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Fruchtwein selber machen, Rezepte, Anleitung

Fruchtwein selbstgemacht – eine Anleitung

Alles beginnt mit der Frage wie man Obst aus dem Garten haltbar macht. Man kann neben Saft, Sirup und Marmelade auch Likör und Fruchtwein ansetzen.

Fruchtwein selbst machen im eigenen Keller ist mit Rezept machbar. Eine einfache Anleitung genügt um Obstwein herzustellen. Es ist natürlich sehr viel einfacher Liköre anzusetzen. Man benötigt dafür ja nur Saft, Früchte, Zucker und Alkohol. Entweder verwendet man Korn, Doppelkorn oder Weingeist. Likör nach Rezept ansetzen ist bekanntlich kinderleicht.

Fruchtwein einfach herstellen im Haushalt ist etwas aufwändiger. Es existieren sehr viele Foren zu diesem Thema wie der Fruchtweinkeller. Es gibt auch Literatur dazu wie zum Beispiel das Buch von Donath „Obstwein selbst gemacht“. Alle Quellen liefern brauchbare Rezepte und Hilfe um die Karriere als Hobbywinzer zu starten.

Etwas an Zubehör wird natürlich benötigt.

  • Weinfässer, Mostfässer
  • Trichter, Siebe, Messbecher, Kübel
  • Zuckerspindel bzw. Mostwaage
  • Vinometer, Acidometer, Refraktometer

Vom kleinen Geldbeutel bis hin zur Profi Kellerei Ausstattung ist alles im Kellerei Fachhandel erhältlich. Man könnte sich auch eine Obstpresse oder Hydropresse und eine Beerenmühle beschaffen, neben einer Weinpumpe, Schläuchen, Bottichen und anderen Gerätschaften.

Dann geht es an die Zutaten für die Rezepte. Zuerst muss man Hefe kaufen. Viele verschiedene Reinzuchthefen stehen zur Auswahl. Backhefe, Turbohefe, Kaltgärhefe, Portwein Hefe. Im Winzer Fachhandel gibt es zudem professionelle Weinhefen, die auch im gewerblichen Bereich zum Einsatz kommen. Spezielle Weißwein, Rotwein oder gar Bier oder Sekt Hefen findet man dort. Bleibt nur noch die Frage ob man flüssige Weinhefen verwendet oder zu einer Trockenhefe greift um den Gärstarter vorzubereiten.

Welcher Obstwein soll es nun werden? Vielleicht ein Ribiselwein oder ein Johannisbeerwein? Sehr beliebt beim Hobbykellermeister sind auch Kirschwein und Erdbeerwein. Gartenobst ist im Haushalt meist verfügbar und der Fruchtwein schmeckt erfahrungsgemäß immer gut und kann sogar noch im Laufe des Sommers getrunken werden. Wer viele Äpfelbäume sein Eigen nennt, kann auch Äpplewoi, Most oder Apfelcider erzeugen. Der Aufwand ist aber viel größer als bei Beerenwein.

Natürlich kann ich hier keine Anleitung geben wie es nun genau funktioniert. In der entsprechenden Literatur ist aber alles beschrieben. So lassen sich im Haushalt schmackhafte Weinlinge bereiten. Wieviel Zitronensäure und Schwefel man benötigt und wie das mit dem Nachzuckern genau funktioniert damit der Fruchtwein eine harmonische Restsüße erhält, alles kann man dort nachlesen.

Wer nun den Keller voll mit selbstgemachten Fruchtweinen hat, denkt wahrscheinlich daran seine Fruchtweine zu verkaufen. Liköre am Weihnachtsmarkt verkaufen ist ebenso ein sehr heikles Thema. Hier gelten die gewerberechtlichen Vorschriften und die Hygiene Auflagen der jeweiligen Länder. Ohne eine angemeldete gewerbliche Produktion ist ein Verkauf nicht gestattet.

In Deutschland sind außerdem die Leitsätze für weinähnliche und schaumweinähnliche Getränke zu beachten. Ganz so einfach ist es nämlich nicht und es steckt noch sehr viel mehr Arbeit darin bis die erste Flasche Fruchtwein verkauft werden darf.

 

Literatur zum Thema Wein und Fruchtwein

Wer sich näher mit Fruchtweinerzeugung beschäftigen möchte oder sich einfach nur in diese Thematik einlesen will, dem seien einige Bücher nahegelegt. Wie das Buch von Kolb und Demuth zur industriellen, gewerblichen und häuslichen Fruchtweinerzeugung. Ich bediene mich auch gerne der internationalen Literatur und lese Publikationen von Universitäten z.b. aus Australien und Asien.

Was das Thema Bücher betrifft, wäre hier vorallem Dominic Rivard zu nennen, der sich in der Fruchtweinbranche einen Namen gemacht hat. Er hat „The Ultimate Fruitwine Maker’s Guide“ herausgebracht und ist als Winemaker und Berater in diesem Segment tätig.

Wer sein Wissen im Hobbywinzerbereich erweitern möchte, sollte unbedingt Daniel Pambianchi’s „The Comprehensive Guide to Making Chateau-Style Wines“ lesen, Techniques in Home Winemaking.

In diesem Werk werden vorwiegend Kleingeräte und im Fachhandel für den Hobbybereich vertriebene Gerätschaften sehr ausführlich beschrieben. Das Buch ist damit eine unverzichtbare Literaturquelle für Besitzer von Trauben im eigenen Garten, die selber mal Wein machen möchten.

Pambianchi erklärt die Herstellung von Rotwein am Beispiel von Pinot Noir. Er geht auf die Herstellung von Sparkling Wines und Sparkling Icewines ein und erklärt die Herstellung von Portwein. Dazu erklärt er was die analytischen Werte von Säure-, Zucker- und Alkoholgehalt für bestimmte Erzeugnisse aussagen. Er geht auf den gesamten Bereich der Weinanalytik ein. Damit wird es dem ambitionierten Hobbywinzer einfach gemacht bestimmte Weinstile zu verstehen. Sein Buch vermittelt anschaulich was bei der Herstellung von Wein zu beachten ist.

Weltweit gibt es weit über einige tausend verschiedene Rebsorten. Es kommt eher auf das Klima und die Reifeverhältnisse an welche Traubensorten sich zum lokalen Anbau eignen. Auf dem großen Kontinent Amerika wachsen nicht alle Rebsorten überall. So ist man auf der klügeren Seite vollreife Hybridtrauben zu ernten als unreife Vinifera Trauben. Trinkbare Weine lassen sich aber aus allen Rebsorten herstellen, wenn man den für die jeweilige Traube sinnvollsten Weinstil nutzt. Der Rest bleibt Geschmackssache.

In Jeff Cox Buch „From Vines to Wines“ erfährt man Wissenwertes über Rebstockerziehung. Das Buch erklärt Hybridsorten, die für Hobbywinzer in den USA von Bedeutung sind. Wann kann geerntet werden? Wie testet man Weinsäure und den Reifegrad der Trauben und was passiert nach der Ernte? Er erläutert warum es klüger ist von roten Hybrid Trauben eher „Blush“ also Rosewein zu erzeugen anstatt Rotwein und dass Blending nicht unbedingt negativ zu werten ist. Das Ziel sollte immer sein, leckeren Wein zu erzeugen.

In der österreichischen und deutschen Literatur findet man sehr wenig brauchbare Hinweise, die gerade im Hobbybereich der Fruchtweinherstellung anwendbar wären. Genauere Beschreibungen zu den Gerätschaften im Haushalt fehlen in der deutschsprachigen Literatur meist. Der Bereich Obstwein und Fruchtwein wird in der Fachliteratur in Österreich nahezu gänzlich verschwiegen. In Österreich werden vorallem Apfelmost und Birnenweine erzeugt, die in den Bereich der Obstverarbeitung fallen und vom Weinbau eher ausgegliedert sind.

Im großen Buch der „Obstverarbeitung“ von Georg Innerhofer erfährt man kurz und knackig alles Wissenswerte darüber. Von Saft, Nektar, Sirup, Obstwein, Obstessig, Obstbrand bis hin zu Fruchtlikör reichen die flüssigen Erzeugnisse. Man erfährt zudem etwas über Konfitüre, Gelee, Marmelade, Obstkonserven, Dörrobst und Trockenobst.

„Der Winzer“ von Meidinger, Blankenhorn und Funk gibt Einblick in die Arbeiten der Weinkellerei. Ebenso das Buch von Steidl zur „Kellerwirtschaft“. Mehr über die Winzerpraxis gibt es in der Reihe des Agrarverlags nachzulesen. Publikationen und interessante Abhandlungen sind von bekannten österreichischen Autoren im Bereich des Weinbaus verfasst wie Eder und Renner.

Im deutschsprachigen Raum zählt Donath „Obstwein selbst gemacht“ zu den fast schon altehrwürdigen Werken der Fruchtwein Hobbywinzer Literatur. Auch das seit der 1960er Jahren bekannte Vierka Weinbuch zählt zur alten Literatur. Arauner führt auch eine neuere Auflage seines Werkes „Weine und Säfte, Liköre und Sekt, selbstgemacht“ das unter dem Titel „Kitzinger Weinbuch“ erhältlich ist. Ebenso fügt sich Lehari’s „Beeren- Frucht- und Kräuterweine“ in diese Aufzählung ein. Zum Schluss noch die Vina „Most- und Weinfibel“ für Hobby Kellermeister.

Im englischsprachigen Raum gibt es weitaus ältere Rezeptsammlungen und Bücher zum Thema Homewine Making. Wer sein Wissen im Internet erweitern möchte und ausgefallene Rezepte für die hobbymäßige Herstellung von Fruchtwein sucht, kann u.a. auch bei Jack Keller vorbeischauen. Im deutschsprachigen Raum nutzt man zudem einschlägige Foren und bekannte Homepages zum Thema Fruchtweinbereitung.

 

Rezepte – warum sollte man sie nicht verwenden?

Von Rezepten in Büchern und auf Internetseiten halte ich selber sehr wenig. Das hat mehrere Gründe. Einer ist der rechtliche Aspekt. Denn gewerbliche Hersteller müssen sich an gewisse Vorgaben halten und einige Rezepturen lassen sich legal nicht so umsetzen wie man sie etwa in Büchern vorfindet. Das ist aber oft der Fall, nicht nur beim Weinmachen. Rezepte können also nicht direkt übernommen werden oder müssten anders bezeichnet oder deklariert werden. So gerne auch gegen diese gesetzlichen Vorgaben aus Sicht der Hobbywinzer gewettert wird, weil der Gesetzgeber so restriktiv vorgeht, bei genauerer Betrachtung sind sie durchaus sinnvoll und richtig.

Das oberste Ziel sind immer hochwertige Erzeugnisse. Es sollte aber auch im Hobbybereich nicht anders sein. Wer will schon mit Holunderblüten aromatisiertes Zuckerwasser als Wein bezeichnen? Oder vertrocknete mit heißem Wasser aufgegossene Hagebutten als Sherry? Für private Gärexperimente im Haushalt ist ja vieles machbar und dort sollte es auch bleiben.

Aus Dirndln oder Ribiseln lassen sich nur sehr schwer trockene Tischweine herstellen, da sie wegen der übermäßigen Fruchtsäure zu stark verdünnt werden müssten. Es würde ihnen am Ende an wichtigem Extrakt fehlen.

Es sind nicht alle Rezepturen in Büchern schlecht. Sie liefern zumindest ungefähre Anhaltspunkte und Inspiration für neue Versuchsweine. Rezepte haben aber den großen Nachteil dass sie an ein Kochbuch erinnern. Rezepte wirken auf den ersten Blick einfacher als so ein komplexes Thema in Wirklichkeit ist. Mischt man die besagten Zutaten, dann erhält man das gewünschte Ergebnis. Manchmal ja, manchmal nein und es gibt sehr viel dazwischen.

Mit diesem großen Feld an Interpretationsmöglichkeiten befassen sich unzählige Internetforen. Einerseits handeln die Einträge von der Fehlersuche wo oft nur gemutmaßt werden kann wo der tatsächliche Fehler lag. Andererseits dreht sich alles um Tipps, Ratschläge, Verbesserungsvorschläge und Hilfestellung für Amateure und Neulinge. Was lief grundsätzlich falsch oder wie verfährt man nun am besten weiter damit der Weinansatz noch zu retten ist.

Weinmachen ist eben nicht nur ein simpler biologischer Prozess. Teilweise sind aber solche Prozesse auch nur bedingt steuerbar und im seltesten Fall hundertrozentig reproduzierbar. Es gehört andererseits auch jahrelange Erfahrung und Fingerspitzengefühl dazu Wein zu machen. Hinzu kommt auch eine technische Komponente, die man nicht vernachlässigen sollte.

Für den Privatbedarf lassen sich hier verschiedene Gärungsexperimente machen, die manchmal gut und manchmal weniger gut ausfallen. Die Kunst ist es genau zu wissen was man tut und wie man den Wein in Harmonie bringt.

Rezepte sind damit nicht per se schlecht oder unbrauchbar aber es gibt gute und weniger gute Rezepte. Selbst schlechte Rezepte haben immerhin noch den wertvollen Nutzen, dass man daraus lernt und Erfahrungen sammelt.

Möchte man lediglich ein alkoholisches Getränk für den privaten Hausgebrauch erzeugen, dann sind Rezepte als schneller Einstieg auch für Laien brauchbar. Das ist beim Kochen und Backen auch nicht viel anders.

Allerdings benötigt man beim Weinmachen sehr viel Geduld, denn es dauert mehrere Wochen und Monate bis der Wein fertig ist. Das Lagern kann dann je nach Produkt auch noch Jahre dauern. Es ist also kein Hobby für Ungeduldige.

 

Wie man aus Wasser Wein macht (Jesus Units)

Der Hobbywinzer möchte möglichst viel Ausbeute an Wein haben, besonders wenn er teure Früchte einsetzt. Ausbeute ist oft und leider das oberste Ziel. Bei vielen Rezepten werden sowohl Wasser als auch Zitronensäure oder Milchsäure zugesetzt. Manche Rezepte schreiben etwa 4kg Früchte für einen 10L Weinansatz vor. Dies ist bei weitem zu wenig an Frucht.

Man muss sich vorstellen, dass je nach Obstart nach dem Pressen oder einer Maischegärung zwischen 40% und 85% Saftausbeute erhalten werden kann. Bei so übermäßiger Zugabe an Wasser erhält man lediglich mit Obst aromatisiertes Zuckerwasser, das vergoren wird. Das ist allerdings kein Fruchtwein.

Es gibt durchaus Früchte mit sehr hohem Säuregehalt die so eine Verdünnung teilweise rechtfertigen würden. Aber wer dann zuerst saures Obst verdünnt und dann wieder Zitronensäure oder Milchsäure zusetzt um der Verdünnung entgegenzuwirken hat den Saft schon überstreckt. Es gibt auch milden Obstsaft wie der von Apfel oder Birne wo die moderate Zugabe von Genusssäure nicht schadet. Aber alles mit Maß und Ziel.

Der Hobbywinzer überstreckt damit wissentlich oder unwissentlich den Saft weil er nach Rezept vorgeht. Manche Früchte tolerieren diese Verdünnung noch eher als andere, weil sie hohe Extraktgehalte aufweisen, andere eben nicht.

Das Ergebnis sind im schlimmsten Fall brandige Weine mit wenig Körper und Mundgefühl, die sich schwer in Harmonie bringen lassen. Sie schmecken dünn und leer trotz hohem Alkoholgehalt. Da hilft auch Restzucker wenig. Der Körper des Weines bleibt dünn. Dies mag vielleicht noch für leichte Sommergetränke funktionieren, es gibt schließlich auch Fruchtwein Cocktails, obstweinhältige Getränke und Bowlen, die mit Wasser verdünnt sind. Ein fehlender Körper funktioniert aber nicht mehr bei Dessertweinen. Eine Disharmonie wäre hier deutlich wahrnehmbar.

Rezepturen arbeiten immer mit exakten Mengenangaben obwohl die Säure- und Zuckergehalte in Früchten durchaus stark schwanken können. Man wird von Jahr zu Jahr und von Erntezeitpunkt zu Erntezeitpunkt unterschiedliche Qualitäten ernten. Nur eine entsprechende Analyse von Zucker- und Säuregehalt, wie auch bei Trauben üblich, bietet hier einen gewissen Sicherheitsfaktor.

Dann muss natürlich auch noch das Rezept entsprechend angepasst werden. Das heisst man sollte wissen welche analytischen Parameter der fertige Wein haben sollte, den man erzeugen will. Etwas zu kompliziert für Laien, die schnell mal Wein selbermachen möchten. Das heisst aber auch, dass ein Wein nach Rezept einmal wunderbar schmecken kann, ein anderes Mal entweder zu süß oder zu sauer ausfallen oder sonstige Ecken und Kanten aufweisen könnte.

 

Extrakt – Was ist das?

Dieser analytische Parameter wird im gesamten Hobbywinzerbereich und nahezu allen Internetforen komplett ausgeklammert. Denn der Extrakt(rest) kann vom Laien nicht so einfach gemessen werden. Dafür ist ein Weinlabor zu Rate zu ziehen. Der Amateur interessiert sich dafür scheinbar nicht besonders, denn er möchte eigenen Wein herstellen bzw. Obst zu Fruchtwein verarbeiten. Da sind wissenschaftliche Aspekte und Hintergrundinfos abseits von Zuckerzugabe und Alkoholgehalt Ausbeute wenig spannend und oft nur zusätzlich verwirrend.

Es gibt aber durchaus Literaturquellen mit denen man hinsichtlich Extrakt arbeiten kann. So lässt sich zumindest eine erste Abschätzung tätigen. Der Extraktrest ist meist spezifisch für die jeweilige Obstart. Er kann aber jahrgangsabhängig geringfügig schwanken.

Der Extrakt bezeichnet grundsätzlich die gesamten Inhaltsstoffe eines Saftes von Mineralstoffen über Säure, Zucker und Farbstoffe. Gemessen wird der Gesamtextrakt z.b. mit einem Aerometer, einer Mostwaage. Der Gesamtextrakt setzt sich aus Zucker und einem Extraktrest, der aus zuckerfreiem Extrakt und Säure besteht, zusammen. Der zuckerfreie Extrakt umfasst Mineralstoffe, unvergärbare Bestandteile, Farbstoffe und auch Glycerin im fertigen Wein. Dieser Parameter bestimmt damit auch die Wertigkeit des Weines. Maischegärungen erhöhen zudem den Gehalt an Extrakt geringfügig und machen den Wein vollmundiger.

Manche Rezepturen berücksichtigen den Extrakt(rest) bei genauerer Betrachtung der Zusammensetzung durchaus. In manchen Büchern ist der Extraktwert auch angegeben oder man kann ihn einfach berechnen oder abschätzen. Im Grunde besagt der Extrakt wie stark ein Saft verdünnt werden darf. Hier ist die jeweilige Gesetzesvorgabe zu berücksichtigen, da sich die Vorgaben für die Herstellung von Fruchtwein in Österreich und Deutschland unterscheiden. Der Gesetzgeber möchte schließlich einen Mindestanteil an Fruchtsaft im Fruchtwein enthalten sehen.

Traubenwein wird üblicherweise nicht mit Wasser verdünnt. Früher war eine sogenannte Nasszuckerung, das Gallisieren, erlaubt um die Gesamtsäure zu reduzieren. Heutzutage ist sie bei Wein verboten. Wegen der meist doch recht hohen Fruchtsäure, ist sie bei Obstwein zulässig aber auch nur bedingt. Die Fruchtsäure, die sich neben anderen Säurearten meist aus Äpfel- und Zitronensäure zusammensetzt, lässt sich im Vergleich zur Weinsäure nämlich nicht chemisch ausfällen. Hier ist eine Verdünnung mit Wasser oder säureärmeren Fruchtsäften das Mittel der Wahl.

Man möchte schließlich ein vollmundiges Getränk, in dem Fall Fruchtwein, im Glas haben. Kein aromatisiertes Zuckerwasser. Das funktioniert nur, wenn ein entsprechender Extraktrest vorhanden ist. Daher sollte die Verdünnung von Obstsaft und Fruchtmaische eher moderat angesetzt werden und im besten Fall wiederum mit anderem säurearmen Obstsaft erfolgen, wenn möglich.

Der zuckerfreie Extrakt ist für den Geschmack von großer Wichtigkeit, denn er gibt dem Wein Körper und Fülle. Mineralstoffe und Inhaltsstoffe puffern etwa Säure und Stabilisieren Farbe und Aroma. Es ist somit ratsam auch bei Fruchtwein für die Harmonie und Bekömmlichkeit einen hohen Extraktrest anzustreben. Gerade wenn es sich um gehaltvolle höherprozentige Dessertweine handelt.

Der Einsatz von konzentrierten Obstsäften kann für Dessertweine von Vorteil sein. Denn je mehr Fruchtsaft umso gehaltvoller der Fruchtwein. Nicht auf die Erhöhung der Ausbeute durch Strecken des Saftes sondern auf die Erhöhung der Qualität sollte das Hauptaugenmerk gelegt werden. Besonders Hobbywinzer würden von höherwertigen Hausweinen profitieren.

Englischsprachige Fruchtwein Rezepturen arbeiten zum Beispiel mit white or red grape concentrate im Obstwein bzw. fruitwine. Das bringt nicht nur mehr Zucker vor der Vergärung ins Getränk sondern auch mehr body, also Körper. Da Traubensaftkonzentrat eher neutral im Aroma ist, kann dessen Eigenaroma vernachlässigt werden. Es sei aber angemerkt, dass man grape concentrate in den USA auch ganz unkompliziert im Supermarkt kaufen kann.

Das Blending unterschiedlicher Säfte ist mitunter eine Kunstform. Nicht umsonst hat sich der Field Blend bzw. Gemischte Satz als Kulturgut etaliert. Das Risiko dass eine Saftkomponente geschmacklich hervortritt ist dadurch stark minimiert.

 

Analytik pur – trockene Zahlen

Wer sich mit der Weinherstellung und Wein allgemein befasst, für den ist es auch essentiell die analytischen Endwerte der Getränke zu kennen. Diese trockenen Zahlen erlauben, für den, der Interesse zeigt, auch eine Beurteilung des Produktes vorab.

Es ist daher sehr spannend diese Zahlen von den unterschiedlichsten Weinen und Dessertweinen zu kennen und zu vergleichen, die Weine zu kosten und das Ergebnis zu beurteilen. Alkoholgehalt, Säuregehalt, Restzuckergehalt und ggf. zuckerfreier Extrakt. Diese Zahlen zu kennen, hilft ein Produkt zu erzeugen, das den Geschmack trifft. Nicht nur den eigenen, sondern auch den der Kunden.

All das ist Know-How, Erfahrung und zum Teil auch Glück. Weinherstellung ist Kunst und Wissenschaft. Der technische Aspekt ist eine Sache, aber die Komposition ist eine ganz andere.

Wie lange sind nun Fruchtweine haltbar? Was meint ihr?

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Der perfekte Punsch für alle

Alkoholfreier Früchtepunsch für Erwachsene, selbstgemacht

Beste Zutaten, eine bewährte Rezeptur und langjährige Erfahrung – das macht einen köstlichen Punsch aus. Selbstgemacht natürlich! Egal ob mit Alkohol oder ohne. Mein perfekter Weihnachtspunsch für Erwachsene ist selbstgemachter alkoholfreier Früchtepunsch. Der perfekte Punsch für alle – Kinder und Autofahrer.

Aber was ist Punsch überhaupt? Das Wort stammt aus dem Indischen und bezeichnet 5 Zutaten.

  • Arrak (Branntwein)
  • Zucker
  • Zitronen- Orangen- oder Pomeranzensaft
  • Wasser
  • und Gewürze (Tee, Zimt, Nelken, usw.).

Der Branntwein wird gerne durch Rum, Weinbrand und/oder Wein ersetzt. Die Gewürze sind variabel. Zimt und Nelken sind am gebräuchlichsten aber auch Vanillezucker zum Süßen.

 

Die Glühweintöpfe kochen am Adventmarkt

Jetzt beginnt langsam wieder die Zeit wo auf Adventmärkten und Weihnachtsmärkten die Glühweintöpfe, Punschkocher und Glühweinbecher ausgepackt werden. Der Punsch kommt meist als Punschkonzentrat, abgefüllt in 10-Liter Kanister, zum Einsatz.

Viele sagen Punsch ohne Alkohol, das kann doch gar nicht schmecken. Ich habe lange aus Rotwein, Zimt, Nelken, Tee, Orangensaft, Vanillezucker, Zucker und einem Schuss Rum, selbstgemachten Punsch gekocht. Das richtige Mischungsverhältnis zu finden ist die wahre Kunst dabei. Hier hilft nur kosten und abschmecken und natürlich viel Erfahrung bis der Punsch so schmeckt wie er schmecken soll. Er darf nicht zu süß, nicht zu sauer und nicht zu alkoholisch sein. Das Aroma der Gewürze, von der Vanille und vom Rum muss im Getränk köstlich eingebunden sein.

Die Nachfrage nach alkoholfreiem Fruchtpunsch ist definitiv da. Um auch Kindern und Autofahrern ein fruchtiges Punscherlebnis bieten zu können, habe ich etwas im Internet recherchiert. Ich habe Rezepte durchgelesen und mir fruchtige Punschvarianten im Handel näher angesehen. Was ist drin und was könnte man „pantschen“?

Punsch und Glühwein gibt es für Großverbraucher bereits trinkfertig. Es genügt ihn nur leicht im Glühweinkocher aufzuwärmen aber nicht zu kochen. Wein, Gewürze und Aromen, alles drin, fixfertig.

Oft wird damit geworben keine künstlichen Aromen zu verwenden. Doch naturidente Aromen entstehen ebenso künstlich im Labor und natürliche Aromen werden oft mittels Fermentation durch Pilze gewonnen. Diese Getränkegrundstoffe haben also nicht mehr viel mit echten Früchten und dem würzigen Duft von Rum aus der Südsee zu tun außer Aroma, das daran erinnert.

 

Alkoholfreier Punsch – schmeckt das überhaupt?

Ich hatte mir einige Rezepte herausgesucht und verglichen. Ich habe mir dann selber ein eigenes Rezept ausgedacht. Es ist ja nicht so schwer ein paar Zutaten und Gewürze zusammenzumischen und abzuschmecken. Natürlich musste ich dann auch vorab testen wie die Ergebnisse so ausfielen- und ich war sofort begeistert und überzeugt.

Punsch geht auch ohne Alkohol. Nicht nur irgendwie sondern er schmeckt absolut unschlagbar gut. Es ist keine Hexerei dabei und funktioniert kinderleicht.

Wenn ihr also nicht wisst wieviele Gäste ihr erwartet und diese vielleicht kurzfristig absagen oder doch unerwartet mehr Gäste kommen sollten, bietet sich das Basisrezept an. Das kann dann je nach Bedarf erweitert werden.

 

Basis-Rezept: Fruchtpunsch alkoholfrei

  • 1L natürtrüber Apfelsaft
  • 1L schwarzer Johannisbeer Nektar
  • Saft von einer Orange
  • 2 Gewürznelken, eine Prise Zimt

weitere Optionen für Experimentierfreudige:

  • Wasser – bei Bedarf um die Süße und Säure etwas zu reduzieren.
  • Holunderbeersaft statt oder zusätzlich zur Johannisbeere.
  • weitere Beeren- und Fruchtsäfte nach Geschmack z.b. Heidelbeere.
  • wer es gerne noch fruchtiger möchte – Multivitaminsaft, ja auch der macht sich im Früchtepunsch ganz gut, glaubt man kaum ist aber so!

Mit diesem Basisrezept lässt sich ganz köstlicher Früchtepunsch zubereiten. Die Gewürze lassen sich natürlich je nach Lust und Laune abwandeln. Dann wird es noch ein richtiger Weihnachtspunsch für Erwachsene. Der Experimentierfreude ist kein Abbruch getan.

Wenn man es tropisch mag vielleicht etwas Ananassaft mit frisch gepresstem Orangensaft kombinieren. Für Rotweinliebhaber wäre vielleicht ein dunkler Beerenpunsch aus Holunder, Heidelbeere und Johannisbeere eine Idee. Der Apfelsaft ist eher neutral aber doch fruchtig ohne zu sehr im Vordergrund zu stehen. Er bietet sich daher exzellent an um das herbe Aroma von Johannisbeere oder Holunder etwas zu zügeln. Wie wäre es mit einem Orangen-Ingwer-Punsch mit Apfelsaft. Nicht nur fruchtig sondern auch feurig-scharf und das ganz ohne Alkohol! Ich empfehle dafür unbehandelte Orangen direkt in den Punsch zu geben. Ihr seht, es ist nicht schwer einen alkoholfreien Punsch für Erwachsene zu machen. Aber halt fehlt da nicht noch was? Klar!

How-to Pimp my Punch

Für alle, die auf ihren Weihnachtspunsch mit Alkohol doch nicht verzichten möchten, bietet sich das Pimpen an. Entweder einen Schuss Rotwein und/oder Rum in den heißen Fruchtpunsch geben und genießen. Für andere Punsch-Variationen bieten sich natürlich diverse Liköre und Spirituosen an. Lasst eurer Kreativität freien Lauf. Für tropischen Punsch etwa Kokos- oder Maracujalikör oder Limette und Tequila etc.

Vorteil bei dieser Methode: es riecht nicht unangenehm nach ausgekochtem Alkohol, Punsch und Glühwein in der winterlichen Nachtluft. Bei dieser Variante verkocht kein Alkohol. Jeder Gast dosiert sich genau die Menge, die er möchte.

Wenn unerwartet mehr Gäste kommen, ist der alkoholfreie Basispunsch schnell wieder nachgefüllt und für Nachschub gesorgt. Außerdem können Kinder und Erwachsene aus einem Glühweinkocher trinken, was den Aufwand erheblich reduziert für verschiedene Zielgruppen verschiedene Punschvariationen anzubieten.

Wir waren bei unseren winterlichen Gartenparties mit dieser Lösung mehr als zufrieden. Denn wenn doch etwas Punsch überbleibt, kann man diesen am nächsten Tag bedenkenlos trinken, da er alkoholfrei ist. Es bleibt in der Regel auch kaum eine größere Menge übrig, da man wie gesagt sehr gut nachdosieren kann.

Halloween bei Hindberry Fruchtwein

Halloween in der Obstweinkelterei

Fruchtdessertwein aus Holunderbeeren, roten und schwarzen Johannisbeeren, Heidelbeeren und Preiselbeeren Hindberry Fruchtwein Pellendorf Himberg Schwechat Wien Halloween Fledermäuse Kürbis Totenkopf Grablicht Spinnennetz

Am 31.10. haben wir ab 18:00 bei uns in der Obstweinkellerei in Pellendorf traditionell für Halloween geöffnet.

Wir bieten Süßigkeiten für die Kinder aus der Nachbarschaft. Wir lassen unsere Fruchtdessertweine verkosten. Wir halten heißen Punsch für Nachbarn, Bekannte und Freunde bereithalten.

 

Freue mich auf viele Besucher

Eva Meindl und Ilse Storfer

Kunst und Kultur

Das letzte Wochenende war sehr bewegt und von Kunst und Kultur geprägt. Am vergangenen Samstag war ich zu Gast in der Vinothek am Rochusmarkt. Die Künstlerin Eva Meindl hatte wieder mal zu einem Event geladen – Eva unterwegs für dich!

Es gab zahlreiche Preise zu gewinnen, neben der Verkostung so mancher Weine der Vinothek und der gereichten Snacks mit Käse und Pasta. Schön war´s in der Vinothek Rochus.

Die Snacks werden übrigens kostenlos zum Wein gereicht – damit ein Geheimtipp für Genießer

https://www.1000things.at/info/vinothek-rochus/

Am Sonntag ging es dann zu einem künstlerischen Nachmittag ins Atelier von Ilse Storfer nach Himberg. Musikalisch begleitet wurde der Nachmittag diesmal auch von Claudia Hofbauer.

Die Gäste durften sich anschließend von meinen neuesten Kreationen geschmacklich überzeugen.

Neu im Sortiment Rehlein und Morello.

Wer sich musikalisch präsentieren möchte hat bei der Kulturwerkstatt Sacoma immer eine Bühne

http://www.ilsestorfer.at/kulturwerkstatt-sacoma.html

Einen Beitrag mit Fotos findet ihr auf: https://www.meinbezirk.at/schwechat/leute/lieder-und-lesung-in-der-kulturwerkstatt-sacoma-d2904725.html

 

 

Honigwein und Speisen

Mit welchem Essen kombiniert man Honigwein (Met)?

Wie man Honigwein mit Essen kombiniert, hängt von den Speisen aber vom Honigwein selbst ab. Die Honigsorte (Blütenhonig – Honigtau) und der Ausbau (trocken – süss) bestimmen zu welchem Essen man ihn anbietet.

Wie hoch ist der Alkoholgehalt und wurde mit Kräutern/Gewürzen aromatisiert oder ist es ein Honigwein mit Fruchtbasis?

Generell kann man Honigwein wie Sherry oder Likörwein/Eiswein/Vin Santo benutzen. Also entweder als Aperitif oder zum Dessert.

Honigwein Met HonigDurch die Süße passt er auch gut zu pikanten und stärker gewürzten Speisen (Chili, Thai, asiatisch, indisch). Hier sehe ich z.b. süß-saure und pikante asiatische Gerichte, wenn es eine Hauptspeise sein soll und der Honigwein nicht zu schwer und drinky ist.

Gut gewürzte Chickenwings z.b. bei einem BBQ oder auch ein gut gekühlter Honigwein Frizzante/Sparkling zwischen den Gängen oder gar ein Honigbier wären auch hier gute Kombinationen für sommerliche Grillabende.

Met passt aber auch gut zu Nüssen und Trockenobst, einer Käseplatte mit gereiften Käsesorten beispielsweise. Setzen sie ihn wie Likörwein und Sherry ein. Als Begleitung zu einer Torte oder einem Nusskuchen, einer Cremeschnitte oder als flüssiges Dessert um den Abend ausklingen zu lassen.

Trockene, leichtere Honigweine mit kaum merklicher Restsüße eignen sich durchaus auch zur Begleitung von Seafood wie Garnelen oder zu hellem Fleisch wie Huhn. Zitruslastige Honigweine auch zu Fisch. Aromatisierte Honigweine mit Blüten und Kräutern eignen sich auch gut zu sommerlichen Salaten. Honigwein mit dunklen Früchten passen gut zu winterlichen Bratengerichten, zu Steak oder Hamburger. Apfel-Honigweine sind eine ideale Begleitung zu Truthahn oder Schwein. Auch Marinaden und Soßen lassen sich mit Honigwein verfeinern

P.S.: Bier lässt sich auch gut mit Honigwein mischen, was dem Bier deutliche Süße und mehr Alkohol verleiht und geschmacklich leicht an ein mild gehopftes, süßes Bockbier erinnert.

Hier kannst du mehr über Honigwein und Met erfahren.

Jahrmarkt Himberg

Großer Erfolg in Himberg

Ich bedanke mich bei allen Besuchern des Jahrmarkt Himberg. Viele Himberger kamen zur Verkostung und zum Einkauf. Das Banner Nähe Sportplatz/Waldbad hatten sie schon öfters gesehen. Sie wussten nur nicht was Hindberry Fruchtwein überhaupt ist. Es war ein großer Erfolg, denn sie konnten endlich ihre Neugierde befriedigen.

Ebenso lernte ich ein paar meiner Facebook Freunde persönlich kennen. Schön, dass sie den Jahrmarkt nutzten um sich mit Fruchtdessertwein einzudecken. Ich freue mich über Mundpropaganda, Empfehlungen an Freunde und Bekannte und natürlich darauf Euch bei einer meiner Verkostungen persönlich kennenzulernen.

Buchungen unter: hindberryfruchtwein@aon.at

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Verkostung beim Minigolf Verein Alterlaa

Minigolf spielen und Fruchtwein verkosten

Schon zum zweiten Mal in diesem Sommer war ich beim Minigolf Verein Sportunion Alterlaa zu Besuch um meine Fruchtweine zur Verkostung anzubieten.

Auf 14 Bahnen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen kann man dort unterhaltsame Nachmittage mit Freunden und Familie verbringen und sich anschließend in einer schönen schattigen Laube entspannen und den Abend ausklingen lassen. Damit bietet die Anlage auch besonderen Spass für junge Familien mit kleinen Kindern und auch für ältere Semester. Hinkommen und Spielen!

Empfehlung von mir Sportunion Minigolf Alterlaa

Jahrmarkt Himberg Alterlaa Minigolf Verein Öffnungszeiten Himberg Wien Schwechat Pellendorf Hindberry Fruchtwein Verkostung Wein Obstwein Himbergerhimbeerwein Fruchtdessertwein Geschenke Firmengeschenke

Own Business Day 9. Oktober

Wir feiern den Own Business Day

Der Own Business Day von Metro bietet eine Werbeplattform. Nicht nur für die Unternehmen, die bei Metro gelistet sind sondern für alle Unternehmen. Kleinunternehmen und Gastronomie und alle anderen Firmen aus der näheren Umgebung. Jeder darf mitmachen. Es gibt an diesem Tag überall Angebote, Specials und Sonderangebote zu entdecken. Wir feiern mit!

Wer bis zum 9.10. unter hindberryfruchtwein@aon.at und dem Kennwort „OBD“ (own business day) eine Verkostung bucht, erhält 1 Flasche Fruchtdessertwein statt um 11,95€ um 9,95€. Dieses Angebot gilt ab 1.September und endet am 9.Oktober. Pro Person ist nur ein Rabatt möglich.

Weiters können bereits jetzt schon unsere Geschenkboxen als Firmengeschenke für Weihnachten vorbestellt werden. Die Lieferung an ihre Firma erfolgt kostenlos

Am 9. Oktober gibt es bei mir in Pellendorf bei Himberg von 9:00-21:00 den ganzen Tag über ein einmaliges Angebot! Sie dürfen alle meine Fruchtweine verkosten. Meine Hindberry Geschenkbox gibt’s statt um 34,50€ um 29,90€ zu erstehen! Also vormerken und vorbeikommen.

Unterstützt mein Angebot hier auf der Own Business Day Plattform. Man kann nach jedem Cooldown erneut voten Hindberry Fruchtwein

Auf der Landkarte könnt ihr übrigens auch alle anderen Unternehmen entdecken, die mitmachen. Jede Firma bietet Sonderangebote am 9.Oktober. Entdeckt so manches Schnäppchen! Sichert euch Rabatte ohne Ende. Weihnachten kommt bestimmt. Zum Verschenken gibt es das ganze Jahr über Gelegenheiten.

Iniziiert wurde der Own Business Day von Metro. Er dient dazu regionale Unternehmen vor den Vorhang zu holen. Damit wird eine Plattform geboten sich, seine Firma und sein Angebot zu präsentieren. Waren und Specials können einem breiten Publikum gezeigt und angeboten werden. Damit hat der Own Business Day auch einen entsprechenden Werbeeffekt für das eigene Unternehmen. Er bietet sich zudem an sich mit anderen Unternehmern zu vernetzen.

Schaut über den Tellerrand und entdeckt was es vor eurer Haustüre Neues gibt. Vielleicht entdeckt ihr Firmen und Angebote ganz in eurer Nähe von denen ihr bislang noch gar nichts wusstet!

Own Business Day Metro Angebote Firmengeschenke Rabatt

Grillkochbuch: Globale Erwärmung

Globale Erwärmung, das Grillkochbuch

Ich mache ja schon länger Werbung für Eigenverlag Dr. Gernot Nepimach. Deren Gemeinschaftsprojekt, ein Grill/Kochbuch, ist eine kulinarische Reise rund um die Welt. Titel: Globale Erwärmung.

Immer wieder gab’s Updates und Gustohäppchen auf Facebook zu bestaunen. Aber wie nun das fertige Buch aussehen sollte und was man darin alles findet, war nur schwer in seiner Gänze abzuschätzen. Ich bin begeistert.

Neben Wein und Spirituosen interessiere ich mich auch für Kulinarik. Auch wenn ich persönlich Fleisch und BBQ nur gegrenzt reizvoll finde, da ich eher wenig Fleisch esse und vermehrt auf vegetarische Gerichte zurückgreife.

Ich hab mir das Grillbuch von Gernot und Eva Nepimach durchgeschaut. Kenne ja einige Kochbücher von Fernsehköchen und nahmhaften Restaurants. Ich lese sehr gerne Kochbücher bzw. schmökere darin, schaue mir Bilder an, lasse mich inspirieren, gelegentlich wird dann auch mal was nachgekocht.

Hauptsächlich sind Rezepte für mich nur Anregungen an die man sich grob halten sollte, da beim Kochen vieles Erfahrung und Intuition ist. Es muss mit Gefühl gekocht werden, besonders was den Bereich Gewürze betrifft und das Abschmecken, da man hier relativ kreativ sein kann.

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Was mir beim Grillbuch auffällt sind in erster Linie die tollen Fotos und davon gibt es massig zu bestaunen, es sind schon sehr sehr viele. Dadurch grenzt sich das Buch von anderen Kochbüchern deutlich ab! Wenn man dann noch weiß, dass die Bilder alle selbst geschossen wurden und folglich auch die Rezepte erprobt wurden, kann man sich in etwa den Arbeitsaufwand vorstellen, der dahinter steckt.

Man bekommt beim Ansehen schon Gusto das alles mal zu probieren – und ich weiß Eva & Gernot haben das alles bereits probiert und auch mehrfach gekocht was eine Wahnsinns Leistung ist!

Daneben mag ich mir gar nicht vorstellen welcher Rechercheaufwand nötig war um länderspezifische Gerichte zusammenzustellen, die Rezepte auszuprobieren etwas zu adaptieren und dann wieder zu kochen bis die Angaben in den einzelnen Rezepten stimmen und ein Gericht als „fertig“ abgelegt werden kann. Es sind immerhin 211 Gerichte!

Ich bin bei Rezepten ja immer neugierig woraus diese bestehen. Je leichter man als Hobbykoch an Zutaten herankommt und je einfacher man diese im Supermarkt oder beim Fleischer etc. bekommen kann, umso besser. Soweit ich gesehen habe sind die meisten Zutaten relativ leicht zu beschaffen und finden sich auch in der Küche eines ambitionierten Hobbykochs.

Aber es sind auch Dinge darunter, die man vielleicht nicht jeden Tag kochen würde wie etwa Wels oder Hühnerherzen, was aber nicht bedeutet, dass dies uninteressant wäre. Im Gegenteil, denn das Kochbuch regt dadurch wiederum an mal Neues auszuprobieren und quasi über den Kochtopf bzw. Tellerrand zu schauen.

Ich denke man findet für sehr viele Zutaten bestimmt das passende Rezept darin. Damit eignet sich das Kochbuch besonders für experimentierfreudige Hobbyköche, die Abwechslung auf den Tisch bringen möchten und damit auch für Genießer, die mit Zutaten und Gewürzen spielen und sich und ihre Gäste gerne kulinarisch verwöhnen.

Die Rezepte sind sehr kompakt und einfach gehalten und sie funktionieren auch wie man an den Fotos sehen kann. Das erzeugt Vertrauen sie auch nachkochen zu können und zu wollen.

Die Gewürze- und Soßen/Beilagen-Auswahl ist raffiniert zusammengestellt und zeigt dass hier sehr viel Herzblut und Lust am Kochen und Genießen drinnen steckt. z.b. Chilisoßen mit Obst oder Kumquats Marmelade als Beilage.

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Selbst wenn man kein Fleischtiger ist, kann man einiges davon sicher auch als Anregung für andere Gerichte oder für Käseplatten und vegetarische Rezepte nutzen.

Wer spezielle Zutaten gerade mal nicht zur Verfügung hat, kann sicher das Rezept auch mit ähnlichen Zutaten abwandeln, dadurch bieten sich die Rezepte für alle Schwierigkeitsstufen bzw. auch für unterschiedliche Kochbudgets an. Man findet garantiert etwas, das man nachkochen möchte!

Ich kenne adhoc schon einige Freunde, denen ein paar der Rezepte gefallen könnten…. und ihr?

Gerne könnt ihr das eine oder andere Exemplar vor Ort bei Hindberry Fruchtwein durchblättern und es euch bei einer Weinverkostung in Ruhe ansehen.

Bestellen könnt ihr es alternativ auf https://www.nepimach.at/ oder in einem der Geschäfte wo es derzeit geführt wird.

Schaut doch mal bei Eigenverlag Dr. Gernot Nepimach vorbei

 

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Es wird tropisch bei uns – IPA

India Pale Ale und Fruchtwein

Ich hatte gestern am Abend ein Bier, ein IPA (India Pale Ale bzw. Imperial IPA) um genau zu sein und hab die letzten Wochen schon an neuen Fruchtwein-Ideen gegrübelt. Nicht dass mir die Ideen ausgehen würden aber man macht sich immer wieder neue Gedanken und Notizen, überarbeitet alte Ideen.

Ein Freund hat mir mehrfach von Äpplewoi erzählt. Das ist Apfelwein wie er in Deutschland genannt wird. Apfelmost sozusagen. Ein paar Kniffe gibt es auch hier: Speierling, Vogelbeere, Schlehe, Mispel oder neben Birne gar Quitte mitzuvergären. In Deutschland gibt es eine rege Apfelweinkultur, die bis zu Karl dem Großen zurückreicht und durch die Craft Bier Welle werden verstärkt auch Cider als Alternative zu Bier, gerade in der Grillsaison angeboten.

Im Internet finden sich zum Thema Apfelwein einige interessante Tipps, etwa auf

http://schiller-wine.blogspot.com/2015/08/best-of-apfelwein-frankfurt-tipp-in.html

Ein Apfel-Produkt gibt es bereits bei Hindberry Fruchtwein – Aurelia, Fruchtdessertwein aus Apfel, Quitte und Birne, quasi eine leicht süßliche Version eines Apfelsherrys mit einem Hauch Muskat von der Quitte.

Allerdings hängt die Qualität des guten Apfelweins immer von den verwendeten Apfelsorten ab und sorgt damit erst für den nötigen USP, nicht umsonst gibt es Tafeläpfel und Mostäpfel, die mehr Gerbstoff besitzen. Obgleich die Engländer ihren eher geschmacksneutralen Cider aus Apfelsaftkonzentrat produzieren. Most ist kein besonders ausgeklügeltes Produkt und auch nicht sehr lagerfähig und haltbar.

Die Ideen für neue Produkte reichen von den unterschiedlichsten Früchten und Weintypen bis hin zu Kochwein, der mit Knoblauch aromatisiert wird, über Waldmeister, Rosmarin, Wermut bis hin zu Pfefferminz. Aber wer mag schon einen Dessertwein, der nach Zahnpasta schmeckt?

Auch Kunden haben Tipps abgegeben aber so wirklich überzeugend war für mich keiner. Noch. Ich selbst hatte einige Ideen was einen trockenen Sherry betrifft und auch Port-Style Fruchtweine wären in Zukunft denkbare Optionen. An Ideen mangelt es sicherlich nicht.

Ich trinke mein derzeitiges Lieblingsbier und denke mir dabei:

Ich mach Wein (Fruchtwein) und kauf Bier von der Konkurrenz

Quelle: https://craftbeer-revolution.de/bierstile/india-pale-aleipa infografik

Damit fiel mir gleich der erste große Fehler auf. Ich hatte nicht mein eigenes Produkt in der Hand! Ein fatales Dilemma, denn ein gutes Produkt, das laufend konsumiert wird, steht am Tisch, dort wo Menschen sind, es liegt in der Hand und liegt nicht im Keller oder in einer unbeachteten Ecke.

Warum nicht einen Wein mit Aromahopfen aromatisieren und was eigenes machen – könnt auch für Craftbierfans interessant sein und Freunde meinen schon die ganze Zeit, dass ich mal Bier brauen soll. Es gibt ja auch Bier das an Malzwein (Barleywine, Nikolausbier, Eisbock etc.) erinnert und es gibt belgische Biere mit Kirschen und Früchten. Warum nicht Wein, der wie Bier schmeckt? Mal was ganz Unkonventionelles. Think outside the Box. Weinherstellung ist eher traditionell angehaucht aber Fruchtwein passt auch nicht in dieses Klischee. Wer Fruchtwein trinkt, holt sich den Sommer zurück ins Glas!

Also habe ich mir diese Homepage mal angesehen, denn ich liebe IPA:

https://craftbeer-revolution.de/bierstile/india-pale-ale

und mir Notizen zu den unterschiedlichsten Hopfensorten gemacht.

https://www.hopfenhelden.de/craft-beer-hopfensorten/

IPA eignet sich auch zu Käse und Desserts und würde sich optimal in die Hindberry Familie der Fruchtdessertweine einreihen. Allerdings nicht süß sondern als „Aromatisierter Obstwein“ trocken ausgebaut.  Sonderedition für den Herbst/Winter 2018 damit das Weihnachtsfest gebührend begleitet werden kann.

Fruchtwein geht schließlich auch anders.

India Pale Ale

IPA wird von Citrus und tropischen Aromen begleitet. Als Basis dürfte sich hier auch ein Fruchtwein aus der Citrusfamilie anbieten. Wir sind in Indien. In Idien wächst viel Obst etwa Orangen und Mandarinen, Ananas aber auch Marillen. Mir schwebt da ein ein milder aber extraktreicher Fruchtwein vor, der mit Hopfensorten wie Tettnanger, Hallertauer Tradition, Polaris, Simcoe, Citra, Cascade, Galaxy, Amarillo, Centennial, Columbus, Chinook und/oder Mandarina gestopft wird.

Die sogenannte Hopfenstopfung findet in der Regel nach der Gärung statt wobei das IPA für etwa ein bis zwei Wochen mit Aromahopfen versetzt wird. Die Kunst dabei ist die richtige Menge und Mischung an Hopfen zu finden. So ergeben sich durch die Hopfensorten Aromen von Grapefruit, Maracuja und Zitrus. In der Regel werden IPA mit etwa 50-70 Bittereinheiten (IBU) erzeugt. Die Farbe ist hell bis orange und der Alkoholgehalt erreicht bis zu 8%Vol.

IPA wurden früher für die langen Schiffsreisen nach Indien kräftiger eingebraut und stärker gehopft und ist damit eine Erfindung der Engländer. Neben IPA zählt sowohl Rum als auch Port und Sherry zu den traditionellen Alkoholika, die sich für Schiffsreisen anboten. Sherry und Port wurden ursprünglich zusätzlich mit Branntwein aufgespritet um eine bessere Lagerfähigkeit zu gewährleisten.

Für unseren Obstwein werden wir einen Alkoholgehalt um die 14% anpeilen. Es handelt sich hier ja dann nicht um ein Bier sondern um einen aromatisierten Dessertwein. Aber ich könnte mir vorstellen, dass diese Hopfenbombe sehr gut zum Mischen mit Bier geeignet sein könnte und der Alkoholgehalt hebt das Ganze dann etwas und verleiht ihm noch mehr Bums. Da ich aber selber nicht weiß was mich hier erwartet und ob das Ergebnis überzeugend sein wird, bleibt es abzuwarten – lassen wir uns mal überraschen!

Kommentare hierzu könnt ihr gerne per Mail (hindberryfruchtwein@aon.at) bei mir deponieren.