissen Flaschenreife mit Genuss trinkfähig, sonst wären sie zu bitter und noch zugeknöpft.

Je länger die Lagerung, desto eher könnte sich natürlich auch wieder ein Korkfehler bemerkbar machen oder der Korken gegen einen neueren ausgetauscht werden müssen. Ein Korkfehler zählt nicht als Reklamationsgrund, obwohl dieser den Weingenuss komplett zerstören kann. Ein guter Weinhändler wird allerdings bemüht sein einen fehlerhaften Wein auszutauschen.

Ein Schaumwein bietet nur ca. 1-2 Jahre lang Genuss. Dann lässt der Druck nach, weil das CO2 langsam durch den Verschluss diffundiert und irgendwann zischt es dann nicht mal mehr beim Öffnen und der Genuss ist völlig dahin. Besonders ärgerlich, wer guten, teuren Champagner für eine besondere Gelegenheit auf Lager hat.

In erster Linie leidet bei Wein das Aroma bei zu langer Lagerung und in weiterer Folge die Farbe.

Bei klassischen Weinen sind diese ungeschriebenen Regeln oftmals bekannt. Bei ungewöhnlichen Getränken wie Frucht- und Honigweinen, Fruchtdessertweinen, Likören und dergleichen gibt es oft keine Anhaltspunkte. Zu erwähnen wäre, dass es Früchte mit sehr oxidationsanfälligen Aromen gibt, somit kurzem Zeitfenster von optimalem Genuss und wiederum andere, die erst reifen müssen wie bei Rotwein oder robuste Aromen aufweisen.

Um diese Unsicherheit hinsichtlich Aroma zu umgehen, werden Liköre bekanntlich auch gerne mit Aromen versetzt um über lange Jahre hinweg geschmacklich unverändert zu bleiben.

Mindesthaltbarkeitsdatum

Nur bei Bier und Getränken, die weniger als 10%Vol. aufweisen, ist dieses vorgeschrieben.

Anstelle des Mindesthaltbarkeitsdatums sollte bei Weinen und vergleichbaren Getränken über 10%Vol. ein optimaler Genusszeitraum angegeben werden.

Jeder Hersteller, der sein Produkt kennt, weiß in welchem Zeitraum dieses den optimalen Genusswert bietet. Wo Erfahrungswerte fehlen, ließe sich dies auch näherungsweise abschätzen. Bekanntlich werden die meisten Weine eher zu warm und unsachgemäß gelagert. Wer Wein dann immer noch zu lange lagert ist selbst schuld, wenn das Ergebnis nicht mehr überzeugt.

Wie lange ist der optimale Genusszeitraum von Hindberry Fruchtwein?

Wirklich überzeugenden Genuss kann ich bis zu einem Jahr nach Abfüllung garantieren. Alle Füllungen mit 2016 sind bis Ende 2017 auf jeden Fall gut genießbar. Wenn ihnen das gereifte Aroma mehr zusagt, sollten sie noch ein paar Jahre warten.

Fruchtweine werden generell für den alsbaldigen Konsum produziert und bewegen sich im Zeitfenster von Weißwein mit 1-2 Jahren. Gewisse Früchte sind aber auch für längere Lagerung gut geeignet. Dies sind besonders dunkles Steinobst und vorallem dunkle Beeren. Hier sind Lagerungen von 3-5 Jahren sicherlich akzeptabel.

Bei der Herstellung von meinen Fruchtdessertweinen wurde dahingehend Rücksicht genommen und es wurden Früchte in die Assemblagen genommen, die über Gerbstoffe verfügen, welche für längere Lagerung hilfreich sind.

Ich habe schon Fruchtweine gemacht, privat, die durchaus bis zu 10 Jahre gut genießbar waren. Aber das ist natürlich subjektiv.

Wer einen Himbeerdessertwein bevorzugt, der leicht oxidativ schmeckt, das Himbeeraroma deutlich erkennbar, aber geschmacklich das Lagerbukett stärker hervortritt und an einen Cognac erinnert, der wird seinen Himbeerdessertwein nicht vor 5 Jahren Lagerung genießen.

Wer allerdings frischen, fruchtigen Himbeerwein mit klarem, sauberen Himbeeraroma mag, der wird ihn sofort bis zu 2 Jahre nach Abfüllung trinken.

Ich verwende keine Korken, daher sind Korkfehler wie auch die Aufnahme von Luftsauerstoff durch den Kork ausgeschlossen. Fruchtdessertweine würden durch den Restzucker den Kork schnell brüchig machen, deswegen werden Anrollverschlüsse verwendet. Diese verhindern ein vorzeitiges Altern.

Ich habe eher wenig Interesse, dass der Fruchtwein bei irgendwem im Keller lagert. Natürlich können Sie das gerne tun. Für mich persönlich gehört ein Getränk auf den Tisch und nicht in den Keller. Denn: Aus den Augen aus dem Sinn.

Gerade die Erfahrung hat gezeigt, dass kleinere Flaschen eher zum Trinken animieren und sich diese besonderen Gelegenheiten, wo man die ganz spezielle Flasche Wein aus dem Keller holen wollte, oft gar nicht ergeben. Lieber die kleinen Feste feiern, ein Stück Kuchen, Schokolade oder eine Käseplatte und alleine oder zu zweit ein Fläschen in Ruhe genießen.

Wie lange sollte eine Flasche Hindberry Fruchtwein in Anbruch stehen bleiben? 

Alleine oder zu zweit sind 0,25L die optimale Menge um sich hin und wieder einen Fruchtwein zu gönnen.

Wenn Ihnen das nicht genügt, können Sie sich noch eine Flasche aufmachen oder zur nächsten Sorte greifen und sich durch’s Sortiment kosten.

Gerade diese halbvollen Flaschen Wein, die jeder kennt, schmecken nach einigen Tagen nur noch abgestanden und man muss sich überwinden den Wein auszutrinken oder wegzuschütten. Was noch schlimmer ist, für viele ist eine 0,75L Flasche eine Hürde, weil man sie nicht austrinken kann oder will und sie daher gar nicht öffnet.

Wenn Hindberry Fruchtwein überbleibt, sollten sie diesen binnen 10 Tagen konsumieren oder herausfinden wie lange er sich tatsächlich hält.