Ausflug nach Wien

Heute Ausflug nach Wien. Hab mir Tastery angesehen und war dann noch im Grand Cru.

Tastery bieten sowohl Tagesmenüs an als auch die Möglichkeit zur Verkostung von verschiedensten Produkten. Du als Produzent kannst deine Ware hinbringen und die Kunden und Besucher können gratis verkosten, müssen lediglich mit grün/rot bewerten wie’s ihnen geschmeckt hat. Das Produkt kann im Geschäft dann ebenfalls erworben werden. Von der Idee her nicht schlecht.

Ich bekam schon im Dezember eine Anfrage ob das Verkostungskonzept für Hindberry Fruchtwein interessant wäre und wollte es mir jetzt mal in Ruhe ansehen.

Anschließend war ich noch im Grand Cru nur wenige Gehminuten entfernt. Dort gibt’s Wein, Cider, Bier, Gin. Besondere Freude haben Whiskey- und Rum-Liebhaber da das Geschäft eine große Auswahl an speziellen Sorten führt, die man sonst im Supermarkt nicht findet und sonstige Mitbringsel wie Gewürze oder Schokolade, etwa von CauCawa. Highly recommended!

Ich für meinen Teil bin bei den Craft Bieren von Brew Age hängen geblieben, einer Wiener Craft Bier Brauerei von der ich begeistert bin. Ich wollte unbedingt den Eisknacker probieren und hab mir noch das Honigbier und Die dunkle Materie dazu genommen. Als bekennender Fan vom Affenkönig, einem Imperial IPA, war ich neugierig wie die anderen Biere so schmecken. Sehr viel USP in jedem einzelnen Produkt! Die Biere schmecken alle total unterschiedlich und sind nicht miteinander vergleichbar. Eisknacker ist absolut Top und hat die Bewertung und den Gewinn bei der letzten Challenge redlich verdient (https://www.facebook.com/BrewAge/photos/a.525142544194924.1073741828.472154119493767/1757105287665304/?type=3). Nicht süß, erinnert an einen Malzdessertwein/Brandy (fabelhaft!!!) und ganz anders als das süße Samichlaus von der Eggenberg Brauerei, das ich unter den Starkbieren sonst favorisiere. Es ist ein süßes Nikolausbier, das nur einmal im Jahr gebraut wird mit stolzen 14,5%Vol. quasi der Dessertwein unter den Bieren.

Hab 2017 alles mögliche durchprobiert von hochpreisigen Märkten, Messen, regionalen Wochenmärkten, Jahrmärkten, Volksfesten und diversen Veranstaltungen sodass ich einen guten Überblick über die Optionen und Möglichkeiten habe, die einem Kleinstunternehmen zur Verfügung stehen, welches nicht im Handel gelistet ist, um auf sich aufmerksam zu machen. Denn mehr als Marketing kann man auf Märkten nicht machen, zum direkten Verkauf sind sie kaum geeignet und wenn man die Standgebühr abzieht eher unrentabel. Würden die Kunden, die Flyer mitnehmen oder dir sagen, dass sie zum Einkauf vorbeikommen, auch tatsächlich kommen, wären Märkte ja durchaus interessant weil man Folgeaufträge bekommt oder Leute nachweislich auf sich aufmerksam gemacht hat. Es würde ja schon reichen, wenn sich Personen am Newsletter auf der Homepage anmelden oder auf FB auf Hindberry Fruchtwein „gefällt mir“ drücken damit man sie informieren kann wann wieder Veranstaltungen geplant sind oder damit sie wissen wo (Märkte, Veranstaltungen etc.) man steht.

Neben Bannerwerbung auf Gartenzäunen, Flyer-Austragen, Mundpropaganda und Beiträgen in der Bezirkszeitung, hat das alles – man will nicht sagen gar nix – aber sehr wenig gebracht. Man muss halt laufend Werbung machen und hoffen, dass die Leute mit der Zeit aufmerksam werden und kommen aber als Ein-Personen-Unternehmen ist man da ziemlich begrenzt in den Möglichkeiten. Andersrum könnte es ja jeder machen, wenn’s einfach wäre Erstkunden/Neukunden zu bekommen. Dafür kann dir kaum ein Unternehmensberater wirklich brauchbare Tipps geben.

Ich habe auch Connections zu Gastro/Catering/Hotelbranche, Patisserie und Konditoreien, Hochzeitsplaner und diversen Verkaufsgeschäften geprüft.

Derzeit gibt es Hindberry Fruchtwein allerdings nur direkt bei mir ab Lager zu kaufen oder online über die Homepage https://hindberryfruchtwein.wordpress.com/ zu bestellen.

Allerdings wird nur innerhalb von Österreich versendet und nicht ins EU-Ausland. In näherem Umkreis stelle ich auch persönlich zu oder komme wahlweise zu euch zu einer Verkostung ins Haus, wenn das gewünscht wird. Ich bin da relativ flexibel und richte mich an die Wünsche des Kunden. Wer öfters und regelmäßig kauft, bekommt natürlich auch Rabatt.

Für mich als Kleinsthersteller ist das Verkostungskonzept derzeit nicht interessant, da ich selbst 4x pro Woche Verkostungen anbiete und man bei mir vor Ort ebenfalls alles gratis verkosten kann. Ich habe bis 21:00 offiziell geöffnet, eine Zeit wo andere Geschäfte bereits längst geschlossen haben und wenn Kunden bis 1:00 sitzen bleiben und es eine angenehme Runde in privatem Rahmen mit Plaudereien ist, ist es mir auch recht.

Das Spannende bei Weinverkostungen ist, dass man als Kunde kommt aber als Freund geht. Mir sind persönliche Beziehungen zu meinen Kunden sehr wichtig, denn nur so weiß ich wieso sie gerade bei mir kaufen und was ich ihnen in Zukunft anbieten kann weswegen sie wieder zu mir kommen und mir ihr Vertrauen schenken. Der Kunde steht für mich im Mittelpunkt meines Tuns.

Man fragt sich ja immer ob’s nicht besser ist die Kunden gar nicht zu kennen und Geld kommt aus der Luft reingeflattert oder du weisst wer deine Kunden sind, kannst sie an einer Hand abzählen und sie können dir genau sagen wieso sie deine Produkte begeistern und weswegen sie bei dir kaufen und es auch weiterempfehlen.

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