Neue Sorte: Aurelia

Aurelia

Unser neuer Fruchtdessertwein aus Äpfeln, Quitten und Birnen wird am 14.10.2017 bei einer Verkostung offiziell präsentiert.

Äpfel am Baum

Aus Äpfeln, Quitten und Birnen wird vorwiegend Cider und im Winter sogar Ice Cider hergestellt. Apfelwein ist der traditionellste aller Obstweine, in Österreich Most genannt, und der am häufigsten hergestellte Obstwein.

Aurelia Fruchtdessertwein Apfelbäume voll mit Äpfeln in düsterem LichtEs gibt Apfelwein seit Karl dem Großen und er wird in sogenannten Heckenwirtschaften und Apfelweinstuben in Deutschland, aus dem traditionellen Krug dem Bembel, ausgeschenkt, der Äpplewoi. Im Gerippten (Glas) wird der neue Helle oder der Alte getrunken. Mancherorts kennt man noch den Speierling, ein Apfelwein der mit den unreifen Früchten des Sperberbaums versetzt wird. Eine Frucht ähnlich der Vogelbeere.

Kernobstwein gehört zu den wenigen Fruchtweinen, die hell und von goldgelber Farbe sind. Die Kombination aus Äpfeln, Quitten und Birnen soll unserem Dessertwein mehr Komplexität verleihen.

Rassig und Märchenhaft. Zartes Aroma, erinnert dezent an Honigwein oder eine Spätlese mit einem Hauch von Eiswein und Sherry.

Ich empfehle ihn zu Zimt-Apfelkuchen und zu würzigem Cheddar.

In unserer Erklärung über Kernobst (pdf 100kb) erfahrt ihr weiteres Wissenswertes über diese Obstarten und bekommt ein schnelles, einfaches Rezept für einen Zimt-Apfelkuchen

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Neue Sorte: Lazy Summer

Lazy Summer

Unser neuer Fruchtdessertwein aus Erdbeeren und Ribiseln wird am 14.10.2017 bei einer Verkostung offiziell präsentiert.

sonnengereifte Erdbeeren im Garten

Die Erdbeere ergibt wunderbare trockene Fruchtweine, die leicht herb im Geschmack sind und an reschen Rosewein erinnern. Ein Vergleich mit Uhudler ist durchaus angebracht. Allerdings weist Erdbeerwein durch dezenten Gerbstoff auch eine leichte Tendenz in Richtung Rotwein auf, nur geschmacklich eben ganz anders. Das aufdringliche prägnante Erdbeeraroma ist zudem nicht jedermanns Sache.

Erdbeerwein Social Wine Camembert Brie MarmeladeEin frisch hergestellter, staubiger, knochentrockener Erdbeerwein, gut gekühlt, ist eine schmackhafte Sache, genauso wie der noch leicht süße stürmende Erdbeerwein.

Der Beerenwein neigt leider zu relativ starker Oxidation wodurch sich die Herstellung nicht lohnt, wenn er nicht zügig konsumiert wird. Nach 2 Monaten ist trockener Erdbeerwein meist geschmacklich uninteressant geworden. Ein weiterer Punkt ist, dass man mit Erdbeeren normalerweise süße Marmelade assoziiert aber ein trockener Erdbeerwein ist nicht süß sondern sauer. Riecht man am Glas, erzeugt das Aroma im Kopf eine ganz andere Erwartungshaltung.

Eben wegen dieser Neigung zu Oxidation werden Erdbeerweine üblicherweise als Dessertweine ausgebaut. Sie nehmen mit der Zeit ein Sherry oder Madeira Aroma an, wobei das Erdbeeraroma mehr und mehr in den Hintergrund tritt. Ribisel rote Johannisbeere Hindberry Fruchtwein

Bei Lazy Summer haben wir Erdbeeren und rote Ribiseln gemischt. Roter Ribiselwein ist ebenfalls leicht herb und weist kein besonders prägnantes Aroma auf. Mit dieser Assemblage wurde das Erdbeeraroma etwas reduziert. Der zweite Punkt, der mir wichtig war ist, dass sich roter Ribiselwein besonders gut für längere Lagerung eignet und ebenfalls von Oxidation profitiert. Wir haben also durch die leichte Herbe und den Gerbstoff einen Fruchtwein, der das Wort Wein durchaus verdient.  Er ist zwar geschmacklich dezent süß ausgebaut, doch nicht allzu süß und die Säure der roten Ribisel wurde lediglich mit der niedrigen Säure der Erdbeere kompensiert sodass dieser Fruchtwein noch über spritzige Säure verfügt und sich damit wunderbar als Speisenbegleiter servieren lässt.

Wozu kann man Lazy Summer empfehlen?

Lazy Summer Fruchtdessertwein aus Erdbeeren und Ribiseln Hindberry Fruchtwein Himberg Pellendorf Wien Österreich Obstwein Obstwermut ObstdessertweinWir haben Lazy Summer an einen Sherry Oloroso, Pale Cream Sherry und an einen Madeira angelehnt. Damit sind verschiedene Speisenempfehlungen denkbar.

Wie jeder Dessertwein passt Lazy Summer zu Kuchen und Desserts. Reichen sie neben Nüssen (Mandeln, Haselnüsse), Oliven und Trockenfrüchten (Rosinen, Feigen, Feigenkompott, Feigenmarmelade) Hartkäse wie Parmesan, Cruyere oder Comte dazu.

Sherrysierte Dessertweine mit ihrem leicht nussigen Geschmack harmonieren wunderbar mit Gerichten wo Nüsse enthalten sind. Mandeltorte, Schokoladenmousse, Schokoladen Brownies sind gute Kombinationen. Auch englischer Plumpudding zu Weihnachten wäre eine feine Idee oder Tiramisu.

Ebenso passen Südweine auch zu herzhaften und pikanten Speisen. Beachten Sie dass Madeira Wein gerne zum Kochen, zum Ablöschen und für Soßen verwendet wird. Viel zu schade für feinen Fruchtdessertwein! Ich empfehle ihn lieber zu folgenden Speisen – ein Tipp für Experimentierfreudige, die sich nicht mit Nachtisch allein zufrieden geben möchten

Meeresfrüchte: gebratene pikante Garnelen, Fischsuppe, Schwertfisch Steak, Thunfisch Steak, Lachs und Räucherlachs, auch salzige Fische wie Sardellen passen wunderbar zu oxidierten Weinen

Fleisch: Rindersteak, Roastbeef, Ochsenschwanzragout, geräucherte Ente

Bedenken Sie, dass meist weniger das Fleisch als viel mehr die Soße und Gewürze darüber entscheiden welchen Wein sie zum Essen wählen sollten. Durch das fruchtige Erdbeeraroma sind auch orientalische und asiatische Gerichte eine Möglichkeit. Die dezente Süße passt zudem auch wunderbar zur Schärfe der Chili.

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Einfluss der Heferasse auf den Wein

Das Wichtigste und Entscheidendste bei der Weinherstellung ist die verwendete Heferasse. Für jede Getränkeart sind mitunter andere Heferassen anwendbar. Wir kennen etwa unter- und obergärige Bierhefen, Bäckerhefen und Weinhefen. Im Cider werden sowohl, wilde als auch Bier- oder Weinhefen eingesetzt und bei Wein unterscheiden wir Weißwein, Sekt und Rotweinhefen.

Making Hindberry Fruchtwein is Art and Science Fruchtdessertwein Geschenkbox Pellendorf Himberg Schwechat Wien

Im Hobbywinzerbereich sind Reinzuchthefen mit klingenden Namen wie Steinberg, Sherry, Portwein, Madeira oder Burgunder geläufig. Es gibt aber noch eine Vielzahl mehr.

Ihr Name stammt übrigens von ihrem Fundort. In der Regel wurden diese Stämme aus einem Gemisch wilder Hefen im Weingarten selektioniert und wegen ihrer besonderen Eigenschaften reingezüchtet. Saccharomyces cerevisiae kommt auf Weintrauben natürlich vor, liegt aber zu Beginn der Gärung nur in geringen Zellzahlen vor und entwickelt sich dann im Verlauf der Gärung und führt diese unter günstigen Bedingungen zu Ende.

Um eine sichere Angärung und Durchgärung des Mostes zu Bewerkstelligen setzt der Winzer zusätzlich Reinzuchthefen ein um die Anfangszellzahl deutlich zu erhöhen. Dies ist ein legitimes Mittel um die natürliche Selektion zu fördern und die Zellzahlen der gewollten Organismen zu erhöhen. Konkurrierende Organismen, Wildhefen und Verderbniserreger haben keine Chance sich zu entwickeln, da relativ schnell der gesamte Most mit Weinhefen besiedelt ist, die mit der Alkoholproduktion beginnen.

Will man bei Traubenwein nicht mit Reinzuchthefen arbeiten, empfiehlt sich ein Gärstarter einige Tage vor dem Lesetermin. Man setzt verschiedene Starter mit Trauben an und wählt nach einigen Tagen den Ansatz aus, der keinen Essigstich oder Fehlgerüche aufweist und sich in kräftiger Gärung befindet und setzt ihn der Haupterntemenge zu. So wurde vor hunderten Jahren Wein gemacht. Es ist nichts anderes als Spontangärung mit den natürlichen Hefen aus dem Weingarten. Da allerdings nicht jeder Ansatz von Erfolg gekrönt ist und es auch zu Fehlgärungen kommen kann, besonders tragisch bei der Gesamternte, geht man den sicheren Weg über einen Gärstarter in dem bereits Saccharomyces cerevisiae in ausreichend hoher Zellzahl herangewachsen ist. Wer ganz sicher gehen will, setzt Trockenreinzuchthefe ein. Diese ist in etwa 30 min rehydriert und gärungsfähig.

blaue Trauben Rotwein

In Deutschland ist der Einsatz von Reinzuchthefen im Hobbybereich auf Internetseiten wie dem Fruchtweinkeller ausführlich erklärt. In der Literatur findet man etwa in Weinbüchern und Fruchtweinfibeln von der Firma Vina, Arauner oder Vierka weitere Empfehlungen und Anleitungen.

Wir befassen uns allerdings mit professioneller Fruchtweinerzeugung und greifen daher auf gängige Reinzuchthefestämme zurück die auch der Winzer verwendet. Einige dieser Stämme sind international erhältlich.

Was zeichnet nun einen geeigneten Reinzuchthefestamm aus?

  • Reintönige Vergärung ohne Gärungsnebenprodukte
  • weiter Temperaturbereich: es gibt Kaltgärhefen aber auch solche die zwischen 10° und 30°C gut vergären
  • erhöhte Glycerinbildung: erhöht das Mundgefühl des Weins
  • Fructophile Stämme: sorgen für hohe Endvergärung und geringe Zuckerreste, da sie Fructose verstoffwechseln
  • hohe Alkoholtoleranz: es gibt Hefen, die bis zu 16% Vol. vergären können, manche bis zu 20% Vol. und es gibt Hefen, die bereits ab 10% oder gar noch weniger %Vol. Alkohol zu schwächeln beginnen, etwa Backhefe
  • dann gibt es noch zusätzliche Faktoren: etwa den gleichzeitigen Abbau von Äpfelsäure in Milchsäure während der Gärung wodurch in geringem Umfang auf natürliche Art entsäuert werden kann. Sonstige Eigenschaften der Hefen wären hier ebenfalls anzuführen wie etwa die Flockulierungseigenschaft, also wie kompakt und schnell setzt sich die Heferasse nach der Gärung ab. Wie hoch ist ihre Neigung zur Autolyse also dem Zelltod etwa für das spätere Einleiten des biologischen Säureabbaus oder für den Ausbau ala Batonnage für Sur lie Weine und nicht zuletzt ihr Nährstoffbedarf während der Gärung. Aber auch gentechnisch veränderte Stämme, sogenannte Aromahefen, die nicht in allen Ländern erlaubt sind, können eingesetzt werden. Andere GMO-freie Stämme können mitunter diverse weitere Enzyme produzieren um mehr Aroma oder Farbe aus der Frucht zu holen oder weitere Zuckerarten abbauen oder zu vergären. Dieses Feld ist ausgesprochen spezifisch und geht in den Biotechnologie Bereich hinein.
  • Die Kombination aus Temperatur, Nährstoffen und Alkoholtolerenz gibt in Kombination mit dem Trubstoffgehalt des Mostes auch die Gärgeschwindigkeit an. Vorallem Erfahrungswerte sind für die Verwendung von verschiedenen Heferassen von Vorteil. Weniger entscheidend als die Heferasse an sich ist ihre Viabilität und damit die Fähigkeit den Most zügig zu besiedeln (entsprechende Anfangskeimzahl) und die Gärung zügig zu Ende zu bringen.

All diese Eigenschaften sind besonders für den Winzer relevant. Er sucht die optimale Heferasse für sein Produkt und er muss all diese Eigenschaften kennen. Für Hobbywinzer ist oftmals ein hoher Alkoholgehalt ausschlaggebender Faktor, da Alkohol gleichzeitig auch mit Haltbarkeit einhergeht.

Die klassische Heferasse für Hobbywinzer wäre hier wohl Portwein Hefe. Aber es lässt sich jede Südweinrasse hervorragend im Hobbybereich verwenden. Mit einer Südweinhefe lässt sich wenig falsch machen und man vergärt durchwegs schnell und zügig und erhält ein sehr stabiles Endprodukt zwischen 14- und 16%Vol. Allerdings auch keinen klassischen Portwein.

Achtung: Unterschied Heferasse und Herstellungsmethode, Vinifizierung (Aufspriten)

Ein weiterer Aspekt ist der von Geschmack. Fruchtwein bleibt Fruchtwein auch wenn man Sherryhefe oder Tokaj Hefe verwendet. Unterschiedliche Heferassen erzeugen in sehr geringem Umfang auch Aromen und Beiprodukte, die dem fertigen Wein durchaus mehr Charakter geben können, etwa durch gezielte Oxidation (Sherrysierung)  .

Wie merklich die Einflüsse der jeweils verwendeten Heferasse sind, lässt sich nur in Testreihen ermitteln indem derselbe Most mit verschiedenen Reinzuchthefestämmen beimpft wird und dann die fertigen Erzeugnisse quer verkostet werden. Am ehesten sind die Unterschiede wohl in neutralem Weißwein und trockenen Fruchtweinen feststellbar. Unterschiedliche Hefestämme beeinflussen die Erzeugnisse durchaus. Es ist damit möglich für das Vergären unterschiedlicher Weine und Moste unterschiedliche Heferassen zu verwenden.

Hier eine kurze Auflistung von gängigen Reinzuchthefen im Kellereinfachhandel. Diese sind auch meist preiswert und gerade für ambitionierte Hobbywinzer sehr empfehlenswert

  • EC-1118 – eine sehr schnelle, hochvergärende Sekt- und Universalhefe mit wenig Nährstoffbedarf und auch sehr gut zum Beheben von Gärstockungen geeignet
  • 71B – fruchtige, rote Weine, Beaujolais Typ – Verwertung von Äpfelsäure
  • RC212 – für Rotweine gut geeignet
  • besonders Weißweinhefen zeichnen sich durch moderate Vergärungsraten aus, dadurch ergeben sich wenig Aromaverluste

#Myths: About Fruitwine

  • Fruitwine is for young people only

it depends… alcoholic beverages should only be consumed with caution. Drinking is never recommended for young people, e.g. teenagers. In most countries the legal drinking age is 16, in other countries you must be 18 or 21 years old. Often hard spirits are 18+. Some Wines with more than 15%Vol. are often considered as spirits and can be legal at an drinking age of 18 or higher. So fruit ports and vermouths are not for the (drinking) newcomers so to say. 😉

Äpfel am Baum

Beer and Cider which are often around 5%Vol. They are considered to be safer to drink by young people. But the drawback is that they are easy to drink, you get addicted to alcohol way easier and you can often consume 2, 3 or more 500ml bottles. So the alcohol intake can become serious. See my article about Promille and Alcohol for more details. With spirits you get drunk faster. But that’s all.

It’s a bad habbit that fruitwines are considered for young people. They are often sold in the low-end sector, so they are affordable by teenagers and young adults. They are often produced very cheap and artificially flavoured and sometimes carbonated (Cider) and sweet like fruitjuice with alcohol. So the overall impression is not of high quality. The Image of fruitwine is very poor compared to Wine from grapes. And the worst – most people have bad remembrance of it. We are often fighting against this Image and the bad remembrance when we talk to people trying to get them to taste our product.

Christmas Sale Hindberry Geschenkbox

  • Fruitwine is always sweet

This is often true. Sorry, but we produce dessertwines and fruitdessertwines have to be sweet to some degree. We use very much fruit and fruitjuice so we have lots of acids that need to be tamed. A little sweetness gives  harmony to the sweet and sour taste that we want in our fruitdessertwines. But again Image. Sweet Wines are often considered of poor quality because the sugar masks faults and disharmony in the product. This works against us because we produce sweet fruitdessertwines. Some people won’t even taste – that’s prejudgement. Fruitwines can be produced from dry to sweet. There are dry fruitwines! Yes. I’ve produced them on my own. It works. Very good with berries. But they are more expensive in comparison to red wines so it’s not a business case. Tropical fruitwines in the dry style are also very good and some sherries, vermouths and ports can also be produced dry.

What we see is that older people are more sophisticated and experienced. They tried lots of different beverages in their life and can judge if the product is good or of poor quality. So we are not selling to young people and have an 18+ policy. We want customers who like our product and want to spend money on it and help us grow our young company. We don’t want drinking orgies with booze – the worst – is flavoured cider or white wine with artificial peach flavour etc. Fruitwine is often sold in big bottles – but we want our bottles small and with high quality content. Not for drinkers but for aficinados. So we are selling to private people only who are willing to taste and visit our winery and get in contact with the people behind the business.

  • Fruitwines – I have to vomit ?!

We hear this a lot! I’ve been producing fruitwines as a hobby for over 15 years. I never had to …. So I don’t understand this myth. A lot of people tell stories of sicknesses after drinking fruitwine. And no it’s not unripe elderberry kind of sickness from sambunigrin. You can drink 2 or 3 bottles of beer without any reaction but you drink a bottle of strawberrywine or currantwine with 5%Vol. and you get sick? This is very mysterious. Even for me as a fruitwinemaker, beer and wine drinker. I wonder how this works. Maybe it’s the combination of sweetness and low alcohol. I cut out methanol as a factor because drinking fruitjuice doesn’t intoxicate you neither. I don’t know. From my fruitwines I get drunk and a hangover. But you can expect this from heavy bodied dessertwines with 14-15%Vol. but you drink not so much from this kind of beverage because it’s heavy and you only drink a glass or two for pleasure – but no vomiting, never ever. But I tasted different fruitwines and I often felt not very well afterwards, I think this is this cloying sweetness, acid and low alcohol content. It’s between juice and wine, maybe this is the problem. So this is propably their style of winemaking and you can only judge their winemaker for feeling sick. Drinking too much can be an issue. Sure. But when experienced drinkers have to vomit or feel funny – something unusual must be happening. This seems to be the true myth about fruitwine. Tell me your opinion or experience – please comment

Erdbeerwein Social Wine Camembert Brie Marmelade

  • Fruitwine is not real wine

Sure – Wine is from Grapes only. But there exist Ricewine, Honeywine and different fruitwines. Beer is a wine from grains if this helps you out. They are all fermented beverages from different sources. It only depends on personal taste and preference or ethnicity what you like or what you should like, what you’ve learnt because you live there or there or over there. So the true answer is: personal taste!

If you want to know more about different beverages go to the Around the World Category and read on

Ananaswein Sonnenuntergang Ananas Social Wine

  • Kiwiwine has green colour and tastes very good like green kiwi candies

Nope. Never. Ever. Kiwi Fruitwine is of very neutral character like an Italian White Wine or Cattarato from Sicily. The Colour is yellow to golden like an applewine and the taste … well like a heavy White Wine or Champagne without bubbles. It is not that special in comparison to white wine but it’s one of those very few fruitwines you can easily mistake for a grape wine. Artificially flavouring and colouring turns the neutral taste and overall vinous expression into something unreal to fool people. What we see again is that people have learned to expect those flavourings and put them above the real thing. They expect the taste and colour of the fake product to be the Standard. You can find those flavourings everywhere in the foodindustry from candies to icecream to yoghurt. Customers have unlernt the natural taste of natural products and we see this often. Fruit tastes like fruit but some fruitwines doesn’t taste like the fruit they are made of. They taste like fruitwine should taste. But Customers are not experienced in it because they don’t know what to expect, they never tasted and never learnt. Maybe artificial flavouring helps out to sell fruitwines. But the gap between low-end coloured and flavoured Kiwi Wine (sometimes white Wine as a basis and kiwi aroma only) and Premium Kiwi Wine from kiwi fruit fermented on the pulp could not be bigger. In the Eyes of the Customer: Fruitwine is fruitwine, right?

Have you ever heard of Loganberries?

Himbeerdessertwein Pralinen Schokolade LikörgläserYears ago we opened a bottle of aged raspberrywine, to be specific raspberrydessertwine. It was well aged and had the colour of cognac und smelled seductively of sun-ripened raspberries.

A marvelous bouquet in the nose and a warm sweetness on the tongue. Chocolate pralines were the perfect match to pair it with. We asked ourselves if this could be a market niche. Producing raspberrydessertwine. I played long ago with the thought to produce fruitwine commercially. But had not the balls to do it.

I made a long internet recherche. There existed very few producers on the market, at least in Austria. There are big companies in the German-speaking world but the smaller ones are mostly local farmers.

Raspberrydessertwine is a rarity because raspberries are expensive. A Tv-Report made me curious and set the ball rolling and I informed myself about the legal parameters und got in contact with administrative bodies. It was clear that there won’t be Raspberrywine solely and I developed Prototypes and a business plan.

This happend some time ago: but Hindberry Fruchtwein sells no Raspberrydessertwine by now! Sure we should sell it because it is the basis of Hindberry and Himberger Himbeerwein (Raspberrywine from Himberg) would be a very good slogan. Right?

Brombeeren schwarze roteHave you ever heard of Loganberry Wine? Or Chombard Liqueur from France? No?

The loganberry is a cross-breeding between blackberry and raspberry and the Chombard Liqueur is a french Berry-Liqueur made of these two berries.

Loganberry Wine always wins gold medals in competitions and Tastings in the USA. I made a prototype and the tasting confirmed this. Even old-English Literature and books about fruitwinemaking promote the blending of these two berries over Single-Fruit Fruitwines. A delicious combination indeed.

Dark colour, full body, complex aroma. Therefore I produced „Rehlein„.

Raspberrydessertwine is good but the Assemblage pushes you over the edge. All my creations had gone through a creative process and had been refined. I never leave well done with the very first.

In Winemaking you can’t control and guide everything a 100% sometimes you have to sit back and wait and have confidence that in the end everything will be fine. Or hope so.

Winemaking is Art. It’s a process the human can only accompany. Some things are only controlable to a small degree. You have to learn that and let go. Take the result and accept it. With the next batch everything will be different and it starts anew.

We will stick to that taste of our fruitwines and try to produce roughly the same results again and again. It depends on the fruit and the sources but natural variations are possible. But that’s the thing about wine – you always have to taste it and come back again to try the new batch. It’s exciting to learn about the differences and nuances – and so it never get’s boring. Hope you enjoy!

Raspberrywine from Himberg

In the market town of Himberg, near Vienna, no vineyards or winemakers exist. The town’s chronicle mentioned a small vineyard back in the middle ages, but it vanished as time went by.

The Himbergers make trips to visit Heurigen in the neighborhood, Velm and Münchendorf, as well as the Triestingtal Radweg leading to Trumau which offer beautiful excursions in the warm season. (Find out more about bicycle-trips and a visit/tasting at the Hindberry winery here). You may assume the Himbergers a desire for wine. Seefeld-Kadolz in the Weinviertel is also the partner town of Himberg.

It was clear that someone has to make raspberry or hindberry wine in Himberg

The idea was born long ago. I produced Raspberry Fruitdessertwine for family and friends as a hobby and served it to special occasions and festivities. It was my best fruitwine with highest appealing

For the brand-naming of Hindberry Fruchtwein the raspberry was decisive. The Old English word hindberry means raspberry. But it’s an old term, that is no longer in use nowadays. In the Old High German the word hindberry means hintperi – the berry of the hind/deer.

Old and forgotten – like the wisdom of handcrafted fruitwines

Rehlein Fruchtdessertwein Reh mit grünem Hintergrund Himbeer Brombeer

In the heraldy of Hintperg, as Himberg was former known in the middle ages, you can find a deer, a hind standing on a rock. Hind & perg (mountain)

To make the wordplay with Hindberry perfect, a small red miniature dog similar to a small deer decorates our Logo – small, sweet and not to be underestimated – like your fruitwines.

The outcome was our „Rehlein“ – a Fruitdessertwine from blackberries and raspberries. You may call it the flagship wine of Hindberry Fruchtwein or at least the fundament. Read more about this here

A varietal raspberry fruitwine may be good, very aromatic, but too simple for my taste and hardly to differentiate from a raspberry liqueur. But the composition with blackberries led to real perfection, more depth and a broader fuller vinous taste.

With 14,5%Vol. a rich drink. Elegant sweetness with very good integrated fruit acid. A wonderful drinking experience with dark chocolate and Cheesecake.

You may find a recipe for Cheesecake here. And learn more about pairing fruitwine with chocolate here.

Come, visit and taste Hindberry Fruchtwein – or order online

Rehlein Stilleben Produktpräsentation Hirschschatten gegen Wand und Flasche

you can read the older version (9.12.2016) of the german article here

Apple Cider

Traditionally Cider is made of Apples. But the Group of Cider is not limited to Apples solely. There is Plum Cider (Jerkum), Pear Cider (Perry) and Quince Cider (Querry) and lots of cider blends – apples/raspberries, apples/passionfruit and so on. But Cider can also be made of 100% fruitwine without apples – it’s just sparkling low-end fruitwine.

Apfelblüte Hindberry Fruchtwein Ostern

Cider Apples are more adstringent and sour than table fruit. But Cider is also made of sweet table apples or from concentrate alone (big companies, brands). In the US they call alcoholic cider hard cider. In Germany they call it Äpplewoi and in Austria Most or Apfelwein, in France Cidre and in Spain Sidra.

Äpfel am Baum

Most Ciders are blends: here is a short example

Sweet Apples: Gala, Golden Delicious, Jonagold, Fuji

Sharp Apples: Gavenstein, Granny Smith, Mc Intosh, Braeburn

Bittersharp Apples: Pink Lady, Jonathan, Crabapple

to name a few. But Ciders of only one kind of variety are also common. Ever tried Granny Smith Cider?

Äpfel

Hard (Apple) Cider is apple wine, fermented apple juice. Apple wine is fruitwine between 1,2%Vol. and 8,0%Vol. The residual sugar can be between 0 and up to 100g/l RS. Most ciders are around 5%Vol. and low to medium RS and can be compared to beer. Apple wine is a very traditional drink made throughout Europe and USA.

Charles the Great established cider. It was cheaper to produce than wine for nobles. In GB Cider Apples were easier to produce than wine because grapes didn’t grew very well in the harsh climate. Later the settlers brought their apple trees/seeds to America and planted them on their way through the continent. Johnny Appleseed was the well known figure that is connected with Apple and Cider Production in the early ages of the New World.

Apple trees needed time to grow and fruit and could only be used locally. But Apple wine was very easy to produce for the settlers compared to spirits (distill), wine (grapes) and beer (hops). Later beer became more popular because grain/malt could be shipped through the country by train and could be produced whole year round.

How is it made?

Apples need to be grinded and pressed to collect the juice. The juice is then fermented to wine. There are a lot of wild yeasts on the apples like the well known Apiculatus Yeast which start fermentation immediately.

So the apple wine was very easy to make for the settlers without much knowledge and additives. Could be drunk fresh off the press or later while alcoholic or very later when the alcohol turned to apple vinegar. Very versatile.

Fermented beverages were safe to use instead of river water and vinegar could also be used as an antiseptic agent.

What else?

Sweet Cider – just sweet apple juice without alcohol

Hard  Cider – alcoholic Cider

Ciders can be made still or sparkling – like the well known Cidre de Normandie

Apple Jack – means apple cider jacked up by freeze distillation; like Ice bock is made; if you repeat the process a  few times you can reach up to 30%Vol. Often Apple Jack is now made by mixing apple wine with brandy because freeze distillation also increases the toxic methanol content.

In France they know Apple Port wine – they call it Pommeau

Ice Cider – is made in Canada; concentrated apple juice by cryoconcentration or pressed frozen apples by cryoextraction and making of ice wine

Sparkling Ice Cider – yes also possible 🙂

If you want to know more about Ice Cider and why it’s made in January please read on here

Eisapfel gefrorerer Apfel Ice Cider

Ribiselwein WTF

Ribisel rote Johannisbeere Hindberry FruchtweinLustigerweise wurde beim letzten Wochenmarkt sogar nach einem ****** Ribiselwein (*Hersteller wird nicht genannt) nachgefragt. Ob ich soetwas dabei hätte und verkaufen würde.

Hindberry Fruchtwein

****** Ribiselwein. Wer ihn nicht mehr kennt, das war und ist der Inbegriff des Ribiselweins in Österreich bis heute. Ein klassischer süßer Beerenwein mit wenigen %Vol. Alkohol. Das Fehlen von Kohlensäure im Vergleich zum heute bekannten Cider lässt den süßen Ribiselwein klebrig und matt wirken. Er lässt sich aber mit Soda oder Mineralwasser gut aufspritzen.

Dieser Ribiselwein wurde damals (sicher vor gut einigen Jahrzehnten) in Literflaschen verkauft. Die Marke ist mittlerweile schon lange nicht mehr erhältlich. Doch der Name hält sich weiterhin eisern. Das verklärte Bild und die Bekanntheit in der Bevölkerung sind geblieben. Ähnliche Produkte sind aber heute noch erhältlich, nur von anderen Firmen.

Ein Erbe an dem Hindberry Fruchtwein schwer zu tragen hat wie es scheint. Denn auch damit muss man sich befassen, wenn man Fruchtwein verkaufen möchte – mit der Konkurrenz, der lebenden und der untoten, die noch immer in den Köpfen herumgeistert.

  • Ihr dürft gerne Kommentare zum Thema Ribiselwein hinterlassen – persönliche Erfahrungen oder was Ihr auch immer darüber zu berichten habt!

Ich wollte niemals diese Art von Fruchtwein produzieren und meine Produkte ganz bewusst von der Machart der Konkurrenz abgrenzen, geschmacklich, optisch und qualitativ. Denn irgendwo muss man sich positionieren und seine eigene Philosophie entwickeln. Die Konkurrenz wird schon was richtig machen, denn sie hat ihr bestehendes Marktsegment und ihre Kunden.

Ich produziere in der Kategorie Fruchtdessertwein, ein Segment das von kaum wem bedient wird, und noch dazu in Form von Assemblagen um meinen Kunden ein vielschichtiges und genussvolles Geschmackserlebnis zu bieten. Meine ganz persönliche Sichtweise von Fruchtwein.


Was ist der Unterschied zwischen Fruchtwein und Fruchtdessertwein?

Fruchtweine haben einen Gesamtalkoholgehalt von max. 13%Vol. (vorhandener Alkohol + Restzucker in Alkohol umgerechnet). Sie werden aber in der Regel mit 5-8%Vol. und süßlich hergestellt, wobei kaum jemand trockene Fruchtweine produziert. Wäre möglich, tut nur (fast) niemand. Ok es gibt trockene Apfel- und Birnenmoste 😉 aber diese sind meist auch nicht als Wein in Verwendung sondern eher als Durstlöscher.

Fruchtdessertweine dagegen verfügen über mind. 13%Vol. vorhandenen Alkohol und sind sehr kräftig. Mehr Frucht, mehr Körper, mehr Geschmack und damit keine Schankware sondern tatsächlich für Genießer. Sie erinnern in ihrer Gesamtheit an Liköre, nur eben nicht so süß und sind meist sehr vollmundig.


Ich habe lange recherchiert. Wer produziert heutzutage in Österreich noch Ribiselwein? Wieviel Konkurrenz gibt es in dieser Branche überhaupt?

Es sind ganz vereinzelt Kleinstproduzenten, meist Bauern mit lokaler Bekanntheit. Die meisten größeren und bekannteren Hersteller, die den Handel belieferten, haben die Produktion mittlerweile aus mangelnder Nachfrage, so heisst es, eingestellt. Ein einziger (der mir bekannt ist) ist übergeblieben und verkauft auch ins Ausland. (kein Anspruch auf Vollständigkeit) Für solche Getränke gibt’s wohl keinen Markt mehr in Österreich wie es scheint oder nur einen sehr kleinen. Hauptsächlich wird an die Gastronomie verkauft. Dadurch bleibt der Raritätenfaktor und das verklärte Bild an die Vergangenheit für jene, die sich noch daran erinnern können.

Ribiselwein – Das verklärte Bild

Ribiselwein findet literarische Erwähnung in Heimito von Doderer’s Strudelhofstiege und Rezepte zur Herstellung findet man noch vereinzelt in bäuerlichen Kochbüchern. Johannisbeeren, bzw. die in Österreich als Ribiseln bezeichneten Beeren, reifen zum Johannistag, dem 24.Juni, von dem sie auch ihren Namen haben. Der Johannistag ist übrigens auch das Datum um den herum grüne Nüsse für Nusslikör gesammelt werden sollen.

Die roten Beeren werden gestampft bis sie Brühe gezogen haben und mit Zucker und Wasser übergossen und vergoren um Hauswein herzustellen. In manchen Fruchtweinbüchern steht sogar, dass die Ribisel für den Hausweinbereiter und Fruchtweinhersteller wäre wie die Traube für den Winzer. Ribiselwein als ur-traditioneller Fruchtwein sozusagen.

Doch der Unterschied zur Traube könnte größer nicht sein. Aus roten Ribiseln lassen sich nur durch exzessive Verdünnung trockene körperlose Getränke herstellen, die so gar nichts mit Wein, wie ihn der qualitätsbewusste Genießer kennt und schätzt, zu tun haben und jeden Weinfan zur Verzweiflung bringen. Aus Früchten lassen sich auch nur weinähnliche Getränke herstellen, egal was man unternimmt, richtiger Wein (wie der aus Trauben) wird es nie.

Gerne wird dann in der Literatur noch auf die schöne rote Farbe verwiesen. Doch Rotwein – weit gefehlt – wird daraus immer noch nicht. Durchscheinend blass-rot ist er, leicht auf der Zunge, mit spitzer, kräftiger Säure und ohne ausgeprägtes Aroma kommt er daher, der Ribiselwein. Ich rede hier von meiner persönlichen Erfahrung, denn ich durfte früher rote Ribiseln aus dem eigenen Garten verarbeiten. Jene Ribiseln die so gerne als Marmelade für Linzeraugen herhalten müssen, ebenfalls eine österreichische Spezialität. Eine kurze Erklärung zu Johannisbeeren und ein Rezept für Ribiselgelee findet ihr hier.

Die roten Ribiseln waren so bliebt, dass niemand in unserer Familie etwas damit anzufangen wusste und sie für meine „Experimente“ herhalten durften. Ich sage bewusst „Experimente“. Seitem bin ich mit Ribiselwein auf Kriegsfuss, denn ich kann mich an kein einziges Mal erinnern wo mich oder die Familie der Genuss von rotem Ribiselwein jemals überzeugt hätte. Die Verarbeitung zu Ribiselwein zögerte nur den Gang zum Kompost hinaus. Vielleicht nicht nur eine persönliche Erfahrung sondern auch ein generelles Sinnbild für dieses Getränk im Allgemeinen?

Es gibt aber in der Literatur Anmerkungen, dass gereifter Ribiselwein an einen Tokajer erinnern würde. Weißer Ribiselwein vielleicht. Ich lasse das mal so stehen. Immerhin eine Andeutung, ein Lichtblick, dass sich doch noch Großes dahinter verbirgt.

Da fragt man sich doch – Was ist mit dem Ribiselwein in den letzten Jahren passiert?

Fruchtweine haben scheinbar kein gutes Image, so merke ich das zumindest wenn ich auf Märkten stehe und Überzeugungsarbeit leisten muss – meine Produkte doch mal zu kosten und sich ein eigenes Bild zu machen. Ein Kampf gegen Windmühlen und Vorurteile oder einfach nur schlechte Erfahrungen.

Fruchtweine werden zudem selten konsumiert. Denn es gibt keinen klassischen Anlass und keine Ratschläge im Menüplan wo diese Getränke passen. Was beim Wein selbstverständlich ist, das fehlt beim Fruchtwein gänzlich. Die Trinkkultur und die Geschichte dahinter. Die Konsumenten sind ratlos und hilflos. Sie haben es nie „gelernt“ und mit Fruchtweinen immer nur billige Rauschgetränke assoziiert, für mehr reicht es offensichtlich nicht. Beim Wein bemüht man sich immerhin seit der 90er Jahre ein Bewusstsein zu schaffen und da haben andere Konkurrenzprodukte auch nichts verloren, will man doch die Position des Weins stärken und fördern. Die Zeit der weinähnlichen Getränke scheint vorbei.

Fruchtwein ist eben nur Kramuri (*österreichisch für „nix wert“) und was nix kostet ist folglich auch nix wert. Oder anders ausgedrückt, was nix kosten soll oder darf, muss zwar nicht zwangsläufig schlecht sein aber viel erwarten braucht man sich davon auch nicht. Das ist dem Image auch nicht förderlich. Es gibt viele Früchte, die sich zur Fruchtweinherstellung eignen, doch warum müssen es ausgerechnet rote Ribiseln sein? Ernsthaft

Es geht angeblich um die Säure, denn der Weintrinker mag es gern sauer. Meine Theoreie ist eine andere. Ribiseln wachsen oft ohne viel Pflege im Garten und sie zu Wein zu verarbeiten ist zumindest der Versuch sie irgendwie noch halbwegs „sinnvoll“ zu verarbeiten, zumindest für den Gartenbesitzer und Hobbywinzer. Gemäß dem Motto, dann maische sie halt ein. Wenn nix mehr geht, geht immer noch Wein. Denn so viele Blechkuchen und Marmelade für Kekse im Winter (Linzeraugen) braucht man dann auch nicht und ist froh, wenn die Sträucher abgeerntet sind.

Ob man sich selbst oder seinen Gästen mit Ribiselwein eine Freude bereitet, bleibt dahingestellt. Es geht darum etwas Selbstgemachtes aus dem eigenen Garten mit Stolz zu präsentieren. Ich habe schon Erzählungen von Bekannten und Verwandten gehört wo so mancher sich vor der traditionellen Ribiselweinverkostung des Nachbarn gefürchtet hat und wo man mit verzogenem Gesicht immer noch ein „Hmm.Gut“ herauspressen musste aus Höflichkeit um den Gastgeber nicht zu beleidigen. Denn der war so stolz auf seinen selbstgemachten Ribiselwein. Ribiselwein hat einen legendären Ruf. So oder so. Man kann sich immerhin damit trösten, dass es auch guten geben soll, irgendwo.

Das Image von Ribiselwein und die Erfahrung damit

Viele Konsumenten, die heute um und über 60 Jahre alt sind, können noch bildhafte Darstellungen aus ihrer Jugendzeit liefern. Fast jeder kennt ihn, den Ribiselwein. Von welchem Hersteller sei nebensächlich, doch ****** war wohl die führende Marke damals, die man bis heute im Kopf hat. Man trank ihn auch gerne seinerzeit. Er war also besser als sein Ruf. Wobei viele behaupten, dass es damals nicht so viel gegeben hätte, Auswahl an Getränken, und man froh über das sein musste was verfügbar war und das war eben Ribiselwein. Aus der Not eine Tugend machen hieß es. Der erste Rausch und das erste Mal Übergeben sind klassische Aussagen die man mit Ribiselwein oder fallweise auch Erdbeerwein assoziiert. Was das über die Wertigkeit aussagt?

Fruchtweine wurden in der Nachkriegszeit und dann besonders in den 70er Jahren konsumiert. Das trifft wohl auf Deutschland wie Österreich zu, obwohl sich eine Fruchtweinkultur in Deutschland eher erhalten hat. Wein war selten und teuer und Ribiselwein war im Gegensatz zu herbem Bier süß und alkoholisch. Unterhosenstürmer, Schlüpferstürmer sagte man dazu, O-Ton, wirkungsvoll um junge Damen betrunken zu machen, so wird es zumindest erzählt. Beliebt war das alkoholische Einstiegsgetränk bei Jugendlichen, da es zudem sehr preiswert war und den späteren Übergang zu Bier, Wein und Spirituosen erleichterte, welche für gewöhnlich herber, trocken oder stärker und oft für Jugendliche nicht erhältlich waren.

Geschmacklich ist Ribiselwein nicht viel mehr als Fruchtsaft mit Alkohol. Kein richtiger Wein aber ein weinähnliches Getränk. Ein Vierterl davon in der Disko getrunken und beim Rausgehen ins Freie merkte man erst die verheerende Wirkung. Man sagt gerne, dass er „falsch“ wäre, heimtückisch, da die Wirkung verzögert aber dafür umso heftiger einsetzte und man davon einige Gläser trinken konnte ohne sofort die Wirkung des Alkohols zu spüren. Besonders bei jungen, ungeübten Trinkern war Ribiselwein beliebt. Eine süße Einstiegsdroge zum Alkoholkonsum. Heutzutage kennt man sie die Alkopops. Damals und in ländlichen Gegenden waren es wohl Obstmoste und Fruchtweine.

Jesus Unit par Excellance – oder wie man aus Wasser Wein macht

Preiswert dürfte Ribiselwein deswegen gewesen sein weil der sehr saure Muttersaft eine beachtliche Verdünnung erlaubt. Es gibt nicht viele Früchte, die eine so hohe Verdünnung erlauben oder sogar verlangen. In der Regel enthalten handelsübliche verdünnte Ribiselsäfte nur 25-30% Rohsaft. Mit der Verdünnung geht allerdings auch eine Reduktion des Extraktgehaltes einher, der gerade für Fruchtweinhersteller von besonderer Bedeutung ist und gesetzlich geregelt, nicht zu niedrig abfallen darf. Eine Verarbeitung zu Fruchtdessertwein ist bei Ribiseln anzuraten, da hier nicht so sehr verdünnt wird und man höhere Säuregehalte in einem gehaltvollen Getränk besser einbinden kann ohne, dass diese störend in Erscheinung treten.

Ist Ribiselwein zu sehr verdünnt, kann man dies auch als ungepuffert bezeichnen. Es ist einfach kein Extrakt mehr da, der das Gefüge im Gleichgewicht hält und die Säure tritt subjektiv noch stärker in Erscheinung. Will man Ribiselwein mit einem vergleichbaren Säuregehalt von Rotwein herstellen, wäre sogar eine Verdünnung von 1:6 möglich, auch wenn daraus nie soetwas ähnliches wie Rotwein werden wird. Er schmeckt dann aber leer, weil ihm Extrakt fehlt, fahl und brandig und neigt zudem zur Oxidation. Um Ribiselwein dennoch trinkbar zu machen führt eigentlich nichts an einer Nachsüßung vorbei, denn gänzlich trocken ausbauen würde nur mit einer Überstreckung funktionieren. Der Clou, der über Sieg oder Niederlage entscheidet, ist das Verhältnis von Säure zu Restzucker – sauer oder picksüß soll er keinesfalls sein, eine heikle Gratwanderung.

Hobbywinzer kümmern sich darum freilich wenig, steht doch die Ausbeute ($) an oberster Stelle. Doch wie sehr und wie viel verdünnt wird ist oft persönliche Ermessenssache, denn man möchte auch aus dem Obst möglichst viel Wein herausholen können und oft hat man privat keine riesigen Mengen Beerenobst zur Verfügung.

Es gibt zwar Weinrezepte an die man sich halten kann, doch Hobbywinzerrezepte sind nur bedingt tauglich, da auch die Früchte von Jahr zu Jahr und Erntezeitpunkt stets unterschiedlich sind. Gerade eine Harmonie und Ballance in selbst hergestellte Getränke zu bringen ist die höchste Kunst des Weinmachens an der gerade Anfänger scheitern.

Man sollte einem Kilo roten Ribiseln nie mehr als einen Liter Zuckerwasser zusetzen um einen qualitativ hochwertigen Ribiseldessertwein zu erhalten. Somit ist es ein Mythos, dass gerade Ribiselwein so viel billiger in der Herstellung sein soll als anderer Fruchtwein. Es gibt aber einige Früchte, die deutlich besser schmecken als rote Ribiseln. Vielleicht mal mit Himbeeren versuchen?

Wer meint, dass sich Fruchtwein nur zum preiswerten Schankgetränk eignet, der soll mal die Preise von Keltertrauben mit denen von hochwertigem Beerenobst vergleichen und hinzurechnen, dass die Herstellung zwischen einem halben Jahr und einem Jahr dauern kann, ohne die Lagerzeit mitzurechnen.

Vorurteile, Image und die Nachfrage am Markt

Das war auch einer der heiklen Punkte auf meiner SWOT Liste. Gibt es einen Markt dafür? Und warum werden Fruchtweine nur im Low-End-Sektor erzeugt? Wenige Daten liegen bei Obstweinen wie Most, Apfel- und Birnenwein, vor. In diesem Bereich gibt es auch Mostsommeliere und Qualitätsobstweine. Über Beeren- und Steinobstwein gibt es wenig zu berichten und zum Thema Fruchtwein so gut wie gar nichts, zumindest in Österreich. Eine Nische in der Nische. Infos haben nur die Hersteller selbst und diese Informationen fallen unter Betriebsgeheimnis. Auch Literatur zum Thema Fruchtwein ist kaum erhältlich. Meist wird man in England, Kanada und den USA fündig und muss selbst recherchieren und sich das benötigte Fachwissen aneignen.

Da diese Produkte in der Regel landwirtschaftliche Urprodukte sind, obliegt die Verarbeitung, Verwertung und Obstveredelung auch den bäuerlichen Betrieben. Gewerbliche Hersteller gibt es kaum. Somit dürfte einer der wichtigsten Gründe, die gegen die Erzeugung von Fruchtwein sprechen, eher die Vermarktung von Frischobst und die Herstellung von Saft, Konfitüre (Marmelade), Likör und Brand sein. Die Produkte für die Obst bekannt ist. Denn Fruchtweinerzeugung ist aufwändig und erfordert vergleichsweise viel Know-How. Nur einmaischen und vergären wie beim Brand oder nur zusammenmischen wie beim Likör ist nicht, wenn das fertige Erzeugnis geschmacklich überzeugen soll. Es sind relativ hohe Fruchtmengen nötig, in der Regel mehr als bei Likör. Es ist auch Wissen wie auch Erfahrung in der Weinherstellung von Vorteil und solange der Verkaufspreis bei anderen Produkten höher ist lohnt sich der ganze Aufwand einfach nicht.

Nebenbei werden üblicherweise, man kennt es von Äpfeln, eher geringere Qualitäten und fehlerhafte Ware zu Saft und Most verarbeitet was sicherlich für das Image ebenfalls nicht förderlich ist. Gerade für Wiederverkäufer und die Gastronomie sind aber preiswerte Getränke überlebenswichtig. Da ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Fruchtweine im Low-End Segment vermarktet werden. Hochwertige Getränke haben eher Liebhaberwert und sind wohl der privaten Herstellung überlassen. Zu Hause trinkt man dann die wirklich edlen Sachen, das war schon immer so.

Fruchtdessertweine, Aromatisierte Obstweine, Obstwermute und Obstdessertweine sind im österreichischen Handel (fast) nicht erhältlich. Doch im Weingesetz seit 1980 als eigene Unterkategorie mit allen Spezifikationen geführt. Kaum jemand hat diese Getränke je produziert. Will man sie mit Wein vergleichen sind diese geschmacklich in der Kategorie Dessertwein, Port, Sherry und Wermut anzusiedeln. Österreich ist traditionell kein Land, das solche Getränke produziert, dasselbe gilt für Fruchtwein. Theoretisch allerdings wäre es möglich solche herzustellen. Doch der Markt für Süßwein- und Dessertwein wäre sehr begrenzt, wurde mir gesagt. Interessanterweise gilt dies aber nicht für Fruchtliköre – und Fruchtdessertweine sind damit geschmacklich relativ gut zu vergleichen nur eben ganz anders und leider völlig unbekannt in der Bevölkerung.

Der Niedergang vom Ribiselwein

Zu Beginn der 80er Jahre und mit dem großen Weinskandal in Österreich ging die Nachfrage an Ribiselwein nach unten wie es scheint. Weine wurden qualitativ deutlich besser und was noch wichtiger war, sie wurden für die breite Masse erschwinglich. Es gab also keinen vernünftigen Grund an weinähnlichen Substitutionsprodukten festzuhalten. Es war auch einfacher geworden statt teurem Obst einfach preiswerte Weißweine zu aromatisieren und weinhältige Getränke herzustellen.

Wo es früher fast nur Dopplerweine gab, waren zu Beginn der 90er Jahre Bouteillenweine im Kommen, also Qualitätsweine in der 0,75L Flasche. Qualität war nun das Schlagwort für Österreichischen Wein und brachte neuen Wind in die Winzerszene. Süße Muskateller und Traminerdessertweine mit kräftigen 15%Vol., mehr Likör als Wein, suchte man ab diesem Zeitpunkt ebenfalls vergeblich, denn die alte Fassung des Weingesetzes wurde überarbeitet und reformiert. Der Geschmack der Konsumenten ging in Richtung leichtere Weine aber mit höherer Qualität. Wenn man Wein trank sollte er gut sein und man sollte noch mit dem Auto heimkommen von der Buschenschank, dem Heurigen oder dem Wirtshaus. Hochprozentiges war zunehmend verpönt.

Die Generation, die mit Ribiselwein aufwuchs griff nun vermehrt zu hochwertigeren Getränken. Sie wurde erwachsen. Die nächsten Generationen dürften wählerischer gewesen sein und wohl vermehrt dank Werbung moderne Softdrinks konsumiert haben. Dennoch ist Ribiselwein sehr vielen ein Begriff. Auch die Partykultur dürfte sich mit der Zeit gewandelt haben, Energydrinks waren erstmalig im Kommen. Die Promillebestimmungen im Straßenverkehr wurden sukzessive verschärft. Denn wo vorher noch 0,8 galt wurde auf 0,5 Promille reduziert und erste Geräte zur Alkoholkontrolle wurde Mitte-Ende der 1980er Jahre erstmalig eingeführt.

Wo es vielleicht noch Ribiselwein gab, wurde dieser schrittweise durch Wein- und Alkoholmixgetränke ersetzt, Softdrinks mit Wein oder Rum kennt man. Einfacher zu mixen und in der Bar stets vorrätig. Das Qualitätsverständnis der Bevölkerung entwickelte sich ebenfalls weiter. Fast niemand wollte noch weinähnliche Getränke trinken, wenn er richtigen Wein haben konnte. Somit blieb der Ribiselwein das Getränk für erste Rausch-Erfahrungen, für ungeübte Trinker und ewige Nostalgiker. In ausgewählten Supermärkten oft nur noch in der untersten Regalreihe zu finden.

Die traditionellen Abnehmer von Obst- und Fruchtwein sind und bleiben Heurigen, Wirte und Schanken. Die Getränke, urig wie sie sind, werden üblicherweise in 1/4L Gläsern verkauft und getrunken und passen ins Ambiente einer Weinstube. Obstwein ist mitunter nicht viel teurer als Fruchtsaft. Dadurch ergibt sich eine beachtliche Gewinnspanne für Gastronomen, sofern sich Gäste einfinden, die laufend konsumieren. Von manchen Gastronomen werden Ribiselwein und Co. gar nicht mehr ins Sortiment genommen. Zu gering sei die Nachfrage mittlerweile. Wenn man von einer Literflasche ein Vierterl verkauft und dann mehrere Wochen niemand mehr bestellt, kann man sie entsorgen. Dieses Risiko möchten die wenigsten eingehen. Produkte die nicht laufen, werden schrittweise von der Karte entfernt.

Wie schmeckt Ribiselwein

Rote Ribiseln haben keinen besonderen Eigengeschmack. Das Aroma ist dezent beerig und kernig, im Abgang leicht herb und erinnert sehr schwach und entfernt an Preiselbeeren ohne an deren Herbe heranzureichen. Oft werden noch wenige Prozent schwarze Johannisbeeren mitverarbeitet um den Farbton zu verstärken und das Aroma leicht zu verbessern. Auch weiße Ribiseln können mit roten gemeinsam verarbeitet werden, wobei die weißen keinen besonderen Geschmack aufweisen und neutral sind.

Ribiselweine gänzlich aus schwarzen Früchten sind selten. Schwarze Ribiseln sind saurer, herber und aromatischer als rote und ergeben sehr dunkle, farbkräftige, vorzügliche Fruchtdessertweine, die an Cassis Likör erinnern und eine angenehme samtige Gerbstoffstruktur aufweisen. Durch den hohen Säuregehalt und relativ geringen Extraktgehalt ist eine Verdünnung nur eingeschränkt möglich, die Getränke müssen süß bleiben um harmonisch zu schmecken. Sie erinnern sehr entfernt an Cabernet Sauvignon. In den USA wird auch gerne Black Currant Port erzeugt, also ein Portwein aus schwarzen Johannisbeeren, geschmacklich zwischen Wein und Likör. Erwähnenswert wäre, dass schwarze Johannisbeeren einen sehr hohen ORAC-Wert aufweisen und damit über höhere gesundheitswirksame Inhaltsstoffe verfügen als blaue Trauben. Schwarze Johannisbeeren verfügen über sehr viel Vitamin C und sind ausgesprochen gesund.

In England sind White Currants für die Herstellung von Dessertweinen sehr beliebt. Eine geschmackliche Ähnlichkeit zu einfachen aber kräftigen goldgelben eher neutralen Weißweinen wird immer wieder betont. So soll, wenn man der Erläuterung glauben möchte, der Dessertwein aus weißen Ribiseln auch an einen Tokajer erinnern.

In der Slowakei, kurz nach der österreichischen Grenze, in der Region Devin wird auch heute noch traditionell Ribiselwein aus allen 3 Sorten hergestellt.

Meine persönliche Einstellung zum Ribiselwein

Es ist kein Geheimnis, dass ich rote Ribiseln nicht mag, nie mochte und kein großer Fan von ihnen bin. Man könnte mir also Befangenheit vorwerfen und ein traditionelles Produkt schlechtreden zu wollen mit diesem Blog-Post. Aber das stimmt so nicht ganz. Meine Einstellung hat sich mittlerweile gewandelt. Es ist einige Zeit vergangen seit den „Experimenten“ bis hin zu ambitionierter Fruchtweinerzeugung.

Als ich das erste Mal schwarze Johannisbeeren bestellt habe und versucht habe etwas daraus herzustellen war ich begeistert. Es kommt wohl auch auf die Sorte an und mit welchem Verständnis man an die Herstellung von Fruchtwein herangeht. Selten habe ich soetwas Hervorragendes probiert wie einen Likör bzw. Fruchtdessertwein aus schwarzen Ribiseln.

Die Johannisbeere ist sehr vielseitig einsetzbar und besonders die schwarze Johannisbeere genießt meine Anerkennung. Wenngleich ich von der sortenreinen Fruchtweinherstellung wenig halte, habe ich erkannt, dass Ribiseln tolle Möglichkeiten zur Mitverarbeitung mit anderen Früchten zu Beeren- und Fruchtweinen bieten.

Johannisbeeren sind DAS traditionelle Beerenobst für die Herstellung von Fruchtwein und darauf darf und sollte ein Hersteller nicht verzichten. Egal ob er persönliche Abneigungen hat oder nicht. Vorurteile lassen sich überdenken und das Image neu bewerten.

In zwei meiner Produkte sind Johannisbeeren mitverarbeitet – in Deep Dark und meiner neuesten Kreation, einem Fruchtdessertwein aus roten Ribiseln und Erdbeeren. Einen ersten Artikel darüber findet ihr bald hier.

 

Pairing Wine & Cheese

A Quick and Easy Guide for your next cheese plate with family and friends

How many people will arrive?

Choose 5 different cheeses for up to 10 persons, 8 cheeses for up to 20 and 10 cheeses for up to 100 persons

Is your cheese plate a main dish (200g-250g/person) or a dessert (100-150g/person)?

Now you know how much cheese you need to purchase:

e.g. 4 Persons = ~1kg for a main dish or ~500g for a dessert


 What kind of Occasion – what kind of Beverage?

Sekt Schaumwein Sparkling Frizzante Perlwein SektglasIf you want to keep it simple – open a bottle of Sparkling Wine/Champagne – this one fits all!

Do you serve the cheese plate at breakfast – milk, tea and coffee is for you.

For a Ladies-Night choose lighter and fruitier wines, for a Smoker (social gathering for men) beer will be your choice.

For a Picknic use Wine Spritzer, Fruit Juice and Cider and for a Party you can consider Cocktails too.


What kind of cheese?

  • fresh cheese, cream cheese, cottage cheese, fresh goat cheese
  • mozzarella
  • soft white Cheese – Feta, goat cheese, white cheese
  • Soft Cheese – Camembert, Brie

Wine: use light and fruity White Wines and Rose Wines

dry Moscato or Sauvignon blanc and goat cheese; Pinot blanc or Chardonnay and Brie, Retsina or Grüner Veltliner and Feta; Riesling, Chenin Blanc, Pinot Grigio and Sparkling Wines work also very well with fresh and soft cheeses.


  • Red Smear – Muenster, Chaumes, Limburger, Reblochon, Romadur

Wine: use very fruity semi-sweet white Wines or a Late-Harvest but the better choice is Beer


  • Aged Cheese – Aged Cheddar, Mountain Cheese, Swiss Cheese, Gruyere, Havarti, Aurelia Stilleben Produktpräsentation Flasche Cheddar BirneAppenzeller

Wine: aged Cheeses are very versatile to pair with Wine. Medium bodied white Wines, Sparkling Wines and light to medium red Wines, try sweet Dessertwines like Port and Sherry


  • Hard Cheese – Parmesan, Pecorino

Wine: use aged white and red Wines but also Dessertwines like Port, Sherry or SauternesMorello Stilleben Produktpräsentation Blauschimmelkäse Schokolade Zwetschke Weichsel Dessertweinglasnd Flasche

  • Blue Cheese, Stilton, Gorgonzola

Wine: use Dessertwines like Port, Sherry, Banyuls, Tokaji, Ice Wine


add more sweet and salty side dishes:

Veggies (olives, peppers, onions, tomatoes, artichokes,…) but never use mixed pickles!

Fruits (can be fresh or dried: pears, figs, dates, grapes, cherries, apples, apricots….)

Nuts (fresh, roasted or candied: pistachios, pecans, walnuts, pumpkin seeds…)

or add some saltiness with salami and prosciutto.

Think about chutneys or mustards or sweet jams and jellies. I prever apricot or blueberry jam and quince jelly – these work well with Camembert and Brie. Or what about wine jelly? Be creative


How to arrange?

Käseplatte cheese plate Hindberry Fruchtwein

Start with the mildest Cheese (e.g. fresh cheese) at 6 o’clock on your plate and go clockwise from left to right. Starting with the mild cheeses and go on to harder and riper cheeses. Put triangles of cheese on the plate with the tip pointing outwards. Don’t cut or slice them too thin. Store at room temperature at least 1 hour before serving.

Serve different kinds of bread (white and brown) compatible to your cheese variety along sliced baguette, cheese sticks, and crackers.

You can also set out a separate knife for each cheese (which looks very nice and is smart too because you also should cut different cheeses with different knives to not contaminate them when you put them out of the fridge). Use a cheese harp for blue cheese, a pairing knife for firm cheese and a cheese plane for aged cheeses like Parmesan. They look great on your plate and make a nice Deko element. Last but not least you can also label each cheese. Toothpicks with Flags of origin (like France, Swiss or Italy e.g.) look nice too and your guests can read flavour descriptions or other informations about the cheese. You can also serve different Wines – think of a small wine tasting – with each cheese. Use small glasses and only put in a very small amount of wine just for enjoyment. Light fruity Whites to medium bodied White and Red wines to Port Wines – and make your Cheese Plate your Main Event at your next Party with Family and Friends!

But …. How-to-Fruitwines?

Deep Dark Stilleben Produktpräsentation Camembert Schokolade DessertweinglasOk Hindberry Fruchtwein is all about Fruitwine. As mentioned before fruit juice and apple cider work very well with a cheese plate. A dry crisp passionfruit wine is comparable to a Sauvignon blanc and works well with fresh cheese. A Kiwi or any other white non-grape wine is a good choice for Aged Cheeses and so are medium bodied Stone and Berry Wines. Many Fruitwines are on the semi-sweet to sweet side and work well with cheese and salty dishes. Fruitdessertwines work well with Aged, Hard and Blue Cheeses to keep it short and simple. You can find our own recommendation on the backlabel of our bottles and our Wines Site.

If you want to know more? Then read what Doninic Rivard wrote about this topic on his Blog dailyfruitwine.com

Let me tell you more about Pairing Wine & Chocolate?

Pairing Wine with Chocolate and Candy

Why are Wine & Chocolate not so good friends as you might think?

Himbeerwein mit Pralinen SchokoladeBecause chocolate is fat and fat numbs the taste buds. Remember chocolate kills subtile aromas so you need to pair it with a rubust and heavy wine. Wine and chocolate can be allies if you follow some easy rules:

  • The wine should be sweeter than the chocolate (or dessert without chocolate) otherwise the wine will taste bitter and sour. Sugar can overwhelm dry wines, so it’s wiser to use at least semisweet wines.

Erdbeerwein Social Wine Camembert Brie MarmeladeBut note (we’ve talked it over and it’s a suggestion from my brother-in-law): sometimes it’s not so bad to combine a sweet dessert with a dry wine. If you are not a sweet tooth and want to neutralize the sweetness (e.g. of a sticky strawberry jam) a light fizzy white or sparkling wine would do the trick. Otherwise the sweetness of the dessert and the sweetness of the wine add-up and the result will be too sweet for some people. Some people are looking for a counter-part and may not agree with the Sweet-dessert+Sweet-wine-Rule. Tastes are different and rules are only guidelines. Drink as you like and enjoy! Please comment and tell me your personal opinion on this topic!

  • The darker and/or full bodied the wine, the darker the chocolate. Pair white or milk chocolate with white dessert wines (Ice wines, Tokaji, Vin Santo, Late Harvest). Sparkling wines (Muscat, Asti, Champagne) are versatile and work well with nearly all kinds of chocolate and desserts. Heavy and fortified wines (Port, Sherry, Banyuls) work better with dark chocolate. Try caribbean rum and whiskey with dark chocolate too!

Some people don’t eat finest 70% Chocolate from Ecuador, Trinidad etc. They don’t like the bitter taste. They eat their chocolate in form of sweet candy bars and fancy chocolate beans without mentioning the well known brand names 😉 and of course gummi bears! I’ve found a nice and funny guide herehere and here.  There are people out there who like to pair their Halloween Candies with wine. Ok?! But let’s be fair, you can pair chocolate Easter Eggs with wine too! In case you need some suggestions….

Fruitwines pair well with fruit desserts and chocolate. You can find our own recommendation on the backlabel of our bottles and our Wines Site. Feel free to share favorite recipes with chocolate or fruit cakes, cupcakes, tartes and so on.

If you are from Austria and want some suggestions for tasty handmade chocolate and pralines:

Rohe Vegane Bio Schokolade

Sandras süße Konfektion

Please contact me if you produce chocolate in Austria too

Wine & Cheese pairing?  – follow my next post